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Identitätsdiebstahl

Was ist Identitätsdiebstahl?

Die schöne Welt der digitalen Vernetzung, bis es zum Identitätsdiebstahl kommt. Wir informieren uns in Suchmaschinen und Wikipedia, kommunizieren via E-Mail, Facebook und Twitter, kaufen online ein oder erledigen unsere Bankgeschäfte bequem von zu Hause aus. Dumm nur, dass wir damit viel von uns preisgeben und leider merken die Wenigsten, dass Kriminelle ihre Identität längst gestohlen haben.

Wenn unerwartet Rechnungen ins Haus flattern

Identitätsdiebstahl heißt es, sobald Diebe fremde Identitäten nutzen, um sich zu bereichern. Dass ihre Daten in der Hand von Kriminellen sind, merken Betroffene oftmals erst dann, wenn unerwartet Rechnungen ins Haus flattern. In den meisten Fällen sind es digitale Produkte, die auf diese Weise erworben werden. So wandern zum Beispiel E-Books, Hörbücher und Software durchs World Wide Web, ohne dass der vermeintliche Besteller davon etwas hat. Auch Abonnements für Dating-Portale, Video-Streaming oder Mobilfunkverträge schließen Diebe gern auf eine fremde Person ab. Doch nicht nur das! Mit einem Identitätsdiebstahl können unliebsame Zeitgenossen in sozialen Netzwerken unerkannt Behauptungen über andere aufstellen, Liebeserklärungen sowie politische Statements abgeben. Eine besonders perfide Art von Identitätsdiebstahl, deren Imageschaden die betroffene Person oft nur schwer wiedergutmachen kann.

Täuschen und Hacken – beliebte Methoden von Cyberdieben

Um einen Identitätsdiebstahl bewerkstelligen zu können, fahren Cyberdiebe zwei Schienen. Die eine ist, Internetnutzer zur Herausgabe von relevanten Daten zu bewegen. Das geschieht über sogenannte Phishing-Mails und -seiten, in denen sie sich beispielsweise als Bank, Hosting- bzw. Telekommunikationsdienstleister ausgeben und zum vermeintlichen Abgleich die Eingabe von Passwörtern, PIN’s und TAN’s verlangen. Dasselbe machen sie in sozialen Netzwerken. Doch nicht immer gelingt das und so versuchen sie es mit dem Hacken von Computern, indem Sie Schad- sowie Spähsoftware installieren. Dies geschieht in der Regel mittels E-Mailanhängen oder Social-Network-Messengern. Außerdem wird es ihnen oft leichtgemacht, schlecht gewählte Passwörter zu knacken und sich in WLAN-Verbindungen einzuhängen. Sogar in Netzwerke großer Firmen sind sie schon eingedrungen und haben millionenfach sensible Daten geklaut.

Sichere Passwörter und Webseiten minimieren das Risiko

Hundertprozentig kann sich niemand vor einem Identitätsdiebstahl im Netz schützen. Allerdings ist jeder in der Lage, einen Beitrag zu leisten, das Risiko niedrig zu halten. Das Beste wäre natürlich, seine Daten nicht erst preiszugeben. Dann aber ist eine Internetnutzung kaum möglich. Allein dazu benötigt man einen Account beim Provider. Entscheidend für den Zugang ist hier das Passwort. Es sollte, wie bei allen anderen Plattformen aus mindestens 8 bis 10 Buchstaben, kombiniert mit Zahlen und Sonderzeichen, bestehen. Ratsam ist, für jedes Nutzerkonto einen neuen Zugangscode festzulegen, der periodisch gewechselt wird. Bei Neuanmeldungen ist Vorsicht geboten und genau zu prüfen, wer hinter dem Anbieter steckt. Persönliche Daten sollte man im Übrigen nur über gesicherte Webseiten mit dem Kürzel https eingeben. Wer darüber hinaus regelmäßig Virenschutz-, Browser- sowie Systemupdates durchführt, steht in Sachen Identitätsdiebstahl weitgehend auf der sicheren Seite.

Identitätsdiebstahl passiert – was ist zu tun?

Wer aktiv im Internet surft oder sogar als Marketer arbeitet – mehr noch, wenn er zusätzlich seine Bankgeschäfte online abwickelt – ist gut beraten, Kontobewegungen regelmäßig zu checken. Sobald unklare Abbuchungen zu sehen sind, heißt es, sofort die Bank zu informieren. Je schneller das geschieht, desto besser! Hat der Betroffene den Vorfall einmal gemeldet, ist das Geldinstitut für weitere Schäden haftbar. Bei Notwendigkeit sind die Zugänge bzw. die Bankkonten vollständig zu sperren. Ebenso sollten die Passwörter relevanter Plattformen zeitnah ausgetauscht werden. Dasselbe gilt, wenn unberechtigte Personen in sozialen Netzwerken unter falschem Namen agieren oder gar die Identität des Nutzers angenommen haben. Hier ist es erforderlich, sowohl den Support als auch sämtliche Kontakte zu informieren. Zusätzlich können Geschädigte in allen Fällen von Identitätsdiebstahl Verbraucherzentralen zurate ziehen.

Bei Identitätsdiebstahl Strafanzeige stellen

Wird ein Identitätsdiebstahl bemerkt, sollte der Geschädigte, neben der Meldung an die Bank oder den Support der betreffenden Plattform, auch eine Strafanzeige stellen. Überwiegend wird diese zwar gegen Unbekannt laufen, das ist aber egal. Wird ein Täter gefasst, kann der Staatsanwalt ihm bereits angezeigten Fälle zuordnen und zur Last legen. Cyberkriminelle haben sich größtenteils mehrerer Vergehen schuldig gemacht. Sie haben verbotenerweise Daten ausgespäht, haben Computerbetrug bzw. Betrug schlechthin begangen oder Cybermobbing in Verbindung mit ID-Missbrauch betrieben. Auch Unternehmen, die Daten unberechtigt an Dritte weitergeben, respektive leichtsinnig mit ihnen umgehen, machen sich strafbar. Letztere sind in Deutschland leicht auszumachen. Schwieriger wird es mit Phishing-Mails und -seiten. Die Herausgeber haben ihre kriminellen Aktivitäten auf Server in der ganzen Welt verteilt und sind schwer zu lokalisieren. Hier bleibt am Ende nur die Befriedigung, durch geeignete Gegenmaßnahmen endlich Ruhe vor ihnen zu haben.

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