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Hypertext

Was ist ein Hypertext?

Hypertext ist ein Text, der nicht linear sein muss und der Links zu anderen Texten enthält. Es ist eine nichtlineare Art, Informationen zu präsentieren. Anstatt den Text in der Reihenfolge zu lesen oder zu lernen, die ein Autor, Redakteur oder Verleger vorgibt, können Leser des Hypertextes ihren eigenen Weg gehen, ihre eigene Ordnung schaffen. Dies wird durch Erstellen von “Verknüpfungen” zwischen Informationen erreicht. Diese Links können Leser nutzen, um zu weiteren Informationen über ein bestimmtes Thema zu “springen”, die möglicherweise wiederum Links enthalten, die jeden Leser in eine andere Richtung führen.

Geschichte des Hypertextes

Die Anfänge des Hypertextes gehen auf das Jahr 1945 zurück, als Vannevar Bush, ein Elektroingenieur, seine Ideen zu Memex (Memory Extender) veröffentlichte. Memex war ein mechanisch verbundenes Informationsspeichersystem, in dem Mikrofilme zum Speichern und Bearbeiten von Informationen verwendet werden. Dieses System existierte jedoch nur theoretisch und wurde nie realisiert. Der Begriff Hypertext tauchte erstmals zwanzig Jahre später auf und wurde 1965 von Ted Nelson geprägt. Zwischen 1965 und 1991 wurden einige Hypertextanwendungen speziell für Apple-Computer erstellt. Das Jahr 1991 brachte mit der Erfindung des World Wide Web eine große Veränderung in der Verwendung von Hypertexten.

Traditioneller Text, literarisch und nicht-literarisch, ob in gedruckter Form oder in Computerdateien, ist sequenziell. Das bedeutet, dass es eine einzige lineare Sequenz gibt, die die Reihenfolge definiert, in der der Text gelesen werden soll. Hypertext ist nicht sequenziell. Es gibt keine einzelne Reihenfolge, die bestimmt, wie der Text gelesen werden soll. Literarischer Text ist jedoch oft nicht linear, was die Erzählstruktur betrifft. Aufgrund der Druckbeschränkungen wird ein nichtlinearer Text dargestellt, der linear gelesen werden muss, das heißt Seite für Seite vom Anfang bis zum Ende. Hypertext bricht mit dieser Tradition, weil der Leser keiner festen Reihenfolge folgen muss. Ein Hypertextsystem kann Textstücke oder andere Informationen, zum Beispiel grafische Symbole, Bilder, Tabellen, Videoclips und Töne enthalten, die miteinander verknüpft sind. Die einzelnen Text- oder Informationseinheiten heißen Knoten. Die Verbindung zwischen zwei Knoten – dem Anker oder Ausgangsknoten und dem Zielknoten – wird durch Verbindungen, den Hyperlinks, hergestellt.

Ursprüngliche Idee hinter Hypertext

Einer der ursprünglichen Zwecke des Hypertext war die Speicherung und Verwaltung von Textdokumenten. Mit der Verbesserung der Computer- und Telekommunikationstechnologie wurden die Möglichkeiten von Hypertextsystemen auf digitalisierte Medien wie Ton und Bild ausgedehnt. Dieser Zusatz von verschiedenen Arten miteinander verknüpfter Medienformen, auf die nichtlinear zugegriffen wird, werden Hypermedia genannt. Eine Kombination aus Text, Grafik, Video oder Ton kann einfach in einem Hypermedia-Dokument verknüpft werden, um eine reichhaltige, oft interaktive Umgebung zu bieten.

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