Crash Reporting

Was ist Crash Reporting?

Crash Reporting ist eine Softwareanwendung, um Berichtsabsturzdetails zu identifizieren. Softwareentwickler nutzen dieses Tool, um das zugrunde liegende Problem bei Abstürzen in der Produktion, in Entwicklungs- und Testumgebungen zu diagnostizieren und gezielt zu beheben. Die Absturzberichte beinhalten Daten wie Stack-Straces, Crashtyp, Trends und Version der Software. Eine Implementierung von Crash Reporting als Teil des Entwicklungszyklus hat sich zu einem Standard entwickelt, der zum Teil kostenlos angeboten wird. Die Anwendung bildet eine wichtige Funktionalität im fortlaufenden Unternehmensprozess und im Lösungsportfolio.

Crash Reporting Anwendungen

Windows

Windows nutzt den Crash Report Windows-Fehlerberichterstattung. Dieser Dienst fordert den Benutzer auf, Absturzberichte an Microsoft zur Onlineanalyse zu senden. Eine zentrale Datenbank von Microsoft legt diese Informationen ab. Dieses Informationsmedium soll dem für den Absturz verantwortlichen Entwicklungsteam helfen, das Problem zu beheben. Windows besitzt die fortschrittlichste Form der Online-Absturzanalyse und kann zusätzlich Informationen sammeln. Hierfür ist die Benutzergenehmigung erforderlich.

Eine weitere Fehlerberichtsbibliothek für Windows ist CrashRpt. Hier handelt es sich um ein leichtgewichtiges Open-Source Framework zur Fehlerbehandlung für Anwendungen, die in Microsoft Visual C ++ erstellt wurden und unter Windows ausgeführt werden. CrashRpt fängt unbehandelte Ausnahmen ab, erstellt eine Crash-Minidump-Datei und einen Crash-Deskriptor im XML-Format. Die vorhandene Schnittstelle ermöglicht dem Benutzer den Crash-Bericht zu überprüfen und anschließend komprimiert an das Software-Support-Team zu senden.

Mac OS X

In Mac OS X ist der Crash Report unter System/Library/CoreServices/Crash Reporter.app zu finden. Diese Applikation sendet die sogenannten Unix-Crash-Logs zur Prüfung an Apple. Das oberste Textfeld des Fensters zeigt das Crashprotokoll, während das untere Feld für Kommentare der Benutzer zur Verfügung steht. Als Rückmeldung für den Anwendungshersteller nutzt Crash Reporter.app drei Hauptmodi, die gemeldet werden.

GNOME

Die GNOME-Plattform verwendet für ihr Crash Reporting Bug Buddy. Stürzt eine Anwendung der GNOME-Bibliotheken ab, generiert Bug Buddy automatisch einen Stack-Trace mithilfe von gdb und fordert den Benutzer auf, den Report an GNOME Bugzilla zu senden. Der Benutzer kann dem Report Kommentare hinzufügen und den Bericht detaillierter anzeigen.

Mozilla

Die Mozilla-Software nutzte den Absturzreport Talkback, der bis Version 1.8.1 verwendet wurde, um Abstürze der Produkte an einen zentralisierten Server zur Aggregation oder fallweisen Analyse zu melden. Stürzt ein Mozilla-Produkt bei aktiviertem Talkback ab, wird der Talkback-Agent angezeigt, der den Benutzer auffordert, optionale Informationen zum Absturz bereitzustellen. Talkback wurde in Firefox seit Version 3 durch Breackpad ersetzt: Es wurde von Google und Mozilla entwickelt und ist seit 2007 in Firefox unter Windows, Mac OS X und Linux enthalten.

Crash Reporting in mobilen Betriebssystemen

Android

ACRA ist eine Bibliothek, mit der Android-Anwendungen ihre Absturzberichte automatisch auf einem GoogleDoc-Formular veröffentlichen können. Es richtet sich an Entwickler von Android-Anwendungen, um ihnen zu helfen, Daten von ihren Anwendungen zu erhalten, wenn sie abstürzen oder sich irrtümlich verhalten. ACRA, Firebase Crash Reporting und Crashlytics sind die meist genutzten Crash Reports.

iOS

Bei Fehlern der Anwendungen in iOS wird durch das Crash Reporting ein detaillierter Bericht erstellt. Die Fehler werden in Probleme gruppiert, die auf Stack-Traces basieren und nach dem Schweregrad der Auswirkung auf die Benutzer sortiert. Neben den automatischen Berichten können benutzerdefinierte Ereignisse protokolliert werden, um die Schritte zu erfassen, die zu einem Absturz geführt haben. Um serverseitige Fehler zu melden, werden folgende Tools genutzt: Appsee, Buddybuild, Bugsee, Firebase, Instabug, Xcode (und noch weitere).

Häufige Absturzberichte und Fehlermeldungen

Auswertungen zufolge lässt sich zusammenfassen, dass Probleme während des Startvorgangs (auch Bootvorgang genannt) entstehen. In diesem Fall empfiehlt sich eine Aktualisierung des BIOS-Systems. Dabei handelt es sich um das Basic Input-/Output-System, bei welchem der Mikroprozessor beim Systemstart das Betriebssystem lädt. Befindet sich z. B. Windows im abgesicherten Modus während des Starts, kann auch ein Treiberproblem die Ursache des Absturzes sein.

Ist dies nicht der Grund, kann eine fehlerhafte Festplatte der Auslöser sein. Ein Indiz liefert neben Problemen beim Hochfahren auch eine verlangsamte Nutzung der Dateien. Auch in diesem Fall kann die BIOS-Fehlermeldung mehr Aufschluss geben: Durch das Auslesen der Diagnoseinformationen der Festplatte wird über die Freeware Crystal-DiskInfo eine fundierte Prognose geliefert.

Eine weitere Absturzgefahr im Bootvorgang besteht bei einer zu hohen Grafikkapazität. Befindet sich der Bootvorgang bereits in der letzten Etappe, sollte das System im abgesicherten Modus neu gestartet und der Grafikkartentreiber deinstalliert werden. Durch das Überprüfen der Grafikkarte im Steckplatz kann ebenfalls ein Crash vermieden werden. Plötzlich auftretende Abstürze können auch durch eine zu hohe Systemlast verursacht werden. Durch eine entsprechende Anwendung im Betriebssystem zur Messung der Rechnertemperatur kann dieser Absturztyp verhindert werden.

Datenschutz

Während eines Crash Reportings werden keine personenbezogene Daten (z. B. Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern) gesammelt. Die Daten, die durch die Protokollierungen erfasst werden, enthalten auch bei der Anforderung zusätzlicher Daten keine Informationen, die den Entwicklern eine Identifizierung von Personen ermöglicht.


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