Gizmodo

Was ist Gizmodo?

Inhaltsverzeichnis

1 Definition
2 Entwicklung
3 Reporting
4 Kontroverse
4.1 TV-B-Gone
4.2 iPhone 4 Prototyp

Definition

Gizmodo ist eine Design-, Technologie-, Wissenschafts- und Science-Fiction-Webseite. Es wurde ursprünglich als Teil des Gawker Media-Netzwerks von Nick Denton ins Leben gerufen und läuft auf der Kinja-Plattform. Zu Gizmodo gehört auch die Subseite Io9, die sich auf Science Fiction und Futurismus konzentriert.

Der Großteil von Gawker Media wurde jedoch im August 2016 von Univision Communications erworben. Die Webseite war eine von sechs Webseiten in dieser Übernahme und gilt nun als sog. Flaggschiff-Webseite der Gruppe, die wiederum zum Univision-Geschäftsbereich der Fusion Media Group gehört.

Entwicklung

Der 2002 ins Leben gerufene Blog wurde ursprünglich von Peter Rojas bearbeitet, der später von Weblogs Inc. für die Veröffentlichung seines ähnlichen Technologie-Blogs rekrutiert wurde. Im Jahr 2005 gründeten VNU und Gawker Media eine Allianz, um Gizmodo in ganz Europa neu zu veröffentlichen, wobei VNU den Inhalt in einige Sprachen umsetze und lokales Material von europäischem Interesse hinzufügte. Ein Jahr später hat man es mit japanischen Inhalten lanciert.

Im Frühjahr 2007 startete Allure Media Giszmodo Australia, das von Gawker Media lizenziert wurde und weitere australische Inhalte hatte. Noch im selben Jahr wurde die niederländische Lizenz für Zeitschriften von HUB Uitgevers übernommen. Ein Jahr später wurde das Projekt mit portugiesischen Inhalten versehen.

Eine grundlegende Umgestaltung fand im Februar 2011 statt.

Im Jahr 2015 wurde der Gawker Blog io9 mit Gizmodo zusammengeführt. Die Mitarbeiter von io9 setzten ihre Tätigkeit fort und publizierten weiterhin Artikel zu den auf der Webseite behandelten Themen, darunter Science Fiction, Fantasy, Futurismus, Wissenschaft, Astronomie und Technologie.

Reporting

Ein Blogger hat die ersten Fotos vom Boden der International Consumer Electronics Show im Jahr 2007 aufgenommen. Laut Reuters debattierten Journalisten darüber, wer die bessere Live-Berichterstattung hätte: Gizmodo oder Engadget.

Kontroverse

TV-B-Gone

Richard Blakeley, ein Videofilmer für Gawker Media, störte 2008 mehrere Präsentationen auf der CES. Blakely schaltete Fernsehgeräte mit der Fernbedienung von TV-B-Gone heimlich aus, was dazu führte, dass er von der CES 2008 und zukünftigen CES-Veranstaltungen ausgeschlossen wurde.

iPhone 4 Prototyp

Im April 2010 besaß Gizmodo das, was später als Prototy des Apple iPhone 4 bekannt wurde. Die Seite kaufte das Gerät für 5.000 US-Dollar von Brian J. Hogan, der es einen Monat zuvor in einer Bar in Redwood City (Kalifornien) unbeaufsichtigt fand. Sage Robert, ein Bekannter von Hogan, hatte dem UC Berkeley-Studenten angeblich geholfen, das Telefongerät zu verkaufen, nachdem er den Eigentümer nicht gefunden hatte. Als Apple seine Herkunft bestätigte, spekulierten Blogger, dass diese Transaktion möglicherweise gegen den sog. California Penal Code verstoßen hätte.

Nachdem Gizmodo im April das iPhone an Apple zurückgegeben hatte, vollzog das kalifornische Rapid Enforcement Allied Computer Team auf Ersuchen von Apple einen Durchsuchungsbefehl gegen das Haus des Herausgebers Jason Chen und beschlagnahmte Computer, Festplatten, Server, Kameras, Notizen und eine Visitenkarte, unter der Leitung des stellvertretenden Bezirksstaatsanwalts von San Mateo County. Seitdem haben Gizmodo und die Staatsanwaltschaft vereinbart, dass ein Sondermeister den Inhalt der beschlagnahmten Gegenstände prüfen und feststellen wird, ob sie relevante Informationen enthalten.

Gizmodo war seither von Veranstaltungen und Produkteinführungen ausgeschlossen – bis August 2014 – als sie erneut zu Apples Event eingeladen wurden.


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