1, 2, 3 vorbei – Google Ads führt Pilot für Verstöße gegen Werberichtlinien ein

1, 2, 3 vorbei – Google Ads führt Pilot für Verstöße gegen Werberichtlinien ein

Copyright © Shutterstock/Anastasiia Skorobogatova


Google Ads plant, den Bereich des Systems nach dem anfänglichen Pilotprojekt zu erweitern, um weitere Richtlinienarten aufzunehmen. Ab September 2021 wird Google Ads ein neues Drei-Verstöße-Pilotprogramm für Konten testen, die wiederholt gegen Anzeigenrichtlinien verstoßen.

Abstrafung für unerlaubte Werbung

“Bei Verstößen gegen unsere Richtlinien zu unehrlichem Verhalten, nicht zugelassenen Substanzen und gefährlichen Produkten oder Diensten werden Verwarnungen und Abstrafungen ausgesprochen – dazu gehören Anzeigen, die betrügerisches Verhalten oder Produkte wie die Erstellung falscher Dokumente, Hacking-Dienste und Spyware sowie Tabak, Drogen und Waffen und andere Arten von Inhalten fördern”, so das Unternehmen in einer neuen Meldung für das Help Center. Diese Anzeigentypen sind schon seit einiger Zeit verboten, aber das System zur Bestrafung derjenigen, die sich nicht an die Richtlinien halten, ist neu.

Das System beginnt mit einer Warnung ohne Strafen für einen ersten Verstoß. Von da an hat jeder Verstoß eine zunehmend strengere Strafe, bis das Konto schließlich gesperrt wird.

Art Warum Strafe
Warnung Erster Verstoß von Werbeinhalten gegen unsere Richtlinien zu unehrlichem Verhalten, nicht zugelassenen Substanzen sowie gefährlichen Produkten oder Dienstleistungen Keine Strafmaßnahmen außer der Entfernung der entsprechenden Anzeigen
Erste Verwarnung Verstoß gegen dieselbe Richtlinie, für die Sie innerhalb von 90 Tagen eine Warnung erhalten haben Das Konto wird für drei Tage vorübergehend gesperrt, währenddessen können keine Anzeigen geschaltet werden
Zweite Verwarnung Verstoß gegen die gleiche Richtlinie, für die Sie eine Warnung erhalten haben, innerhalb von 90 Tagen nach der ersten Verwarnung. Das Konto wird für sieben Tage vorübergehend gesperrt, während dieser Zeit können keine Anzeigen geschaltet werden. Dies ist die letzte und endgültige Vorwarnung für den Inserenten, um eine Kontosperrung zu vermeiden
Dritte Verwarnung Verstoß gegen die gleiche Richtlinie, für die Sie eine Zweite Verwarnung erhalten haben, innerhalb von 90 Tagen nach der Zweiten Verwarnung Kontosperrung bei wiederholtem Verstoß gegen unsere Richtlinien

Wenn ein Konto gegen eine Richtlinie verstößt, erhält der Konto-Admin eine E-Mail, die ihn über den Verstoß informiert. Nach der ersten Warnung müssen Admins die Richtlinienverstöße beheben und Google Ads eine Bestätigung senden, dass die Änderungen vorgenommen wurden, um wieder Anzeigen schalten zu können.

Zeitraum für Verstöße

Laut Google verfallen Verstöße nach 90 Tagen. Wenn Sie zwei Verwarnungen hatten, müssen die Probleme behoben werden und eine Bestätigung der Probleme und Korrekturen gesendet werden. Wenn Sie dann innerhalb von 90 Tagen nach der Korrektur nicht gegen eine andere Richtlinie verstoßen, wird Ihr Konto in gewissermaßen zurückgesetzt, und der nächste Verstoß wird wieder die erste Verwarnung sein. Wie immer können Suchmaschinenvermarkter gegen alle Verstöße und Durchsetzungsbeschlüsse Einspruch erheben.

“Wir verhängen bereits sofortige Sperrungen auf Kontoebene, wenn wir ungeheuerliche Verstöße gegen die Richtlinien feststellen, wie z. B. die Umgehung unserer Systeme (z. B. das Anlegen neuer Konten zur Umgehung von Mehrfachsperrungen), Phishing oder die falsche Darstellung des Produkts oder der Dienstleistung zur absichtlichen Irreführung der Nutzer”, heißt es in der Ankündigung weiter.

Pilotprojekt soll erweitert werden

Google Ads plant, den Bereich des Projekts nach dem anfänglichen Pilotprojekt auf weitere Richtlinientypen zu erweitern. Das Programm soll schließlich weltweit eingeführt werden.

Das neue Richtlinienprogramm für Anzeigen bietet klare Maßnahmen und Konsequenzen für Werbetreibende. Google testet dieses Programm zunächst für die Richtlinien “Unehrliches Verhalten”, “Nicht zugelassene Substanzen” und “Gefährliche Produkte oder Dienstleistungen”, es wird aber wahrscheinlich im kommenden Jahr auf andere Richtlinienbereiche ausgeweitet. Die erste Warnung gibt Ihnen den Vorteil des Vertrauens, aber danach werden die Strafen immer strenger. Allerdings könnten die Strafen für diejenigen zu hart sein, deren Anzeigen fälschlicherweise als Verstöße gekennzeichnet werden, obwohl sie eigentlich keine sind.

Quelle: SearchEngineLand

Kostenloser SEO-Check der OSG



Weitere Inhalte


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

go digital Fördermöglichkeit