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Featured Snippets in der Google Suche – Funktionsweise und Empfehlungen

 

Featured Snippets in der Google Suche sind die direkte Darstellung bestimmter Suchergebnisse oberhalb der organischen Ergebnisliste. Sie haben also die Position Null auf der Ergebnisseite, ähnlich wie der Knowledge Graph.  Der Unterschied ist aber, dass die Informationen nicht nur aus der Google Datenbank oder aus Wikipedia stammen. Sie kommen von bestimmten Webseiten aus der organischen Suche, welche die beste Antwort auf eine bestimmte Suchanfrage liefern. Google erfasst die Informationen dabei über einen Algorithmus und erstellt die Snippets automatisch. Featured Snippets nehmen in den letzten Jahren in den Suchergebnissen immer mehr zu. Im Folgenden erklären wir euch, wie genau sie zustande kommen und wie man sie am besten für sich nutzen kann.

Funktionsweise der Featured Snippets

Featured Snippets bestehen meist aus einem Absatz und haben eine durchschnittliche Länge von etwa 40 bis 50 Wörtern. Sie erscheinen meist in Text- oder Listenform und sind oft mit einem Bild verknüpft. Sie können aber auch als Grafik oder Tabelle formatiert sein. Google sucht sich hierbei denjenigen Teil von Websites heraus, der die konkreteste Antwort auf die Suchanfrage des Users gibt. Featured Snippets erscheinen meist als Antwort auf eine W-Frage, also Wer, Wie, Was, Wo, Welches, Warum. Dies ist auch der von Google zunehmend genutzten Voice Search geschuldet.

Beispiel für ein Featured Snippet

Interessanterweise gibt es Featured Snippets nicht nur für Seiten, die eine gute Platzierung in Google und eine hohe Reichweite haben. Ausschlaggebend sind eher die Klickrate sowie die Verweildauer auf der jeweiligen Seite.

Empfehlungen für die Optimierung

Zunächst solltet ihr die W-Fragen identifizieren, die für die eure Seite interessant sind. Welche Fragen haben eure Kunden? Dies kann über die Nutzung von Keyword-Tools erleichtert werden. Ein sehr hilfreiches Tool ist hier etwa AnswerThePublic.com, welches nach Eingabe eines Keywords eine großer Anzahl relevanter W-Fragen anzeigt. Auch über den Operator site: in Google lassen sich bereits URLs identifizieren, welche Google als relevant für ein Featured Snippet erachtet. Eine weitere Möglichkeit, die richtigen Fragen herauszufinden, sind Kundenanfragen an Vertrieb, Marketing oder Kundensupport. Diese wertet ihr dann im eigenen Unternehmen aus.

Anschließend solltet ihr euch überlegen, wie ihr die jeweilige Frage möglichst einfach und aussagekräftig beantwortet. Dazu schaut ihr euch  am besten die Inhalte und Formate der Featured Snippets der Konkurrenz an. Beispielsweise nutzt Google oft html-Tabellen für die Erstellung der Snippets. Probiert hier einfach mal verschiedene Formate und Inhalte aus und überprüft, ob ihr dafür womöglich bereits ein Regular Snippet bekommt. Wichtig ist dabei, dass die Nutzer einen Anreiz zum Klick auf das Featured Snippet erhalten. Dann gehen sie trotz der vorhandenen direkten Informationen bei Google auch auf die Seite selbst.

Zudem solltet ihr die entsprechende URL intern mit der dazugehörigen W-Frage als Ankertext verlinken. Dadurch findet Google die entsprechende Seite leichter. Außerdem spielt auch die Usability der Seite eine große Rolle, also Ladezeiten, Aktualisierungen, Anteil an Werbung etc.. Weiterhin ist es wichtig, dass ihr neben der konkreten Antwort auf die Frage auch noch weitere themenrelevante Inhalte auf der Seite behandelt. Google geht hier auch immer mehr dazu über, verwandte Suchanfragen unterhalb der Featured Snippets aufzulisten.

Eine weitere Möglichkeit ist die Untersuchung der eigenen Regular Snippets in den Suchergebnissen. Die Featured Snippets sind nämlich größtenteils identisch mit denjenigen Regular Snippets, die 3 Zeilen haben. Habt ihr also Regular Snippets mit 3 Zeilen, seid ihr bereits auf einem guten Weg dahin, für dieses Ergebnis ein Featured Snippet zu erhalten. Eventuell erreicht ihr dies durch die Einbindung weiterer themenverwandter Inhalte auf der Seite.

Vor- und Nachteile

Der große Vorteil eines Featured Snippet für die eigene Seite ist die Platzierung auf der Position Null bei Google. Dadurch erhaltet ihr zum einen eine höhere Sichtbarkeit und Klickrate, da eure URL über allen anderen organischen Suchergebnissen verlinkt wird. Diese Verlinkung fällt durch das Format als Featured Snippet auch besonders auf. Zum anderen erhöht es das Vertrauen der Nutzer in die Seite, da sie von Google als besonders relevant eingestuft wird.

Ein Nachteil kann darin bestehen, dass die URL unter dem Featured Snippet weniger angeklickt wird, da alle wichtigen Informationen bereits in dem Snippet enthalten sind.
Sollte dies tatsächlich der Fall sein, gibt es die Möglichkeit, das Snippet mithilfe der Google Search Console manuell zu verhindern. Um einen solchen Effekt zu verhindern, solltet ihr darauf achten, dass Google nicht alle Informationen der jeweiligen Seite im Snippet verwendet. So werden beispielsweise oftmals Listen in den Featured Snippets nicht vollständig angezeigt. Dadurch erhalten die Nutzer trotz der angezeigten Informationen noch einen Anreiz zum Klick.

Copyright Titelbild: iStock/Digital Vision.

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