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Was ist Visual Design?

Zahlreiche Studien belegen, dass Dinge, die fesselnd und attraktiv sind, besser funktionieren. So veranlasst ein gutes Visual Design die meisten Menschen zum Handeln, indem es inspiriert, fesselt und Verlangen erzeugt. Gemeint ist das überzeugende Look & Feel, das beim Betrachter die erhofften zielführenden Reaktionen auslöst.

Eine Webseite mit ansprechendem Visual Design ruft bei jedem Besucher unbewusst positive Emotionen hervor. Er bewertet die Seite besser und schätzt sie als glaubwürdiger ein, besonders, wenn noch eine gute Bedienerfreundlichkeit hinzu kommt. Genau dieser Zustand muss als absolut elementares Ziel des Visual Design betrachtet werden, ein Zustand, ohne den erfolgreiches E-Commerce nicht geht.

Wofür Visual Design?

Visual Design ist im Grunde genommen alles, was man von einer Webseite sieht, fühlt und erlebt. Entsprechend umfasst dieser Oberbegriff verschiedene Disziplinen wie Illustration, Grafik Design, Identity Design, Motion Design (Video & Animation) sowie Style Guides. Um die Ziele und Produkte von Unternehmen den Besuchern ihrer Webseiten schmackhaft zu machen, liefert Visual Design die passenden optischen Elemente. Gleichzeitig stellt es eine wichtige Schlüsselfunktion dar, wenn es darum geht, das Nutzungserlebnis der User mit der Usability der jeweiligen Webseite zusammenzubringen.

Es ist typisch für viele Menschen, dass sie vorschnelle Urteile fällen. Oft entscheidet nur eine zehntel Sekunde über den ersten Eindruck, den sie von etwas bis dato Unbekanntem bekommen. Das gilt für jede Webseite, für die der erste Eindruck des menschlichen Gehirns entscheidet, ob sie dem Betrachter gefällt. Das Ergebnis ist in der Regel, dass sich der Mensch entweder auf der Webseite wohl fühlt oder gleich zur Konkurrenz wechselt.

Besonders Faktoren wie Farben, Symmetrie, Struktur, Abstände, Textanteile oder Schriften spielen in diesem ersten Sekundenbruchteil der Betrachtung eine wesentliche Rolle für die ausgelösten Emotionen. Mit der richtigen Farbwahl können beispielsweise Wärme, Verspieltheit und Vertrauenswürdigkeit erzeugt werden. Entsprechend darf es nicht nur ein oberflächlicher Prozess sein, wenn es darum geht, User zu fesseln und zum Handeln zu bewegen.

Visual Design als Weg zur Kommunikation

Der erste Eindruck zählt auf dem Weg zu einer vielversprechenden Kommunikation. Dies gilt insbesondere für das optische Design einer Webseite. Insofern vermittelt Visual Design wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen der Webseite und ihren Besuchern.

Das Design fällt sofort ins Auge und kann so – ohne langes Nachdenken – wichtige Entscheidungen beeinflussen. Das beweist, dass Kommunikation nicht nur verbal stattfinden muss. Auch wenn eine optisch attraktive Webseite dem Benutzer ein gutes Erlebnis bietet, kommt dies einem Überreden gleich. Deshalb sollte regelmäßig geprüft werden, ob das Design für die Zielgruppe noch zeitgemäß und ansprechend ist.

Zielsetzung und Aufbau

Der Arbeitsweise beim Visual Design liegen grundsätzlich zwei Zielsetzungen zugrunde. Zunächst steht ein visuelles Signal einprägsam, spannend und relevant im Vordergrund mit dem Ziel, das Markenbild im Kopf des Webseitenbesuchers zu stärken. Das zweite Ziel baut letztlich hierauf auf, indem es die Webseite mit einem unsichtbaren Leitsystem ausstattet. Dieses hebt Navigationsebenen hervor, schafft Informationshirarchien und stellt weiteren Interaktionsraum zusätzlich zur Verfügung.

So erhält der User weiterreichende, dem Gesamtziel entsprechende Handlungsmöglichkeiten. Dabei muss beim Visual Design stets darauf geachtet werden, dass für den Betrachter der Webseite die Informations-Architektur sowie die zum Ziel führende Strategie nicht erkennbar sind. Er soll ein Verlangen auf weitere Interaktionen mit der Webseite bekommen.

Wesentliche Gestaltungsmerkmale als Basis für wirkungsvolles Visual Design

Ein gutes und zielgerichtetes Visual Design führt nur dann zum Erfolg, wenn grundlegende Gestaltungsmerkmale erkennbar sind. Zunächst einmal sollten bei der Umsetzung der eigenen Vorgaben eine bildschirmgerechte Darstellung übergreifender Gestaltungsrichtlinien beachtet werden, die auf psychologischer Wahrnehmung und physiologischem Sehen basieren.

Mit dieser Strategie sollen die Benutzer bezüglich Navigation und Konzeption zielorientiert geführt werden. Das bedeutet auch, dass das Layout den Blick für das Wesentliche freigibt, indem es berücksichtigt, dass augenfällige Hintergrundbilder und blinkende Grafiken ohne Botschaft nur Störfaktoren sind, die vom Wesentlichen ablenken. Benötigt wird ein sinnvolles Gestaltungs- und Navigationskonzept und der professionelle Einsatz von Bildern, Grafiken und Farben.

Besondere Beachtung verdient nicht zuletzt die Typografie im Interesse einer guten Lesbarkeit, da sich das menschliche Auge beim Lesen am Bildschirm grundsätzlich sehr schwer tut. Gerade für eine sinnvolle, zielgerechte Kommunikation sind eine richtige Schrift, ausreichende Zeilenabstände sowie passende Hintergrundfarben sehr wichtig.

Das Gleiche gilt für das funktionale Design, bei dem zentrale Usabilitystandards eingehalten werden sollen, beispielsweise eine übersichtliche Bedienoberfläche und eine verständliche grafische Umsetzung. Diese sollte unmissverständlich, multilingual und einfach sein und überfrachtete Screens vermeiden. Nicht zuletzt sind Symbole und Icons über Sprachgrenzen hinweg verständlich und verdeutlichen komplexe Zusammenhänge.

Fazit

Vieles, was auf den ersten Blick für toll gehalten wird, stellt sich nach genauerer Betrachtung als schlechte Lösung heraus. Einer optischen Erneuerung mit Hilfe von Visual Design sollte deshalb stets eine Analyse der Strategie, der Zielgruppe und vor allem der Ziele vorausgehen. Nur so ist es möglich, die Ansprüche der Benutzer und die geschäftlichen Anforderungen mit der technischen Machbarkeit unter einen Hut zu bringen. Beim Visual Design geht es letztlich immer um das Konzept, das die Bedürfnisse und den Nerv der Benutzer in einer fesselnden Erlebniswelt trifft.

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