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Google AdWords Qualitätsfaktor: Die besten Tipps Google AdWords Qualitätsfaktor: Die besten Tipps
Google AdWords bietet im Bereich der Kampagnen unter dem Reiter „Keywords“ den sog. Qualitätsfaktor an. Dieser schätzt auf einer Skala von eins (am niedrigsten)... Google AdWords Qualitätsfaktor: Die besten Tipps

Google AdWords bietet im Bereich der Kampagnen unter dem Reiter „Keywords“ den sog. Qualitätsfaktor an. Dieser schätzt auf einer Skala von eins (am niedrigsten) bis zehn (am höchsten) die Qualität des betrachteten Keywords ein. Umso höher der Qualitätsfaktor, desto relevanter und nützlicher ist die Anzeige und die Zielseite für den Nutzer, der nach diesem Keyword sucht. Brand-Keywords beispielsweise haben i. d. R. einen sehr hohen Qualitätsfaktor, da der Wettbewerb gering ist und sich die Suchanfrage sehr eindeutig auf das gewünschte Ziel bezieht.

Der Qualitätsfaktor bestimmt somit den Rang einer Anzeige für das betrachtete Keyword, was wiederrum den CPC beeinflusst. Im Idealfall ist der CPC bei einem hohen Qualitätsfaktor verhältnismäßig niedrig, bei gleichzeitig deutlich höherer CTR.

Der Qualitätsfaktor in der KeywordübersichtEr ist über die stilisierte Sprechblase in der Spalte „Status“ zu finden und kann zusätzlich als eigene Spalte unter „Attribute“ hinzugefügt werden. In der Sprechblase werden zusätzlich zum Qualitätsfaktor die „voraussichtliche Klickrate“, die „Anzeigenrelevanz“ und die „Nutzererfahrung mit der Zielseite“ angezeigt. Diese Kriterien werden wiederrum unterteilt in „unterdurchschnittlich“, „durchschnittlich“ und „überdurchschnittlich“. Neue eingebuchte Keywords bekommen automatisch einen Qualitätsfaktor von 6 zugewiesen. Dieser wird nach und nach automatisch von Google anhand der entsprechenden Kriterien angepasst.

Es ist also festzuhalten, dass der Qualitätsfaktor eine nicht zu verachtende Bedeutung für Google AdWords-Kampagnen hat. Deshalb empfiehlt es sich, einen möglichst hohen Qualitätsfaktor für die einzelnen Keywords zu erreichen, um den CPC langfristig zu senken. Beachtet man die folgenden Tipps, ist ein effizientes Google AdWords-Konto umsetzbar:

Tipp 1: Qualitätsfaktor & Keywords überwachen

Da der Qualitätsfaktor direkten Einfluss auf die Performance Ihrer AdWords-Kampagnen hat, ist es notwendig, diesen regelmäßig zu überwachen und ggf. zu reagieren. So können Kosten gesenkt bzw. eingespart und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden.

Um den Qualitätsfaktor zu erhöhen, ist es notwendig, die eingebuchten Keywords laufend zu kontrollieren. Anzeigen starker Keywords mit vielen Impressionen aber verhältnismäßig schlechten CTRs sollten optimiert werden, damit sie für den Suchenden eine größere Relevanz bekommen. Bei der Optimierung ist grundsätzlich zu beachten, dass der Nutzer immer nur die Anzeige sieht. Nicht mehr und nicht weniger. Der Fokus der Optimierung der Klickraten kann also nur in der sichtbaren Anzeige liegen.

Tipp 2: Platzhalter für Keywords

Nutzt man die von Google angebotenen Keyword-Platzhalter (z. B. „{Keyword:Mode günstig}“) in den Keywordoptionen „passende Wortgruppe“ oder „weitgehend passend“, werden die Keywords des Nutzers in den Titel der Anzeige eingebaut. Die Relevanz für den Nutzer allein durch die Tatsache, dass genau die gesuchten Begriffe im Anzeigentitel vorkommen, wird deutlich erhöht, was die Klickrate beeinflussen kann.

Tipp 3: Anzeigenerweiterungen

Google AdWords bietet zusätzlich die sog. „Anzeigenerweiterungen“ an. Diese vergrößern Ihre Anzeige um mehr als das Doppelte und bieten dem Nutzer einen Mehrwert zur Anzeige. Selbst wenn die Anzeige – aus welchen Gründen auch immer – für den Nutzer nicht zu einem Klick führen würde, so kann eine Anzeigenerweiterung ein neues Bedürfnis im Nutzer wecken, was wiederrum zu einem Klick führen kann. Steigt dadurch die CTR, steigt auch der Qualitätsfaktor.

Google bietet hierzu diverse Möglichkeiten zur manuellen und automatischen Anzeigenerweiterung an. Im deutschsprachigen Raum verfügbar sind folgende:

Manuelle Anzeigenerweiterungen:

  • Anrufe (direkt aus der Anzeige kann ein Telefonat gestartet werden)
  • Apps (z. B. Downloadlink zur eigenen App)
  • Bewertungen (z. B. eine Kundenrezension einer dritten Seite)
  • Sitelinks (zusätzliche Links zu Unterseiten wie z. B. Öffnungszeiten, Angebote)
  • Standorte (z. B. Erweiterung um die Adresse via Google Maps)
  • Zusatzinformationen (z. B. USPs)

Sitelinks & App als Anzeigenerweiterungen in Google AdWords

Automatische Anzeigenerweiterungen:

 

  • dynamische Sitelinkerweiterungen
  • Verkäuferbewertungen (z. B. Einbindung von Bewertungen eines Bewertungsportal)
  • vorherige Besuche (hier kann der Nutzer sehen, ob er die Seite schon mal besucht hat)

Siehe dazu auch: https://support.google.com/adwords/answer/2375499

Automatische Anzeigenerweriterungen bei Google AdWords

Tipp 4: Ständige Überwachung der Anzeigentexte

Ob Anzeigen bei den Nutzern gut ankommen oder nicht, lässt sich nur über die von Google AdWords ausgegeben Werte beurteilen. Die Anzeigentexte sind nur so gut, wie das Feedback der Nutzer in Form der Klicks. Auch der beste Anzeigentext muss optimiert oder gar komplett pausiert und ersetzt werden, wenn der Erfolg in Form von Klicks (und im Idealfall Conversions) ausbleibt. Dies ist häufig nicht rational zu erklären, darf aber im Zusammenhang der Klick- und auch Kostenoptimierung keine Rolle spielen.

Tipp 5: Hilft alles nichts? CPC erhöhen!

Wenn alle Maßnahmen nicht helfen, bleibt noch die Möglichkeit, den CPC manuell für bestimmte Keywords zu erhöhen. Das Erscheinen der Anzeigen wird realistischer und der Qualitätsfaktor kann sich erhöhen, was im zukünftigen Resultat zu niedrigeren CPCs führen kann.

Besonders bei Keywords mit einem sehr hohen Qualitätsfaktor, macht es Sinn, z. B. das Tagesbudget zu beobachten. Ist es bereits früh am Tag verbraucht, da die Relevanz für die Nutzer überdurchschnittlich hoch ist, sollte man sich die Frage stellen, ob man das Budget für dieses Keyword nicht erhöht, damit man keine Klicks verliert.

Weitere hilfreiche Tipps:

  • Die Relevanz der Landingpage in Bezug auf das Keyword muss gegeben sein. Irrelevante Ziele der Suche führen zum Verlust des Qualitätsfaktors
  • Die Ladezeit der Landingpage muss möglichst gering sein, um die Absprungrate vor dem vollständigen Laden der Landingpage gering zu halten.
  • Die Userdaten aus Analytics müssen kontinuierlich überwacht werden, um Tendenzen zu erkennen, wo es Defizite geben könnte (Absprungrate, Verweildauer etc.)
  • Auch die geografischen Leistungen können zur Optimierung beitragen, indem eine bessere Klickarte in bestimmten Regionen durch punktuelle Maßnahmen erreicht werden kann
  • Struktur der Kampagnen optimieren und überwachen (Granularer Aufbau von Kampagne / Anzeigengruppe / Keywords und dazu passende Anzeigen
  • Performance der Geräte beachten (evtl. mobile Seite optimieren)

Fazit:

Der Qualitätsfaktor, so wichtig wie er ist, ist aber auch beeinflussbar. Jedoch bedarf es einer laufenden Kontrolle und Optimierung, um auf den Wettbewerb und das Nutzerverhalten erfolgreich und nachhaltig reagieren zu können. Er bestimmt den Rang einer Anzeige, die Relevanz des Keywords für den Nutzer und damit auch den CPC. Dennoch ist der Qualitätsfaktor eine automatisierte Schätzung von Google in Bezug auf das jeweilige Keyword. Eine Schätzung ist nie die Versicherung für vollständige Korrektheit. Dennoch ist er sehr hilfreich, um die Leistung einzelner Keywords und derer Anzeigen zu bewerten und gibt einen guten Anhaltspunkt, wo Optimierungsbedarf besteht.

Headerbild: ©Pixland

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Jörg Niethammer

Jörg Niethammer studierte Management & Vertrieb an der Hochschule Heilbronn und ist bei der OSG seit Anfang 2016 als Online Marketing Manager tätig. Als Account Manager betreut er verschiedenste Kunden in den Bereichen SEO und Media.

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