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User-Centered Design (UCD)

Was ist ein User-Centered Design?

User-Centered Design (UCD) bezeichnet eine Sammlung von Prozessen, die darauf abzielen, den Benutzer in den Mittelpunkt des Produktdesigns und der Produktentwicklung zu stellen. Die Entwicklung digitaler Produkte erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Anforderungen, Ziele und Rückmeldungen der Nutzer. Die formelle Definition des User-Centered Design (UCD) der Usability Professionals Association (UPA) lautet:

User-centered Design (UCD) ist ein gestalterischer Ansatz, bei dem der Entwicklungsprozess auf den Informationen der Nutzer des Produktes basiert.

User-Centered Design (UCD) vs. Human-Centered Design (HCD)

User-Centered Design wird sehr oft synonym mit Human-Centered Design verwendet. Aber es gibt einen Unterschied zwischen den beiden Gestaltungsansätzen.

Alle Benutzer sind Menschen, aber nicht alle Menschen werden Benutzer eines bestimmten Produktes sein. User-Centered Design ist also eine Teilmenge des Human-Centered Design

Info

Daher erfordert UCD eine tiefere Analyse der Zielgruppe als das allgemeinere HCD. Dabei geht es nicht nur um allgemeine Eigenschaften einer Person. Es geht um bestimmte Gewohnheiten und Präferenzen der Zielnutzer, um die richtigen Lösungen für spezifische Probleme zu finden.

User-Centered Design (UCD) berücksichtigt Alter, Geschlecht, sozialen Status, Ausbildung sowie den beruflichen Hintergrund, Produktnutzungs-Erwartungen, generelle Anforderungen und viele andere wichtige Dinge, die für verschiedene Kundensegmente variieren können. Was für manche Nutzer kritisch ist, kann für andere irrelevant sein. User-Centered Design (UCD) beinhaltet eine tief greifende Untersuchung der Benutzergewohnheiten, von ihren Interaktionen mit dem Produkt bis zu ihrer Vision, wie das Produkt aussehen und sich verhalten sollte.

User-Centered Design (UCD) und UX

UCD verbessert die Benutzerfreundlichkeit und kann auf fast jedes Produkt angewendet werden. Es hilft, die Bedürfnisse und Präferenzen der Benutzer hinsichtlich der Merkmale eines Produkts, der Aufgabe und der Ziele zu verstehen. Es sollte während des gesamten Nutzererlebnisses umgesetzt werden. Was zählt, ist was die Benutzer sagen und tun. Jeder Touchpoint, den der Nutzer mit dem Produkt hat, sollte analysiert, gut designt und entwickelt werden.

Es immer noch einige Unternehmen, die ihre Geschäftsziele gegenüber denen ihrer Nutzer priorisieren und zuerst ein Produkt zu entwerfen und erst dann nach Personen zu suchen, die daran interessiert sind. User-Centered Design befürwortet genau das Gegenteil. Bevor eine Idee entwickelt wird, müssen zuerst Vertreter der Zielbenutzer befragt werden. Funktionen können noch so innovativ und die technologischen Fähigkeiten eines Produktes können die Entwickler noch so sehr begeistern, dies alles bringt keinen unternehmerischen Gewinn, wenn das Ziel verfehlt wird und die Zielgruppe nicht genügend Interesse an dem Produkt hat.

Beim UCD geht es darum, ein Produkt so zu konzipieren und zu entwickeln, wie es von den Benutzer verstanden und verwendet wird, anstatt die Benutzer dazu zu bringen, ihr Verhalten an die Verwendung eines Produkts anzupassen. Die Idee besteht darin, ein Produkt anzubieten, das die bestehenden Überzeugungen, Werte, Einstellungen und Gewohnheiten der Benutzer unterstützt.

Die Prinzipien des User-Centered Design (UCD)

User-Centered Design (UCD) erfordert:

  • Ein klares Verständnis der Benutzer- und Aufgabenanforderungen
  • Das Einbeziehen von Benutzerfeedback zur Definition von Anforderungen und Design
  • Die frühzeitige und aktive Einbeziehung des Nutzers zur Bewertung des Designs des Produkts
  • Die Integration von UCD in andere Entwicklungsaktivitäten
  • Einen iterativen Designprozess

User-Centered Design (UCD) stellt sicher, dass Produkte von Anfang an so entworfen und entwickelt werden, wie Kunden es sich wünschen. Spätere Änderungen sind wesentlich kostspieliger.

Die wesentlichen Elemente des User-Centered Design (UCD)

Sichtbarkeit: Benutzer sollten von Anfang an sehen können, was sie mit dem Produkt anfangen können, worum es geht, wie es verwendet werden kann.

Zugänglichkeit: Benutzer sollten Informationen schnell und einfach finden können. Ihnen sollten verschiedene Möglichkeiten angeboten werden, um Informationen zu finden, zum Beispiel Call-to-Action-Schaltflächen, Suchoptionen und Menüs

Lesbarkeit: So banal es klingt: Der Text sollte leicht lesbar sein.

Sprache: Kurze Sätze werden hier bevorzugt. Je einfacher der Satz und die Wörter, desto besser.

Wie ist der Ablauf des UCD?

User-Centered Design (UCD) beginnt mit der Identifizierung der Zielgruppe des Produkts und der Angabe des Nutzungskontexts. Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, warum diese Benutzer an einem Produkt interessiert sind und wie sie es verwenden möchten. Wichtig ist es, die ermittelten Daten zu gruppieren, um eine Reihe von Anforderungen und Benutzerzielen zu formulieren, die erfüllt sein müssen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Benutzer erfüllt werden.

Erst nachdem diese beiden Schritte abgeschlossen sind, werden mögliche Lösungen entworfen. Die Designphase kann iterativ sein und sich von einem groben Konzept zu einem vollständigen Design entwickeln. Am Ende muss das entwickelte Produkt beispielsweise in Usability-Tests bewertet werden, um das Feedback der Benutzer zu erhalten. Dieser Prozess sollte wiederholt werden, bis das beste Design erreicht ist.

Die Anforderungen der Benutzer werden durch Methoden wie Fokusgruppen, Usability-Tests, partizipative Gestaltung, Fragebögen und Interviews ermittelt und definiert. In der Regel werden die Bereiche Persona, Szenario und Anwendungsfall analysiert, um eine bessere Vorstellung davon zu erhalten, was die Zielbenutzer wünschen.

User-Centered Design (UCD) und Agile

Agile Methoden mit ihrer kollaborativen Kundenorientierung und ihrem iterativen, testgetriebenen Ansatz werden immer häufiger im Software Design und in der Entwicklung eingesetzt. Agile Methoden gewinnen Akzeptanz in Organisationen als eine effiziente und effektive Möglichkeit, Software-Produkte zu entwickeln. UCD passt sehr gut zu Agile. UCD passt aber auch zu anderen Entwicklungsmethoden einschließlich der Wasserfall-Methode.

Die Vorteile, die sich aus der Einbeziehung von UCD in eine agile Methodik ergeben, sind eine Fokussierung auf den Kunden und eine Erhöhung der Transparenz für alle Interessengruppen. Die iterative Entwicklung reduziert das Projektrisiko durch regelmäßige Rückmeldungen, fördert kontinuierliche Verbesserungen und ermöglicht eine frühzeitige Realisierung von Geschäftsvorteilen und des Time-to-Market. Nicht zuletzt ermöglicht die Kombination aus User-Centered Design (UCD) und Agile eine deutliche Reduzierung der Entwicklungskosten, eine signifikante Steigerung der Produktivität und eine höhere Kundenzufriedenheit, weil die Nutzer ein Produkt erhalten, dass sie sich wünschen.

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