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Fair-Use-Prinzip

Was ist das Fair-Use-Prinzip?

Als Fair-Use-Prinzip (zu Deutsch – angemessene Verwendung) bezeichnet man den Schutz von Urheberrechten bzw. die Einschränkung der Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material. Es findet vor allem in englischsprachigen Ländern Anwendung, so auch in den USA (Copyright).

Der Grundsatz des Fair-Use-Prinzip bewertet verschiedene Arten der Verwendung als “fair”, also angemessen.
Dazu gehören: das Schreiben einer Kritik, eines Zeitungsberichts, eines Kommentars, oder die Verwendung für Bildungs-, und Forschungszwecke.

Info

Es sei erwähnt, dass es in Ihrer Verantwortung liegt ausreichend über das entsprechende Gesetz informiert zu sein. Zudem müssen Sie vorab prüfen, ob das Gesetz die von Ihnen vorgesehene Verwendung rechtlich ausreichend abdeckt.

Zur angemessenen Verwendung sollten diese vier Faktoren berücksichtigt werden

Der Charakter, sowie Zweck der Verwendung

Hier muss unbedingt unterschieden werden, ob die Verwendung einem kommerziellen Zweck dient, oder rein zu Bildungszwecken. In der Regel wird ein Gericht prüfen, ob die Verwendung im Einzelfall gestattet ist oder untersagt wird.

Die Art des urheberrechtlich geschützten Werks

Hier geht es darum zu klären, ob das vorliegende Werk auf realen und nachweisbaren Fakten basiert, oder ob es fiktiver Natur ist.
Die Nutzung von Werken, welche auf Fakten basieren ist in der Regel wahrscheinlicher.

Anteil und Umfang des verwendeten Teils im Verhältnis zum gesamten urheberrechtlich geschützten Werk

Die Nutzung von kleineren und kurzen Textpassagen aus einem Originalwerk gilt in der Regel eher als angemessen als die Verwendung großer Abschnitte oder gar kompletter Absätze. In einzelnen Fällen ist es jedoch auch möglich, dass ein bereits kleiner Teil gegen die angemessene Anwendung verstößt. Dies geschieht dann, wenn es sich um die Kernaussage des Werks handelt.

Die Auswirkung auf den potenziellen Markt, sowie auf den Wert des geschützten Werks

Die Verwendung gilt als nicht angemessen, wenn die Verwendung des Materials den Urheberrechtsinhaber in seiner Möglichkeit einschränkt, mit seinem Originalwerk Gewinne zu erwirtschaften. Dies kann passieren, indem die Verwendung des Werks die Nachfrage am Markt ersatzweise befriedigt.

Das Hinzufügen eigener Originalinhalte zu einem geschützten Werk

Auch wenn Sie eigene, geistige Inhalte zu einem geschützten Werk hinzufügen, entbindet Sie das nicht von der Pflicht, das Fair-Use-Prinzip rechtskräftig anzuwenden. Maßgeblich ist hier, dass bewiesen werden kann, dass dem Werk eine neue Aussage bzw. eine neue Bedeutung zugesprochen werden kann. Im Einzelfall wird auch hier ein Gericht prüfen, inwieweit dies zutrifft. Wichtig ist hier auch der Umfang des verwendeten, geschützten Materials im Verhältnis zum eigenen zugefügten Inhalt.

Wichtig: In diesen Fällen findet das Fair-Use-Prinzip keine rechtskräftige Anwendung

Es herrscht gewisser Maßen der Irrglaube, dass die namentliche Erwähnung des Urheberrechtsinhabers die Nutzung seines Werkes legitimiert.

Dies ist jedoch nicht der Fall. Die reine Erwähnung macht die Verwendung nicht gleich zum Fair-Use.

Info

Ebenso basieren Sätze wie, “Alle Rechte liegen beim Urheber”, “Ich bin nicht der Rechteinhaber” oder “Nur für Unterhaltungszwecke”, auf keinerlei rechtlicher Grundlage. Von der Verwendung eines geschützten Werks auf diese Art wird ausdrücklich abgeraten, da dies zu rechtlichen Folgen führen kann.

Die Folgen von unzulässiger Verwendung eines geschützten Werks

Werden geschützte Inhalte aus anderen Werken übernommen, welche die rechtlichen Grenzen des Fair-Use-Prinzip überschreiten, so hat der Urheber regelmäßig Anspruch auf Schadensersatz und Unterlassung. Wie der Rechtsanspruch geltend gemacht wird liegt zum großen Teil am Urheberrechtsinhaber selbst.

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