Google Data Center

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Was ist ein Google Data Center?

Unter der Bezeichnung Google Data Center firmieren zahlreiche Rechenzentren des Unternehmens Google. Die Data Centers haben die Aufgabe, Antworten auf Suchanfragen an die Suchmaschine von Google zu geben sowie zahlreiche Webseiten auszugeben. Damit stellen sie die wichtigsten Eckpfeiler der technischen Infrastruktur Googles dar. Bei jeder Suchanfrage via Google werden Daten genutzt, die in einem oder mehreren dieser Rechenzentren hinterlegt werden. Sobald ein Nutzer Begriffe in die Google-Suche eingibt, werden ihm innerhalb von Sekunden Suchergebnislisten (SERPs) ausgespielt.

Diese Adressen, ihre Erl├Ąuterungen sowie auch die angezeigte Reihenfolge (Ranking) werden in Googles Rechenzentren verwaltet, hinterlegt und strukturiert. Die Google Data Center finden sich auf der gesamten Welt, wobei ├╝ber einige der teilweise noch im Aufbau befindlichen Data Centers nur wenige Informationen vorliegen. Das Unternehmen h├Ąlt sich weitgehend bedeckt, was Angaben ├╝ber das eigene Netz an Google Data Centers betrifft.

Serverhalle

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Foto von einem Google Data Center in Holland

Standorte, ├ťberblick und Allgemeines

Das Unternehmen Google Inc. betreibt unter der Bezeichnung Google Data Center auf der ganzen Welt Rechenzentren, die vielseitige Aufgaben ├╝bernehmen. ├ťber die Standorte herrscht nur teilweise Klarheit. Bekannt und best├Ątigt sind etwa die Rechenzentren in Mountain View (Kalifornien, USA), Lenoir (North Carolina) sowie in Dublin (Irland). Auch in Oklahoma wurde ein Rechenzentrum best├Ątigt. Im finnischen Hamina befindet sich ebenso ein offizielles Google Data Center. Der Konzern baut sein Netz aus Rechenzentren best├Ąndig aus. Gegenw├Ąrtig investiert das Unternehmen in Aufbau und Ausbau mehrerer internationaler Standorte. Dazu geh├Âren Metropolen wie Tokio, London, Paris und Berlin. Ebenso wird angenommen, dass in Hongkong sowie Singapur neue Data Centers im Entstehen sind.

Info

Transparente Informationen zu Struktur und Arbeitsweise der Zentren gibt Google Inc. nicht preis. Teilweise ver├Âffentlicht Google Bilder der offiziell best├Ątigten Rechenzentren. Die Tatsache, dass sich Google so bedeckt h├Ąlt, was Informationen ├╝ber die Rechenzentren betrifft, h├Ąngt unter anderem damit zusammen, dass der Konzern diese Rechenzentren-Infrastruktur als Konkurrenzvorteil gegen├╝ber Wettbewerbern und anderen Suchmaschinen sieht. Der Konzern legt lediglich offen, dass es sich um 19 Google Data Center handelt, sie rund um den Globus verteilt zu finden sind.

Aufbau und Aufgaben

Der grunds├Ątzliche Aufbau eines Google Data Centers ist vergleichbar mit einem Netzwerk beziehungsweise einem Cluster aus Rechnern. Google achtet hierbei auf Redundanz der Daten. Die Daten werden also mehrfach auf unterschiedlichen Computern abgelegt. Sollte es einmal zu einem Ausfall eines oder mehrerer Rechner kommen, kann somit im Zweifelsfall auf andere Rechner zugegriffen werden. Die Infrastruktur f├╝r die Datenablage sowie ihre Architektur hat das Unternehmen Google selbst entwickelt. Es firmiert unter der Bezeichnung Google File System.

Google Data Center sind erweiterbar. Dies ist erforderlich, da die Anzahl der Nutzer und mit ihnen die der Suchanfragen immer weiter zunimmt. Daher muss die technische Infrastruktur auf fortgesetztes Wachstum ausgerichtet sein. Die bestehenden Rechnersysteme eignen sich problemlos f├╝r die Einbindung neuer Computer, neuer Festplatten oder neuer Technologie. Ein Google Data Center ist so aufgebaut, dass die Rechenleistung auf mehrere Computer verteilt wird. Dadurch ist gew├Ąhrleistet, dass eine Suchanfrage von einer gro├čen Anzahl an Rechnern gleichzeitig bearbeitet werden kann. Dies ist der Grund f├╝r die enorme Geschwindigkeit, in der Google seinen Usern binnen weniger Sekunden Suchergebnisse ausspielen kann. Die Gew├Ąhrleistung dieser parallelen Arbeitsabl├Ąufe in den Data Centers erfolgt durch einen speziellen Algorithmus, der als MapReduce bekannt ist.

Die Aufgaben der Google Data Center beziehen sich gro├čteils auf die Art und Weise, in der Nutzern Google-Ergebnislisten angezeigt werden. S├Ąmtliche m├Âglichen Ergebnisse von Google-Suchen, die User bei einer Suchanfrage ausgespielt werden, sind in mindestens einem der Google Data Center hinterlegt. Zur m├Âglichst raschen Bearbeitung einer Anfrage gibt es eine gr├Â├čere Anzahl an Rechenzentren. Diese Vielzahl ist erforderlich, damit der Suchmaschinenbetreiber die t├Ąglich hohe Anzahl an Anfragen ├╝berhaupt abarbeiten kann. In diesem Zusammenhang ist das Netzwerk aus Rechenzentren als eine Art Content Delivery Network (CDN) zu verstehen.

Beobachter gehen davon aus, dass die sich in verschiedenen Staaten und Kontinenten befindlichen Google Data Center die jeweils landesspezifischen Eigenheiten und Spezifikationen einer Google-Anfrage ber├╝cksichtigen. Dennoch ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Anfrage eines Google-Nutzers auf jeden Fall vom lokal am n├Ąchsten gelegenen Google Data Center bearbeitet wird. Ausschlaggebend f├╝r die Bearbeitung durch ein bestimmtes Rechenzentrum ist die Geschwindigkeit der Verbindung, die nicht zwingend der geografisch k├╝rzesten Verbindung entsprechen muss.

Funktionalit├Ąt der Google Data Centers

Die an internationalen Standorten verteilten Google Data Centers k├Ânnen landesspezifische Google-Versionen bereitstellen. Die Funktonalit├Ąt sowie die Kapazit├Ąten wird durch die Verfahrensweise des Network Peerings realisiert. Hierbei verbinden sich Rechenzentren, um einen wechselseitigen Datenaustausch zu erm├Âglichen. Das Network Peering wird von und in gleichwertigen Netzwerken betrieben, da es beispielsweise selten sinnvoll ist, Suchanfragen von einem Kontinent in einem Rechenzentrum auf einem anderen Kontinent zu bearbeiten. Daher ist anzunehmen, dass die internationalen Rechenzentren auf die je lokalen Suchanfragen der speziellen L├Ąnder ausgelegt sind. Seit 2012 verwendet der Suchmaschinenbetreiber zudem einen regionalen Index. Dieser sorgt daf├╝r, dass bei Anfragen aus einem bestimmten Ort in einer bestimmten Sprache auf den vorderen R├Ąngen der Suchergebnisliste lokale Ergebnisse angezeigt werden.

Wissenswertes zum Merken

Zur von Google entwickelten technischen Infrastruktur geh├Ârt der Einsatz bestimmter Netzger├Ąte. Diese sind verkn├╝pft mit einer Batterie und haben die Aufgabe, die Effizienz zu erh├Âhen. Ebenso tr├Ągt dies dazu bei, die st├Ąndige Erreichbarkeit der Google-Server zu gew├Ąhrleisten. Hierbei achtet Google darauf, die Stromversorgung weitgehend aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Regenerative Energieversorgung wird von Google unterst├╝tzt und gef├Ârdert.

Das Unternehmen setzt ├╝berdies zahlreiche Softwarel├Âsungen ein, die dazu beitragen, die gro├čen Datenmengen effizient abzuarbeiten. Zu diesen Softwarekonzepten geh├Ârt das Google File System sowie die Software BigTable. Hierbei handelt es sich um L├Âsungen, die besonders auf die Verarbeitung gro├čer Datens├Ątze ausgerichtet sind, beziehungsweise darauf optimiert wurden. Weiterhin sind die Google Web Server (GWS) sowie Google Front End (GFE) in den Datenzentren von Google implementiert. Es handelt sich bei s├Ąmtlichen Softwarekonzepten, Systemen und Programmen der Google Data Centers um propriet├Ąre, also urheberrechtlich gesch├╝tzte Einheiten.

Stellenwert der Google Data Center in der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Geht es um Suchmaschinenoptimierung, werden h├Ąufiger Listen der Google-Server-IP-Adressen ver├Âffentlicht. Die exakte Ermittlung der Position einer Webseite ist von Vorteil, insbesondere im Zusammenhang mit einer Aktualisierung des Indexes. Dies erfordert es jedoch, den Weg der Suchanfrage bis zum bearbeitenden Server genau zu verfolgen. Die Server-Adressen werden zudem von Google regelm├Ą├čig ge├Ąndert, weshalb SEOs hier auf dem aktuellen Stand bleiben sollten. Au├čerdem gilt es zu ber├╝cksichtigen, dass es vorkommen kann, dass ein und dieselbe Webpr├Ąsenz bei unterschiedlichen Google Data Centers einen je anderen PageRank bekommt. F├╝r die Datenanalyse ist es von Bedeutung, welcher PageRank aus welchem Rechenzentrum stammt.

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