UMTS

Was bedeutet UMTS?

UMTS (“Universal Mobile Telecommunication System”) ist ein Mobilfunkstandard der 3. Generation. Dieser Standard wird daher auch mit dem K├╝rzel 3G bezeichnet. Mit UMTS und 3G ist schnelles Surfen im Internet mit mobilen Endger├Ąten wie Smartphones und Tablets m├Âglich. Durch die neue Funkzugriffstechnik, die als Wideband CDMA bezeichnet wird, ist es mit UMTS m├Âglich, in kurzer Zeit gro├če Datenpakete zu ├╝bertragen. Unter optimalen Bedingungen mit der Einbeziehung von HSDPA k├Ânnen ├ťbertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s erreicht werden. Gegenw├Ąrtig wird UMTS durch LTE abgel├Âst.

UMTS – ein Meilenstein im mobilen Internet

Nicht oft erlangt die Einf├╝hrung eines neuen technischen Standards mediale Aufmerksamkeit. Bei UMTS war das anders. Denn die Lizenzen f├╝r Deutschland wurden im Jahr 2000 in einem Bieterverfahren versteigert. Durch den Verkauf der Lizenzen nahm die Bundesrepublik Deutschland 98,8 Millionen DM (ungef├Ąhr 50 Mill. Euro) ein. Der damalige Finanzminister freute sich ├╝ber die Einnahmen und ├╝bersetzte das K├╝rzel UMTS mit den Worten: “Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden”. Die Euphorie aufgrund der neuen schnellen Internetverbindungen war gro├č, denn damit war endlich ein Meilenstein gemacht, der viele neue Anwendungen erm├Âglicht.

Dienste und Anwendungen mit UMTS

Dank der universalen Ausrichtung, die UMTS im Namen tr├Ągt, erm├Âglicht der Standard, nicht nur zu telefonieren und SMS zu verschickten. Insbesondere k├Ânnen Datenpakete in gro├čer Geschwindigkeit ├╝ber das Internet ausgetauscht werden. Das erm├Âglicht einerseits das gew├Âhnliche Surfen im weltweiten Netz. Anderseits lassen sich Sprach- und Videonachrichten ├╝bertragen, Banken k├Ânnen ihre Angebote online ├╝ber UMTS abwickeln, der E-Commerce und digitale Beratungsdienste profitieren von diesem Standard. In Kombination mit GPS-Daten und Kartendiensten hat der UMTS-Standard schlie├člich der mobilen Navigation neuen Aufwind gegeben – ob im Auto, per Fahrrad oder zu Fu├č, moderne Navigationsger├Ąte sind heute nicht mehr aus dem allt├Ąglichen Leben wegzudenken. Viele spezielle UMTS-Dienste wie MMS, bei dem Bilder ├Ąhnlich einer SMS ├╝bertragen werden k├Ânnen, sind heute allerdings weitgehend verschwunden. Internetbasierte Messengerdienste haben sie verdr├Ąngt.

In den letzten Jahren ist UMTS um den HSDPA-Standard erg├Ąnzt worden, womit maximale Geschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s erreicht werden.

Es ist absehbar, dass UMTS in wenigen Jahren fl├Ąchendeckend vom Mobilfunkstandard der 4. Generation abgel├Âst wird. Die neuere Technik LTE funktioniert mit nahezu doppelter Geschwindigkeit.

Verbreitung von UMTS

UMTS ist in ganz Deutschland etabliert und nahezu ├╝berall verf├╝gbar. Allerdings lassen sich nicht immer die maximalen ├ťbertragungsraten von 42 Mbit/s erreichen. In vielen Tests konnten Experten nachweisen, dass die Geschwindigkeit oftmals deutlich hinter den Erwartungen zur├╝ckbleibt. Insbesondere im Ausland k├Ânnen Nutzer nicht darauf vertrauen, dass sie tats├Ąchlich schnell im Internet unterwegs sind. Teilweise werden andere Frequenzbereiche genutzt, die die ├ťbertragung von Datenpaketen ausbremsen.

LTE als Alternative

Als Reaktion auf diese Schwierigkeiten ist in den letzten Jahren LTE, der Mobilfunkstandard der 4. Generation, zu einer beliebten Alternative geworden. Die Nutzer profitieren zudem von einem deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Allerdings ist der neuen Standard LTE bisher vor allen in den Ballungsr├Ąumen verf├╝gbar. Auch wenn es heute schnellere Alternativen gibt, bleibt UMTS der Verdienst, dem mobilen Internet den Weg in die Gesellschaft hinein geebnet zu haben.

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