Skip to main content

UNIX

Was ist Unix?

Bei UNIX handelt es sich um ein Betriebssystem für Computer, welches ursprünglich von Bell Laboratories (heute AT&T) als interaktives Time-Sharing-System entwickelt wurde. Heute verwendet man den Begriff allgemein für Betriebssysteme, die auf einem UNIX-System beruhen oder dessen Konzepte verwenden. Bis in den 1990er Jahren war das Betriebssystem in erster Linie auf Servern sowie Workstations zu finden. Mittlerweile zählt UNIX jedoch zu den am meisten verwendeten Betriebssystemen.

Screenshot Unix

Geschichte

Als Erfinder des Betriebssystems gelten die Entwickler Dennis Ritchie und Ken Thompson. Der Name ist ein Wortspiel in Anlehnung an ein früheres System, welches Multics hieß. Bis 1974 wurde das Betriebssystem in die Programmiersprache C implementiert. Es war damit das erste Betriebssystem, das man komplett in dieser Sprache schrieb. Da AT&T als staatlicher Monopolist keine Software verkaufen durfte, wurde das Betriebssystem zunächst zusammen mit einem C-Compiler kostenlos an Universitäten verteilt. In den Folgejahren wurde UNIX mit einer Vielzahl von Erweiterungen und neuen Ideen weiterentwickelt. Diese stammen von Unternehmen, Universitäten wie auch privaten Entwicklern. Heute ist UNIX ein freies Betriebssystem, das keinem Unternehmen gehört und von jedem weiterentwickelt werden kann.

Aufbau und Merkmale des Betriebssystems

Basis ist ein Kernel, der Zugriff auf die Hardware besitzt und sämtliche Prozesse verwaltet. Da es sich um ein Multi-User und Multi-Tasking Betriebssystem handelt, können sowohl mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen als auch mehrere Personen zur gleichen Zeit an der Maschine arbeiten. Das Dateisystem besteht aus einem hierarchischen Verzeichnis, das mit beliebigen Unterverzeichnissen organisiert ist. Auch zusätzliche Festplatten des eigenen Computers sowie Disketten- bzw. CD-Laufwerke, externe Festplatten oder fremde Rechner lassen sich anzeigen.

Mittels des Kommandointerpreters, der Shell sowie einer großen Zahl von weiteren Standardkommandos erhalten Nutzer eine einfache Ein/Ausgabeumleitung in Dateien. Sogenannte Pipes ermöglichen die Kommunikation zwischen einzelnen Prozessen. Zu den wichtigsten Merkmalen eines UNIX-Betriebssystems zählen eine hohe Stabilität, Multiuser, Multitasking, Speicherschutz sowie virtuelle Speicher. Weitere Vorzüge sind die sehr guten Scriptingeigenschaften, eine voll ausgebaute Shell und die große Zahl verfügbarer Werkzeuge. Computer auf denen das Betriebssystem installiert ist, verfügen in der Regel über eine grafische Benutzeroberfläche basierend auf X11.

Wie erfolgt die Bedienung?

Zunächst konnten Systemfunktionen und Befehle vom User ausschließlich per Tastatur über eine Kommandozeile eingegeben werden. Grafische Benutzeroberflächen mit Fenstern waren zu Beginn der Entwicklung noch unbekannt. Anstatt einer standardisierten grafischen Benutzeroberfläche gibt es deshalb verschiedene später entwickelte Versionen wie Gnome oder KDE. Eine große Zahl dieser Varianten basieren auf dem X Windows System. UNIX wird häufig von professionellen Anwendern und Systemadministratoren genutzt, welche nach wie vor die Kommandozeile als bevorzugte Bedienschnittstelle nutzen. Einige Varianten für mobile Geräte wie Android oder Apple iOS nutzen eigene Bedienkonzepte. Bei Android ist der Zugriff auf die Kommandozeile teilweise und bei iOS komplett gesperrt.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG