ownCloud

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Was ist ownCloud?

Mit der Webanwendung ownCloud lassen sich eigene Cloudspeicher-Dienste aufbauen. Die freie Software ist in PHP und JavaScript geschrieben und l├Ąsst sich auf eigenen Servern installieren. Sie liefert ├Ąhnliche Funktionen wie Dropbox, Microsoft OneDrive und Google Drive f├╝r das Speichern, Ver├Âffentlichen und Synchronisieren von Dateien und Verzeichnissen.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich PHP haben, dann k├Ânnen Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren.

Gerade beim Speichern von sensiblen Daten z├Âgern viele Privatanwender und Firmen, ihre Daten einem Cloudspeicher-Dienst anzuvertrauen. Manche Anbieter stehen in dem Ruf, die Privatsph├Ąre ihrer Kunden nicht ernst genug zu nehmen und komplizierte, mit Hintert├╝ren versehene Datenschutzbestimmungen zu haben.

ownCloud erm├Âglicht die Einrichtung einer Cloud auf eigenen oder gemieteten Servern in Heim- und Firmennetzwerken oder bei einem Webhoster im Internet. Abgesehen von den Kosten f├╝r das Hosting oder den Serverbetrieb entstehen keine weiteren Ausgaben f├╝r die Nutzung eines kommerziellen Dienstes. Dar├╝ber hinaus sind die Dateien und pers├Ânlichen Daten vor neugierigen Blicken und der Vermarktung durch den Betreiber gesch├╝tzt. Vor allem Unternehmen k├Ânnen mit der Software firmeninterne Cloudspeicher aufbauen, ohne auf externe Ressourcen angewiesen zu sein.

Editionen, Lizenzen und Unterschiede zu NextCloud

F├╝r die Entwicklung der Software ist die N├╝rnberger ownCloud GmbH verantwortlich, die der KDE-Entwickler Frank Karlitschek im Jahre 2011 gegr├╝ndet hatte. Bereits ein Jahr zuvor hatte Karlitschek die Arbeit an der freien Cloud-Storage-Software begonnen. 2016 verlie├č er die Firma aufgrund nicht benannter Differenzen und begr├╝ndete das Projekt Nextcloud, welches ownCloud sehr ├Ąhnlich ist.

Beide Anwendungen sind zun├Ąchst unter der GPL-Variante AGPL lizenziert. Die Open-Source-Lizenz schlie├čt eine L├╝cke in der GPL, die es Anbietern von Webanwendungen erlaubt, den Quellcode geheim zu halten. ownCloud ist dar├╝ber hinaus dual-lizenziert. Neben der freien Community-Edition ist eine Enterprise-Edition mit einer Closed-Source-Lizenz verf├╝gbar, die zus├Ątzliche Funktionen enth├Ąlt. In der Open-Source-Edition fehlen beispielsweise die Integration mit Microsoft SharePoint und Windows Netzwerk-Laufwerken sowie der Ransomware-Schutz.

Funktionen

ownCloud bietet viele Funktionen, die auch bei anderen Cloud-Storage-Systemen zu finden sind. Dateien und Verzeichnisse lassen sich ├╝ber die Weboberfl├Ąche, mit Desktop- und Smartphone-Apps oder per WebDAV herauf- und herunterladen. In der Webanwendung k├Ânnen Nutzer die Dateien direkt auf dem Server verschieben, kopieren und umbenennen. Zus├Ątzlich zu den lokal und online gespeicherten Dateien kann ownCloud externe Speicherdienste wie Dropbox, FTP-Server und Amazons Speicherdienst S3 einbinden. Mit den Client-Apps lassen sich lokale Verzeichnisse synchronisieren, sodass die Daten auf allen Ger├Ąten verf├╝gbar sind.

Die Webanwendung eignet sich f├╝r das Speichern von privaten und sensiblen Daten, da es die Dateien auf dem Server verschl├╝sselt. F├╝r zus├Ątzliche Sicherheit sorgt die SSL-verschl├╝sselte Daten├╝bertragung. Des Weiteren ist ein Rechtesystem enthalten, das Zugriffe durch einzelne Benutzer und Gruppen beschr├Ąnkt und kontrolliert. F├╝r das Anmelden kommen einfache Passw├Ârter, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder LDAP zum Einsatz.

ownCloud enth├Ąlt viele weitere Funktionen, die entweder in der Standardinstallation enthalten sind oder sich mit Plugins nachr├╝sten lassen. Dazu z├Ąhlen:

  • Abspieler und Betrachter f├╝r Bilder, Audiodateien, Office-Dokumente und E-Books
  • Passwortmanager, Kalender und Adressb├╝cher
  • Lesezeichen und ├Âffentliche Links
  • Integration mit den Webmail-Clients Rainloop und Afterlogic

Technische Anforderungen

Client-Anwendungen stehen f├╝r die Betriebssysteme Windows, Linux, macOS und andere Unix-Systeme sowie iOS und Android zur Verf├╝gung.

Seit der Version 8.0 unterst├╝tzt ownCloud nur noch aktuelle Linux-Systeme als Serverplattform. Es gibt jedoch offizielle VirtualBox-Abbilder, die sich unter Windows nutzen lassen. Als Webserver wird mindestens die Apache-Version 2.4 mit PHP 5.6 oder h├Âher ben├Âtigt. Alternativ l├Ąsst sich Nginx mit dem PHP-FPM-Modul nutzen. Des Weiteren ist eine Datenbank erforderlich. Verf├╝gbare Datenbank-Systeme sind MySQL, MariaDB, SQLite, PostgreSQL und Oracle 11g.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich eines Online Marketing Themas haben, dann k├Ânnen Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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