Agiles Design

Agile Design

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Was ist Agiles Design?

Beim Agilen Design handelt es sich um einen Oberbegriff, mit dem der Einsatz von AgilitÀt im Bereich der Softwareentwicklung bezeichnet wird. Je nach Kontext kann sich agiles Design auf bestimmte Teilbereiche der Softwareentwicklung beziehen oder auch auf den gesamten Entwicklungsprozess. Agiles Design zeichnet sich in erster Linie durch Teams aus, die sich selbst organisieren, sowie durch eine iterative und inkrementelle Arbeitsweise. Bei der agilen Vorgehensweise wird versucht, sich an neue Gegebenheiten und VerÀnderungen schnell anzupassen, ohne dabei das Fehlerrisiko zu erhöhen. Der Entwicklungsprozess soll flexibler und schlanker gemacht werden.

Geschichtliche Entwicklung

Die ersten Versuche, agiles Design einzufĂŒhren, gab es bereits Anfang der 1990er Jahre. Die agile Vorgehensweise fĂŒhrte jedoch viele Jahre lang ein Schattendasein. Sie wurde erst im Jahr 1999 popularisiert. Das passierte im Rahmen der Veröffentlichung des Buches “Extreme Programming” des  Softwareentwicklers Kent Beck. Durch das große öffentliche Interesse fĂŒr Extreme Programming wurde zugleich auch der Weg fĂŒr andere agile Konzepte geebnet. Die Bezeichnung “agile” fĂŒr diese Vorgehensweise bei der Softwareentwicklung wurde im Februar 2001 bei einer Entwickler-Konferenz in Utah ausgewĂ€hlt. Agiles Design hat sich im Laufe der Jahre als beliebtester Ansatz bei der Softwareentwicklung etabliert. Dies fĂŒhrte dazu, dass bei einer Umfrage von Forrester Research aus dem Jahr 2016 zufolge bereits 95 Prozent aller Unternehmen agile Prozesse einsetzen.

Agiles Design in moderner Softwareentwicklung

 Bei der agilen Vorgehensweise wird auf Pflichthefte verzichtet. Nachdem am Anfang einige wenige BasisfunktionalitĂ€ten definiert werden, wird umgehend mit dem Projekt begonnen. WĂ€hrend der Entwicklungsphase können dann bei Bedarf neue oder geĂ€nderte Anforderungen definiert werden, die die Software erfĂŒllen soll. Dies kann beispielsweise dadurch zustande kommen, dass die Software andere Anforderungen erfĂŒllen muss, als es bisher angenommen wurde oder dass sich die Marktbedingungen stark verĂ€ndert haben. Dank der iterativen Natur des agilen Designs macht man viele Erfahrungen in einem laufenden Projekt. Diese kann man dann  in nachfolgende Entwicklungsprozesse integrieren.

Ein erfolgreiches Entwicklungsprojekt zeichnet sich nicht nur durch den Einsatz einer modernen technologischen Basis aus, sondern in erster Linie auch durch eine einfache und effiziente Kommunikation. Aus diesem Grund stehen Entwickler in agilen Projekten im stĂ€ndigen Kontakt mit dem Auftraggeber. Details und Unklarheiten können so sofort geklĂ€rt werden. Man verzichtet daraus resultierend auf schriftliche Anfragen, die oft zu spĂ€t beantwortet werden. Weil Softwareingenieure im stĂ€ndigen Kontakt zum Kunden stehen und in regelmĂ€ĂŸigen Intervallen Feedback erhalten, wird das Risiko minimiert, dass sich das Projekt in eine falsche Richtung entwickelt.

Vorteile agiler Prozesse

Agile Methoden liefern einen Rahmen, in dem Softwareentwickler aus ihren eigenen Erfahrungen lernen können und in dem stets realistische Vorstellungen von der Entwicklungsdauer einzelner Projekte bestehen. Dadurch entsteht der Vorteil, dass unrealistische PlĂ€ne bereits am Anfang erkannt werden, sodass stets eine hohe QualitĂ€t der Produkte gewĂ€hrleistet werden kann. Agiles Design fördert die direkte Kommunikation zwischen Entwickler und Anwender – und das am besten auf einer tĂ€glichen Basis. Dank dieser direkten Kommunikation können Softwareingenieure besser verstehen, welche Anforderungen die Anwender an das Softwareprodukt stellen. Gleichzeitig zeigen Anwender auch ein gewisses Maß an VerstĂ€ndnis, wenn unvorhersehbare Probleme auftauchen oder Prognosen von den Entwicklern korrigiert werden mĂŒssen.

Kritische Sichtweise

In der Softwarebranche ist es umstritten, ob der Entstehungsprozess von Softwareprodukten mittlerweile so gut begriffen wird, dass eine Herstellung nach Plan ĂŒberhaupt möglich ist. Kritiker des agilen Designs meinen, dass es sich bei Software um nichts anderes als um ausfĂŒhrbares Wissen handelt. Außerdem merken sie an, dass sich Wissen nicht planmĂ€ĂŸig herstellen lĂ€sst, sondern in einem kreativen Prozess entsteht. DarĂŒber hinaus kann es auch in manchen FĂ€llen Ă€ußerst schwierig sein, alle agilen Methoden einzufĂŒhren und auch konsequent zu befolgen. Denn dazu mĂŒssen Entwickler alte Gewohnheiten ablegen und sich auf neue Konzepte einlassen. Dazu gehört, immer wieder zu ĂŒberprĂŒfen, wie man seine Vorgehensweise optimieren kann.


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