Automotive User Interfaces

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Was sind Automotive User Interfaces?

Der Fachbegriff Automotive User Interfaces setzt sich aus den englischsprachigen Wörtern “automotive” fĂŒr Automobil und “User Interfaces” fĂŒr Benutzerschnittstellen zusammen. Die klassischen Bedienelemente eines Autos wie Lenkrad, Gaspedal, Bremse oder Blinkerhebel gehören demnach zu diesen wichtigen Schnittstellen, in denen sich die Maschine Pkw durch den Menschen steuern lĂ€sst. Bedingt durch die zunehmende Computerisierung von Fahrzeugen wird aber zumeist dann von Automotive User Interfaces gesprochen, wenn es um moderne Benutzerinterfaces wie beispielsweise Navigations- oder Entertainmentsystem im Auto geht.

Sicherheitsaspekte und Bequemlichkeit beim Automotive User Interface

Automobilhersteller sind dafĂŒr bekannt, neue SchlĂŒsseltechnologien schnell in ihre Produkte zu integrieren. Treibende KrĂ€fte hinter diesem Innovationswillen sind ĂŒblicherweise zwei Kriterien: Autofahren soll möglichst bequem gestaltet werden und möglichst sicher sein. Daraus ergibt sich fĂŒr Automotive User Interfaces die Notwendigkeit intuitiver Bedienbarkeit, die den Fahrer nicht ablenkt. Aktuell setzen Ingenieure dafĂŒr zumeist Sprachsteuerung ein, meist in Kombination mit Touchdisplays.

Dadurch soll es dem FahrzeugfĂŒhrer ermöglicht werden, beispielsweise das NavigationsgerĂ€t oder die Musikanlage zu bedienen, ohne die HĂ€nde vom Lenkrad nehmen zu mĂŒssen. In modernen Oberklassemodellen sind lĂ€ngst Computersysteme verbaut, die in ihrer Rechenleistung problemlos mit Desktop-PCs zu vergleichen sind. Um den Sicherheitsaspekt Rechnung zu tragen, sind Automotive User Interfaces im Normalfall aber exklusiv entwickelte Systeme, die durch redundante Konstruktion und ein abgeschottetes Netzwerk sowohl ausfallsicher als auch vor Hackerangriffen geschĂŒtzt sein sollen.

Online-Marketing und Automotive User Interfaces

FĂŒhrende Computerunternehmen wie Google, Apple oder Microsoft sehen in Automotive User Interfaces eine Chance, ihre GeschĂ€ftsmodelle in die automobile Welt zu ĂŒbertragen. Google entwickelt etwa unter dem Namen Android Automotive seit Jahren ein Betriebssystem, das auch unabhĂ€ngig von einem Smartphone funktioniert. Apple hingegen sucht durch CarPlay den Weg in die Infotainment-Systeme von PKWs. Microsoft kooperiert mit der Automobilindustrie in Programmen wie Blue&Me und Toyota Connected. Generell sollen alle diese Projekte die von mobilen EndgerĂ€ten gewohnten Anwendungen wie Karten, Playlists und Messengern auf die Displays von Autos bringen. Dort greifen dann Maßnahmen des Online-Marketings, um beispielsweise ortsabhĂ€ngig Informationen oder Werbung auszuspielen.

Die milliardenschwere Übernahme des Kartendienst HERE durch Audi, BMW und Daimler zeigt aber auch, dass Premium-Marken unter den Automobilherstellern bislang noch davon ausgehen, eigene Lösungen anbieten zu können und nur bedingt nach Kooperationen mit Google, Apple und Co. suchen. Denn wer zukĂŒnftig ĂŒber den Datenschatz von Automotive User Interfaces wie Standortdaten und Nutzerverhalten verfĂŒgt, wird am ehesten in der Lage sein, diese durch Zusammenarbeit mit Versicherungen, Entertainmentanbietern, WerkstĂ€tten und Ă€hnlichen Partnern zu monetarisieren.

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