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Webspace

Webspace bezeichnet den von einem Internet Service Provider (ISP) auf einem Server zur Verfügung gestellten Speicherplatz. Webspace kann für die Speicherung der Dateien einer Webseite wie Textdateien, Bilder, Skripte, Datenbanken, E-Mails und anderen Dateien genutzt werden. Im Rahmen des Cloud-Computing dient Webspace der Speicherung von Daten, die über das Internet zugänglich sein sollen, der Bereitstellung von Anwendungsprogrammen oder als Plattform für die Anwendungsentwicklung. Die Bereitstellung von Speicherplatz durch einen Dienstleister wird als Hosting bezeichnet. Die Bezeichnung der Dienstleister selbst ist Internet Service Provider (ISP) oder kurz Provider, Hoster oder Webhoster.

Hosting-Modelle für bedarfsgerechten Webspace

Je nachdem, wie groß der Bedarf an Speicherplatz für eine Webseite oder die Datenspeicherung ist, stehen unterschiedliche Hosting-Modelle zur Verfügung.

Shared-Hosting

Die einfachste Möglichkeit, Webspace zu nutzen bietet das Shared-Hosting. Beim Shared-Hosting wird die eigene Webseite auf demselben Server wie viele andere Websites gespeichert. Der Webspace des Servers kann auf einige wenige oder auf bis zu Hunderten von Websites aufgeteilt werden. Die einzelnen Webseiten teilen sich die Ressourcen, das heißt die Leistung des Arbeitsspeichers, der CPU und die Bandbreite der Internetverbindung, des Servers. Dieses Hosting-Modell ist günstig. Allerdings kann es bei hohem Traffic und vielen Seitenaufrufen einzelner Seiten zu Einschränkungen bei der Performance der anderen Webseiten kommen.

Virtuelle Server

Virtuelle Server oder vServer bieten mehr Freiräume bei der Nutzung des Speicherplatzes. Bei einem vServer handelt es sich nicht um einen eigenständigen Server, sondern um einen Teil eines physischen Servers. Je nach Rechenleistung können auf einem realen Server beliebig viele vServer mithilfe eines virtuellen Betriebssystems installiert werden. Ein virtueller Server ist also keine Hardware, sondern eine Software, die auf einem Server läuft. Jedem vServer wird ein Teil der Serverhardware, zum Beispiel ein Teil des Arbeitsspeichers und der Festplattenkapazität fest zugeteilt. Jeder vServer hat eine eigene IP und kann wie ein realer Server konfiguriert werden.

Dedicated Server

Bei einem Dedicated Server mieten Kunden einen eigenen, dedizierten Server von einem Provider. Die gesamte Leistung und der Speicherplatz stehen dabei dem Kunden uneingeschränkt zur Verfügung und müssen nicht mit anderen geteilt werden. Der Server befindet sich im Rechenzentrum des Providers und ist in der Regel dessen Eigentum. Der Benutzer erhält die volle Kontrolle über den Server einschließlich Root-Zugriff bei Linux-Sytemen oder Administrator-Zugriff bei Windows-Systemen. Dedizierte Server werden für umfangreiche Webprojekte, die viel Webspace und Leistung erfordern, genutzt. Kunden sind allerdings selbst für die Wartung verantwortlich.

Managed Server

Das Hosting-Modell Managed Server stellt Kunden ebenfalls einen eigenen, dedizierten Server mit den gleichen Vorteilen zur Verfügung. Kunden haben allerdings nicht die volle Kontrolle, wie Root-Zugriffe über den Server. Dadurch sollen unter anderem Probleme mit der Konfiguration durch Änderung, die der Nutzer durchführt, vermieden werden. Ein Managed Server wird vom Provider verwaltet, um sicherzustellen, dass die Hardware einwandfrei funktioniert.

Cloud-Hosting

Beim Cloud-Hosting stellt der Provider seinen Kunden ein skalierbares und zuverlässiges Hosting von Webspace für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. Je nach Erfordernis stellen Provider ihren Kunden aufeinander abgestimmte Betriebssysteme, Webserver, Datenbanken und mehr zur Verfügung, die von den Kunden selbst konfiguriert werden können, aber vom Anbieter gemanagt werden. Cloud-Hosting kann für Webhosting, Filehosting, Database-Hosting, Application-Hosting oder E-Mail-Hosting verwendet werden.

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