OSG Blog

Google AdWords: CPCs abschätzen und optimieren Google AdWords: CPCs abschätzen und optimieren
Bei Google Adwords erfolgt die Abrechnung der Anzeigenkosten meist nach dem Cost-per-Click-Modell (CPC). Bei diesem Verfahren werden nur dann Kosten für Gebote berechnet, wenn... Google AdWords: CPCs abschätzen und optimieren

CPCs in Google Adwords abschätzen und optimieren

Bei Google Adwords erfolgt die Abrechnung der Anzeigenkosten meist nach dem Cost-per-Click-Modell (CPC). Bei diesem Verfahren werden nur dann Kosten für Gebote berechnet, wenn der User tatsächlich auf eine Anzeige klickt. Das heißt im Umkehrschluss entstehen keine Kosten für das reine Erscheinen einer Anzeige. Dennoch können bei der falschen Wahl der Keywords oder Anzeigeneinstellungen schnell hohe CPCs entstehen. Diese verbrauchen das voreingestellte Budget vorzeitig und es können keine weiteren Anzeigen geschaltet werden. In diesem Artikel erklären wir, wie CPCs abgeschätzt und optimiert werden können. Geringe CPCs schlagen sich in geringeren Kosten nieder, wodurch über das Tagesbudget mehr Anzeigen ausgespielt werden können. Dies kann die Reichweite erhöhen.

CPCs sinnvoll schätzen

Eine Analyse der Keywords, welche in der Kampagne verwendet werden sollen, gibt einen ersten guten Eindruck über die Höhe der CPCs. Hierfür kannst du den in AdWords integrierte Keyword-Planner nutzen. Dieser gibt die geschätzten CPCs eines bestimmten Keywords aus. So können die CPCs der angedachten Keywords eingeordnet und abgeschätzt werden. Weisen die angedachten Keywords sehr hohe CPCs auf, ist es sinnvoll, andere Keywords oder Keyword-Kombinationen in Betracht zu ziehen. Diese können unter Umständen niedrigere CPCs aufweisen.

Neben der Keyword-Analyse ist es zudem wichtig, den Wettbewerb innerhalb der eigenen Branche zu untersuchen und zu analysieren. Weisen bestimmte Keywords hohe Suchvolumen auf, ist dies in den meisten Fällen ein Zeichen für hohe Nachfrage und dementsprechend hohe CPCs. Das ist vor allem bei generischen Keywords der Fall, die allgemein gültig sind und breite Themengebiete abdecken. Neben dem Keyword-Planer gibt es zahlreiche andere kostenlose Tools, die bei der Suche nach Keyword-Alternativen hilfreich sein können.

CPCs in laufenden Kampagnen senken und optimieren

Um die CPC einer laufenden Kampagne zu senken bzw. zu optimieren gibt es verschiedene Methoden.

Diese sind unter anderem:

  • Keywords der Anzeigen optimieren
  • Kampagnenausrichtung optimieren
  • Qualitätsfaktor der Anzeigen optimieren

Keywords und Anzeigen aufeinander abstimmen

Es gibt unterschiedliche Ansätze, die verwendeten Keywords einer Anzeige zu optimieren. Der einfachste Schritt ist, die Keywords, auf welche geboten wird, und die Texte der jeweiligen Anzeige aufeinander abzustimmen. So kann z.B. ein Online-Shop für Schuhe seine CPCs optimieren, indem er für die Anzeigen auf Shop-Kategorien, wie Damen-, Herren-, oder Kinderschuhe bietet, statt auf den Oberbegriff „Schuhe“.

Ein weiterer Ansatz ist die Optimierung des Keyword-Pools, d.h. aller für Anzeigen verwendeten Keywords. So können einzelne Keywords mit hohen CPCs aber geringen Conversionrates gelöscht oder durch Keyword-Kombinationen mit geringeren CPCs ersetzt werden. Diese Keyword-Kombinationen können im Rahmen der anfangs beschriebenen Keyword-Analyse recherchiert werden.
Google bietet in AdWords verschiedene Optionen zur Keywordausrichtung an. Die sogenannten Matchtypes steuern, wie und wann die Anzeigen ausgespielt werden. Der Matchtype „weitgehend passend“ berücksichtigt beispielsweise auch Rechtschreibfehler, Synonyme und verwandte Suchanfragen. Es wird eine große Reichweite der Anzeigen generiert. Dies ist jedoch in der Regel die teuerste Option, da auch irrelevante Keywords abgedeckt werden. So kann es zu Klicks von Nutzern kommen, die nicht der eigentlichen Zielgruppe entsprechen.

Der Grund hierfür liegt darin, dass Anzeigen bereits bei sehr kurzen und generischen Rufanfragen geschaltet werden. Klickt nun ein User auf die Anzeige, findet aber nicht was er sucht, entstehen Kosten, denen keine Umsätze oder Conversions gegenüberstehen. Diese Streuverluste lassen sich durch das Ausschließen von Keywords reduzieren. Dadurch werden keine Anzeigen für komplett unpassende Keywords mehr geschaltet.

Zudem ist es sinnvoll, nicht auf einzelne Top-Keywords zu bieten, da diese meist mit einem hohen Suchvolumen und Wettbewerb verbunden sind. Stattdessen sollten die bereits angesprochenen Keyword-Kombinationen verwendet werden.

Kampagneneinstellungen optimieren

Ein anderer Punkt, über den sich die CPCs optimieren lassen, sind die Kampagneneinstellungen. Hierbei können beispielweise die Höhe der Gebote für Regionen mit einer geringen Anzahl an Conversions angepasst werden oder entsprechende Anzeigengruppen der jeweiligen Kampagne pausiert werden. Während diese Anzeigengruppen pausiert sind, können die Anzeigentexte und Keywords aufeinander abgestimmt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Gebote für bestimmte Geräte wie Smartphones oder Tablets anzupassen.

Eine weitere Möglichkeit kann die Restrukturierung der Anzeigengruppen einer Kampagne darstellen. Es ist sinnvoll, kleine, spezifische Anzeigengruppen für bestimmte Regionen oder Produktgruppen zu erstellen. Diese können dann einzeln gesteuert und geschaltet werden. Eine gut strukturierte Kampagne hat außerdem Einfluss auf den Qualitätsfaktor einzelner Anzeigen.

Qualitätsfaktor optimieren

Der Qualitätsfaktor ist einer der Faktoren, der die Position einer Anzeige beeinflusst. Zudem hat er Einfluss auf die CPCs der Keywords und somit einer Anzeige. Der Qualitätsfaktor ergibt sich aus der erwarteten CTR bezüglich einer Suchanfrage und der Relevanz des Keywords der Anzeige. Die Optimierung des Qualitätsfaktors kann zur Senkung der CPCs führen.
Eine hohe Qualität einer Anzeige wird als relevanter für die Suchanfrage eines Users eingeschätzt. Wenn eine Anzeige einen hohen CPC und niedrigen Qualitätsfaktor aufweist, sollte die Qualität der Anzeige überprüft werden. Die Qualität einer Anzeige kann durch aufeinander abgestimmte Keywords für Anzeigen und Landingpages optimiert werden. Zudem ist es möglich, die Qualität durch passende Banner oder Bilder auf den entsprechenden Landingpages zu steigern. Außerdem sollten der Anzeigentitel und der Text der Anzeige aufeinander abgestimmt sein. So wird eine grundlegende Qualität und damit eine Basis für den Qualitätsfaktor geschaffen.

Fazit

Google AdWords bietet Tools wie den Keyword-Planer, um die CPCs bestimmter Keywords abschätzen zu können. Zur Optimierung der CPCs können verschiedene Ansätze verfolgt werden. Je nach Zielstellung und Branche führen unterschiedliche Ansätze zum Erfolg. Adwords Kampagnen sollten nicht stiefmütterlich behandelt , sondern regelmäßig geprüft und optimiert werden. So kannst du Budgets effizient nutzen und entsprechend hohe Reichweiten erzielen.

Headerbild: © istock/DragonImages

Google AdWords: CPCs abschätzen und optimieren
5 (100%) 1 vote

Florian Kolbe

Florian Kolbe studierte BWL/Business Economics an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg Er ist seit Anfang des Jahres bei der OSG tätig. Er betreut Kunden in den Bereichen SEO und Media. Neben seiner Tätigkeit bei der OSG ist Florian leidenschaftlicher Hobbyfotograf und rückt alles in das richtige Licht.

Bisher keine Kommentare.

Sei der Erste der einen Kommentar hinterlässt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.