Lebensmittel online verkaufen? – farmy.ch zeigt wie es geht

army.ch-online-lebensmittelhandel

Copyright © Shutterstock/ fVGstockstudio


Der Online-Lebensmittelhandel ist im deutschsprachigen Bereich bisher noch nicht stark verbreitet. Im letzten Jahr wurden nur ca. 2 Prozent aller Lebensmittel online gekauft. Roman Hartmann, der Co-Founder und CEO des im Jahr 2014 gegründeten Start-ups farmy.ch hat das enorme Marktpotenzial dieser Branche frühzeitig erkannt und steht nun nach den etablierten Lebensmitteleinzelhandel-Größen coop und Migros an dritter Stelle des Schweizer Online-Lebensmittelhandels.

Das Geschäftsmodell

Hartmann, der schon an einigen Start-up-Projekten beteiligt war, hat sich vorgenommen mit seinem Food-Tech-Unternehmen farmy.ch die Lebensmittelversorgung komplett neu zu definieren und regionale Produzenten und Bauern mit regionalen Kunden in Metropolregionen zu verbinden. Was nach einer gewagten Mission klingt, kann mit 8 Mio. CHF Umsatz in den letzten vier Jahren bereits große Erfolge vorweisen. Farmy.ch bietet über 8000 Produkte an und der Fokus liegt dabei ganz klar auf Regionalität und Bio, wobei der Bio-Anteil bei 65 Prozent liegt. Im Vordergrund steht bei diesem Geschäftsmodell vor allem die Frische der Waren, denn diese werden jeden Tag aufs Neue frisch geliefert. Umweltfreundlichkeit ist für Hartmann ebenfalls ein wichtiger Aspekt, weshalb die Bestellungen mit eigenen E-Fahrzeugen und gratis-Lieferung direkt zur Haustür der Kunden gebracht werden.

Die Zielgruppe des Online-Lebensmittelhandels besteht vor allem aus Frauen (70 Prozent) zwischen 30 und 45 Jahren, welche für ihre gesamte Familie einkaufen und viel Wert auf eine bewusste und gesunde Ernährung legen. Das rasch wachsende Umweltbewusstsein der heutigen Gesellschaft ist zudem ein Faktor, der sich günstig auf den Erfolg von farmy.ch auswirkt.

Herausforderungen

Jedoch muss sich das ambitionierte Start-up auch einigen Herausforderungen entgegenstellen, welche mit der schwierigen Aufgabe, einen komplett neuen Markt aufzubauen, einhergehen. Zum einen ist das Marketing-Budget eines Start-ups begrenzt und zum anderen ist in dem Bereich Online-Lebensmittelhandel bisher noch nicht genügend Aufklärungsarbeit, auch vonseiten der Wettbewerber, geleistet worden. Daher müssen noch viele Ressourcen in die Vermarktung sowohl im Online als auch im Offline Bereich gesteckt werden, wobei man sich vor allem auf die regionale bzw. Postleitzahlen-Ebene fokussiert.

Nächste Schritte

Die eigenen IT-Systeme sowie eigene Software und Apps spielen in dem Food-Tech Unternehmen seit Beginn an eine dominante Rolle und Hartmann kann sich vorstellen, in Zukunft auch als Service Provider für andere Onlineshops zu agieren. Das Marktpotenzial dieser Branche ist riesig und laut Hartmann allein in der Schweiz noch lange nicht ausgeschöpft. Deshalb rücken Internationalisierungsprojekte vorerst noch in die fernere Zukunft und man will sich zunächst noch voll und ganz auf die Schweiz konzentrieren.

 

Quelle: K5.de

Kostenloser SEO-Check der OSG



Weitere Inhalte


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

go digital Fördermöglichkeit