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Social Bookmarking

Was bedeutet Social Bookmarking?

Social Bookmarking ist ein zentralisierter Online-Dienst, mit dem Benutzer Lesezeichen von Webdokumenten hinzufügen, kommentieren, bearbeiten und teilen können. Seit 1996 kamen immer neue Online-Lesezeichenverwaltungsdienste auf den Markt; Delicious, gegründet 2003, etablierte die Begriffe “Social Bookmarking” und “Tagging”. Tagging ist ein wichtiges Merkmal von Social-Bookmarking-Systemen, das es Benutzern ermöglicht, ihre Lesezeichen zu organisieren und gemeinsame Nachschlagewerke zu entwickeln.

Merkmale von Social Bookmarks

Im Gegensatz zur Dateifreigabe (Filesharing) speichert Social Bookmarking nicht die Ressourcen selbst, sondern lediglich Lesezeichen, die auf sie verweisen, an. Das heißt, es wird ein Link zu der mit einem Lesezeichen (Bookmark) versehenen Seite gesetzt. Diesen Lesezeichen können Beschreibungen in Form von Metadaten hinzugefügt werden, sodass Benutzer den Inhalt der Ressource verstehen können, ohne sie zuvor selbst herunterladen zu müssen. Solche Beschreibungen können Freitextkommentare sein, Stimmen für oder gegen ihre Qualität oder auch Tags, die kollektiv oder gemeinschaftlich zu einer Tag-Bibliothek werden. Dies wird auch als Social Tagging bezeichnet, “der Prozess, bei dem viele Benutzer Metadaten zu gemeinsamen Inhalten in Form von Schlüsselwörtern hinzufügen”.

In einem Social-Bookmarking-System speichern Benutzer also Links zu Webseiten, die sie sich merken und / oder teilen möchten. Diese Lesezeichen sind in der Regel öffentlich, können jedoch auch privat gespeichert und nur mit bestimmten Personen oder Gruppen geteilt werden. Die berechtigtem Personen können diese Lesezeichen normalerweise chronologisch nach Kategorie oder Tags oder über eine Suchmaschine anzeigen.

Community Funktionalität

Die meisten Social-Bookmark-Dienste ermutigen die Benutzer, ihre Lesezeichen mit informellen Tags anstelle des herkömmlichen browserbasierten Ordnersystems zu organisieren, obwohl einige Dienste auch Kategorien beziehungsweise Ordner oder eine Kombination aus Ordnern und Tags enthalten. Sie ermöglichen das Anzeigen von Lesezeichen, die einem ausgewählten Tag zugeordnet sind, und enthalten Informationen über die Anzahl der Benutzer, die sie mit einem Lesezeichen versehen haben. Einige Social-Bookmarking-Dienste ziehen auch Rückschlüsse aus der Beziehung von Tags, um Cluster aus Tags oder Bookmarks zu erstellen.

Viele Social-Bookmarking-Dienste stellen Web-Feeds für ihre Verzeichnisse bereit, einschließlich Listen, die nach Tags organisiert sind. Dadurch können Abonnenten auf neue Bookmarks aufmerksam werden, wenn sie von anderen Benutzern gespeichert, geteilt und markiert werden. Sie helfen auch dabei, Websites über die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit anderen Bookmarkern zu promoten. Da diese Dienste immer ausgereifter und beliebter geworden sind, haben sie zusätzliche Funktionen wie Bewertungen und Kommentare zu Bookmarks umgesetzt, oder die Möglichkeit zum Importieren und Exportieren von Lesezeichen aus Browsern. Üblich sind auch Features zum Versenden von Bookmarks per E-Mail, Webannotationen oder Gruppen und andere soziale Netzwerkfunktionen.

Entwicklung des Social Bookmarking

Das Konzept gemeinsamer Online-Bookmarks wurde vermutlich im April 1996 mit dem Start von itList, zu dessen Features öffentliche und private Bookmarks gehörten, erfunden. Ein weiteres System namens WebTagger, das von einem Team der Computational Sciences Division der NASA entwickelt wurde, wurde auf der sechsten internationalen WWW-Konferenz in Santa Clara vom 7. bis 11. April 1997 vorgestellt. WebTagger enthielt bereits einige fortschrittliche Social-Bookmarking-Funktionen einschließlich der Möglichkeit Lesezeichen über eine webbasierte Oberfläche zu teilen und organisieren, Kommentare zu verfassen, und Bookmarks nach Kategorien zu gliedern. Innerhalb der folgenden drei Jahre wurden Online-Bookmark-Dienste zunehmend beliebter und kompetitiver, mit Risikokapital ausgestattete Unternehmen wie Backflip, Blink, Clip2, ClickMarks, HotLinks und andere kamen auf den Markt. Sie stellten Ordner zum Organisieren von Lesezeichen bereit, einige der Dienste sortierten Lesezeichen automatisch in Ordnern ein (mit unterschiedlicher Genauigkeit).

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