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MySpace

Was ist MySpace?

Bei der Plattform MySpace handelt es sich um ein mehrsprachiges Netzwerk, welches nur durch Werbeeinnahmen finanziert wird. Es gehört zu den sogenannten sozialen Netzwerken. Dieser Kategorie werden zum Beispiel Facebook, Instagram und YouTube zugeordnet. MySpace ermöglicht den Nutzern, personalisierte Benutzerprofile mit Fotos und Videos einzurichten. Außerdem können auf der Plattform Blogs erstellt und themenbezogene Gruppen gegründet werden. Anmeldung sowie Nutzung sind für alle User kostenlos.

Gründung und Entwicklung von MySpace

Ursprünglich handelte es sich bei der sozialen Plattform um einen Anbieter für die kostenlose Datenspeicherung im World Wide Web. Im Jahr 2003 startete der Gründer Tom Anderson die zugehörige Community unter derselben URL. Nur zwei Jahre später wurde das Unternehmen von einem Konzern namens News Corporation aufgekauft. Die Firma war zu diesem Zeitpunkt bereits 580 Millionen US-Dollar wert. Zu Beginn verzeichnete das Unternehmen ein enormes Wachstum von bis zu 230.000 Neuanmeldungen an einem einzigen Tag. Im Jahr 2006 wurde die Marke von 100 Millionen Nutzern durchbrochen. Im Herbst 2006 hatte das Netzwerk rund 267.000.000 Benutzer. Weil die Gründung einer weltweit agierenden Community damals etwas Neues war, rief sie kurzzeitig den amerikanischen Geheimdienst NSA auf den Plan.

Musik als Schwerpunktthema von MySpace

Der Schwerpunkt des Unternehmens war bereits seit der Gründung durch Tom Anderson das Thema Musik. Der Gründer nutzte seine zahlreichen Kontakte zu Künstler bzw. Bands und brachte sie dazu, sich einen Account in seiner Community anzulegen. Auf diese Weise wurde ein enger virtueller Kontakt zwischen den Stars und ihren Fans ermöglicht. Diese Tatsache hat die Plattform zu großem Erfolg verholfen.

Später pflegten die Prominenten ihre Accounts nicht mehr selbst, sondern überließen die Gestaltung des eigenen Profils ihrem Management. Die Plattform eröffnete aber auch weniger bekannten Künstler neue Möglichkeiten, indem sie sich dort einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnten. Außerdem durften User kostenlose Hörproben anhören und gratis auf ihr Gerät herunterladen – ein effektives Werben wurde durch diese Features vereinfacht. Der Fokus für private Nutzer lag außerdem darauf, möglichst viele Kontakte zu knüpfen und sich nach Möglichkeit positiv darzustellen. Dieses Prinzip war den anderen sozialen Netzwerken recht ähnlich, denn auch dort konnte man sogenannte “Freunde” haben.

Kurswechsel nach Übernahme durch News Corporation

Nach dem Kauf der Domain myspace.de gab es bei MySpace einen spürbaren Kurswechsel. Wie von Rupert Murdoch angekündigt, wurde die Website für neue multimediale Inhalt geöffnet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Kategorie Film. Murdoch zielte im Gegensatz zu Anderson darauf ab, große und vor allem kommerzielle Filmprojekte zu integrieren. Kleine Künstler, welche ja ursprünglich promotet werden sollten, verloren auf MySpace mehr und mehr an Bedeutung.

Im Jahr 2006 ging Murdoch eine Kooperation mit dem Internetriesen Google ein. Es wurde vereinbart, dass die Google-Suche bzw. Google AdSense direkt in MySpace integriert werden soll. Daran verdiente die Plattform innerhalb von drei Jahren um die 900 Millionen Dollar.

Niedergang und Versuch des Relaunches

Bereits 2008 wurde MySpace von Facebook überholt, welches ein ganz ähnliches Konzept hatte. Um trotzdem die hohen Mitgliedszahlen aufrechterhalten zu können, änderte die soziale Plattform ihr Konzept. Der Schwerpunkt lag seitdem weniger auf dem Pflegen virtueller Freundschaften und mehr auf dem Suchen neuer Bekanntschaften. Außerdem sollte das Schaffen einer neuen, kreativen Identität im Vordergrund stehen, wenn es nach Co-Präsident Mike Jones ginge. Das multimediale Image sollte jedoch weiter aufrechterhalten und noch ausgebaut werden.

Trotz aller Bemühungen wurden 2006 einige Mitarbeiter entlassen. 2011 folgte dann die Trennung von MySpace und News Corporate. Übernommen wurde die Firma von Specific Media. Trotz zahlreicher Relaunch-Versuche wurde das “alte” MySpace geschlossen. Eine Betaversion steht zwar zur Verfügung, bestehende Nutzerdaten, Profile und Dateien können allerdings nicht übernommen werden. Einen Aufschwung erlebte die Plattform nicht. 2017 rangierte die Website auf Rang 3.202 der meistbesuchten Internetseiten.

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