Wie das Google Markup für Nachrichten der EU-Urheberrechtsreform trotzt

Google umgeht DSGVO

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Google bereitet eine Reaktion auf den Vollzug der Urheberrechtsreform in den Ländern der EU vor. Ein Teil der neuen Richtlinien, das Leistungsschutzrecht, sieht eigentlich vor, dass Herausgeber von Nachrichten für die Platzierung ihrer Inhalte in Suchergebnissen entlohnt werden. Unter anderem Google müsste also Gebühren in Europa bezahlen, wenn bei der Suche nach aktuellen Themen entsprechende Artikel anschaulich ausgespielt würden.

Die größte Suchmaschine der Welt hat nun allerdings angekündigt, die Darstellung entsprechender Inhalte wesentlich zu verändern, um somit die neue Gesetzesverschärfung und vorgesehene Gebührenzahlungen zu umgehen. Beginnend in Frankreich, wo die neuen Richtlinien zuerst in Kraft treten, werden für europäische Nachrichteninhalte keine Snippets oder Thumbnails mehr angezeigt werden. Einen Ausweg bietet da lediglich das Hinterlegen von Meta Tags, die der Ausspielung von strukturierten Daten ausdrücklich zustimmen – und gleichermaßen jedoch den Verzicht auf Lizenzgebühren bedeuten. Welche Publisher sich einverstanden erklären müssten und wie diese künftig Einfluss auf die Darstellung ihrer Inhalte in den Google-Suchergebnissen nehmen können, wird in den offiziellen FAQ erklärt.

Die neuen Veränderungen durch Google könnten in Europa zu weitreichenden Folgen führen, sollten Medienhäuser keine Erlaubnis zur kostenfreien Ausspielung ihrer News erteilen. Google beteuert, dass die bisherigen Snippets die Wahrscheinlichkeit für Klicks wesentlich erhöhen. Laut Angaben der Suchmaschine werden so in Europa monatlich acht Milliarden Klicks an Herausgeber von Nachrichten verteilt. Ohne Einverständniserklärung werden entsprechende Inhalte nur noch in abgespeckter Version dargestellt werden, was zu großen Traffic-Verlusten führen könnte.

Europas Presseverlage müssen sich also entscheiden: Entweder den neuen Guidelines von Google zustimmen und damit auf Lizenzeinnahmen verzichten oder den Verlust von zahlreichen Klicks an Konkurrenten riskieren. Google hat seinerseits jedenfalls eine Lösung gefunden, das neue EU-Recht geschickt zu umgehen.

Quelle: searchengineland.com

 

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