Cross-Cultural User Concepts

Cross-Cultural User Concepts

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Was ist Cross-Cultural User Concepts?

Cross-cultural User Concepts sollten als Teamleistung von Marketing und Vertrieb, Programmierung, Einkauf und auch Kultur- und Sprachwissenschaftlern angelegt werden. Nicht alle Unternehmen oder Webangebote bauen ihren Online-Auftritt strukturiert und mit einem Gesamtkonzept auf. Oftmals entwickeln sich diese durch “Trial and error”, sodass mit der Zeit ein sehr gutes, nutzerfreundliches Angebot entstehen kann. Schon alleine die Funktionalit├Ąten auf dem “Inlandsmarkt” gut zu verkn├╝pfen und die g├Ąngigsten Zahlungsdienstleister und Zustellservices zu integrieren ist jede Menge Aufwand.

Noch komplizierter wird es, wenn kulturelle Unterschiede pl├Âtzlich von Bedeutung sind. Es m├╝ssen Nutzerfahrungen, Klickwege und Funktionalit├Ąten entwickelt werden, die im Zielland gut ankommen.

Die Lokalisierung von Angeboten

Cross-Cultural User Concepts sind die Br├╝cken zwischen den einzelnen L├Ąndern und Zielm├Ąrkten. Die “Br├╝ckenbauer” und Gestalter der Systeme sollten nicht nur, sondern sie m├╝ssen auf alle Facetten achten, die die Akzeptanz eines Angebots in einer Kultur befeuern k├Ânnen. Denken Sie dabei unter anderem an:

Die Farbwahrnehmung in einzelnen L├Ąndern und Kulturkreisen unterscheidet sich erheblich. Insbesondere bei den Farben, die f├╝r Trauer und f├╝r Freude stehen, kann es erhebliche Unterschiede geben. W├Ąhrend in Deutschland eher schwarz als klassische Trauerfarbe ÔÇô oder andererseits auch Farbe f├╝r Kompetenz und Seriosit├Ąt angesehen wird, gibt es beispielsweise f├╝r den Irak die Auffassung, dass eher wei├č eine Trauerfarbe w├Ąre.

Deshalb sollten Cross-Cultural User Concepts bzw. die Gestaltung der Schnittstelle zu den Nutzern von Angeboten m├Âglichst unter Einbeziehung von Menschen gestaltet werden, die eine hohe kuturelle Affinit├Ąt zum Zielland haben oder sogar dort wohnen. Im Rahmen einer Internationalisierungsstrategie bietet sich dann an, die zentralen unternehmerischen Funktionen beispielsweise pro Kontinent in einer Zentrale zu b├╝ndeln. Die Federf├╝hrung ├╝ber die Details der Gestaltung sollten aber die jeweiligen Landesgesellschaften innehaben.

Cross-Cultural User Concepts sollten darauf achten, dass kulturelle Werte nicht verletzt werden: Denken Sie an bekannte Beispiele wie das Verbot Gott oder bestimmte Tiere abzubilden. Eine falsch designte Webseite oder deren Content k├Ânnen sehr schnell zu Aufregung f├╝hren und dem Gesch├Ąft eines Unternehmens nachhaltig schaden. In den letzten Jahren gab es viele Beispiele dazu in der Sch├Ânheits- und Kosmetikindustrie. Hier sind nicht nur die Sch├Ânheitsideale komplett unterschiedlich, sondern auch die Toleranzgrenzen insbesondere was die Abbildungen weiblicher K├Ârper angeht.
Schon vor Jahren br├╝steten sich die Entwickler von Software bzw. k├╝nstlicher Intelligenz, dass Sie komplette und fehlerfreie ├ťbersetzungen liefern k├Ânnten. Damit w├Ąren die sprachlichen Bestandteile von Cross-Cultural User Concepts in Nullkommanix und zu fast vernachl├Ąssigbaren Kosten angepasst.

Allerdings verga├čen Sie dabei, dass die Entscheidungswege eines Computerprogramms auf absehbare Zeit viel zu wenig ausgekl├╝gelt sind: Selbst so einfache Dinge wie Ironie oder Sachlichkeit lassen sich nicht eindeutig operationalisieren. Vor allem verwendet jede Webseite oder jeder Sprecher das einzelne Wort ganz unterschiedlich – je nach Kontext. Deshalb lassen sich wohl nur einfachste Teile wie die Bezeichnungen von Men├╝-Punkten automatisch anpassen.

Manche Sprachen sind auch deutlicher und ein bisschen lauter im Au├čenauftritt von Unternehmen. Misslungene Cross-Cultural User Concepts lassen sich in Internetangeboten so manches Shopping TV-Senders finden, bei denen europ├Ąische Kunden in ungewohnter Lautst├Ąrke angeschrien werden.

Was Cross-Cultural User Concepts alles leisten m├╝ssen, k├Ânnen Sie auch anhand langj├Ąhriger Trends und sich ver├Ąndernder Werte erkennen. Wenn Sie an die Kinofilme der 80er- und 90er-Jahre denken, dann finden sich viele Design- und Handlungselemente, die Sie aktuell in einem Online-Angebot nicht verwenden sollten.

Weil sie entweder Gef├╝hle st├Âren oder direkt anecken, weil sie die ├Ârtliche Gesetzgebung nicht beachten:
├ťberbordendes Gesundheitsbewusstsein hat beispielsweise dazu gef├╝hrt, dass rauchende Cowboys oder alkoholische Getr├Ąnke genie├čende Menschen in Filmen oder Angeboten f├╝r bestimmte Zielgruppen nicht mehr erw├╝nscht sind.

Beim Designen von Unternehmenslogos oder auch ganz konkret User interfaces sollten diese l├Ąnderspezifischen Gewohnheiten oder Beschr├Ąnkungen bedacht werden. Cross-Cultural User Concepts m├╝ssen in vielerlei Hinsicht wie ein Cham├Ąleon wirken und arbeiten. Und sich in Aussehen und Gestalt sowie der Motiv- und Designsprache als positiv bewerteten Standards anschlie├čen.

Cross-Cultural User Concepts erfordern kreative Gestalter

Nur Angebote mit reinem Nutzwert und einem sehr fokussierten Angebot werden in vielen L├Ąndern und Kulturkreisen ├Ąhnlich aussehen. Eine Flugsuchmaschine oder ein Vergleichsportal werden wohl l├Ąnder├╝bergreifend niedrige Preise und gute Leistungen der jeweiligen Anbieter herausstellen.

Angebote, die eine weitergehende Interaktion mit dem Nutzer beinhalten, sollten dagegen eine Technik aus dem station├Ąren Handel ├╝bernehmen: Dort gibt es Kundenlaufstudien, um die Bewegung der Kunden im Laden n├Ąher zu analysieren.

Die Entsprechung in der Online-Welt ist der Click Path . Eine detaillierte Analyse kann zeigen, welche Angebote ÔÇô vielleicht unerwarteterweise ÔÇô bei den Nutzern sehr gut ankommen. Und ob es vielleicht bestimmte Design- oder Gestaltungselemente geben w├╝rde, die zu Warenkorbabbruch oder dem sofortigen Verlassen des Angebots verleiten w├╝rden.

Wenn Unternehmen auf der Erfolgswelle surfen m├Âchten, dann sollte neben den Programm- und Sortimentsprofis unbedingt auch die Sprachwissenschaftler und die Kulturexperten befragt werden. Eine Agentur f├╝r Online-L├Âsungen kann dabei auf einen Pool von Experten zugreifen, die ihr Wissen gerne einbringen und ein Momentum erzeugen werden.


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