Google EEAT Update

Was ist das Google-E-E-A-T-Update?

Das Google-E-E-A-T-Update bezeichnet die Erweiterung des Qualitätskonzepts E-A-T um den Faktor Experience, also Erfahrung aus erster Hand. Google veröffentlichte diese Änderung am 15. Dezember 2022 in seinen Richtlinien für Such-Evaluatoren. E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, auf Deutsch Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.

Was bedeutet das Google-E-E-A-T-Update?

Das Google-E-E-A-T-Update war kein eigenständiges Algorithmus-Update wie ein Core Update. Der Ausdruck beschreibt eine Änderung der Google Search Quality Rater Guidelines, bei der das bisherige Konzept E-A-T um ein zweites E für Experience ergänzt wurde. Google wollte damit deutlicher abbilden, dass nützliche Informationen sowohl aus formaler Fachkenntnis als auch aus persönlicher Erfahrung entstehen können.

Google gab die Erweiterung am 15. Dezember 2022 offiziell bekannt. Als Beispiel unterscheidet Google zwischen einer fachlich korrekten Anleitung zur Steuererklärung und einer Bewertung von Steuersoftware: Für die Anleitung ist steuerliches Fachwissen gefragt, während ein Erfahrungsbericht über die Software vor allem auf tatsächlicher Nutzung beruhen sollte. Die Anforderungen an Erfahrung und Expertise hängen deshalb von der Suchintention ab. Google erläutert die Einführung von Experience in der offiziellen Ankündigung.

Die Search Quality Rater Guidelines dienen menschlichen Such-Evaluatoren als Bewertungsgrundlage. Diese Evaluatoren prüfen, ob Suchergebnisse die erwartete Qualität liefern. Ihre Bewertungen verändern einzelne Rankings nicht direkt, sondern helfen Google dabei, die Qualität seiner Suchsysteme zu beurteilen und Änderungen zu testen.

E-E-A-T ist laut Google kein einzelner Rankingfaktor und besitzt keine öffentlich bekannte Kennzahl oder Berechnungsformel. Googles Systeme verwenden mehrere Signale, um Inhalte zu erkennen, die Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit vermitteln. Eine Website kann daher keinen offiziellen E-E-A-T-Score messen oder gezielt auf einen festen Grenzwert optimieren.

Wofür stehen die vier E-E-A-T-Faktoren?

Die vier Bestandteile von E-E-A-T beschreiben unterschiedliche Qualitätsmerkmale eines Inhalts, seines Autors und der veröffentlichenden Website. Trustworthiness, also Vertrauenswürdigkeit, bildet nach Googles Erläuterung das wichtigste Element. Erfahrung, Expertise und Autorität tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen, müssen aber nicht bei jedem Thema gleich stark ausgeprägt sein.

  • Experience, Erfahrung: Der Inhalt zeigt nachvollziehbar, dass der Autor ein Produkt verwendet, einen Ort besucht, einen Prozess durchgeführt oder eine konkrete Situation selbst erlebt hat.
  • Expertise, Fachwissen: Der Verfasser verfügt über die Kenntnisse, die zur korrekten und vollständigen Behandlung des Themas erforderlich sind. Qualifikationen sind besonders bei medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Themen relevant.
  • Authoritativeness, Autorität: Andere fachlich relevante Quellen erkennen den Autor, das Unternehmen oder die Website als kompetente Anlaufstelle für das jeweilige Thema an.
  • Trustworthiness, Vertrauenswürdigkeit: Inhalt, Urheber und Website wirken verlässlich, transparent und überprüfbar. Dazu gehören korrekte Angaben, nachvollziehbare Quellen, klare Verantwortlichkeiten und sichere Geschäftsprozesse.

Warum steht Erfahrung neben Expertise?

Erfahrung und Expertise sind keine Synonyme. Erfahrung entsteht durch eigene Nutzung oder persönliche Beteiligung, während Expertise auf erlerntem oder beruflich erworbenem Fachwissen beruht. Ein langjähriger Nutzer kann authentisch über die Bedienung einer Software berichten, ohne die technische Qualifikation zu besitzen, ihren Programmcode oder ihre Sicherheitsarchitektur zu bewerten.

Welche Art von Kompetenz erforderlich ist, bestimmt die Nutzerfrage. Bei einem Rezept kann die dokumentierte eigene Zubereitung wertvoll sein. Eine Aussage zu Lebensmittelallergien verlangt dagegen belastbares Fachwissen. Hochwertiger Content macht deshalb sichtbar, ob eine Aussage auf einem Test, einer beruflichen Qualifikation, einer Recherche oder einer persönlichen Beobachtung beruht.

Ist E-E-A-T ein Rankingfaktor?

E-E-A-T ist kein isoliertes Ranking-Signal, das Google wie Ladezeit, Wortanzahl oder Backlinks einzeln auswertet. Google beschreibt E-E-A-T als Qualitätskonzept, an dem verschiedene Signale der automatisierten Ranking-Systeme ausgerichtet sind. Deshalb gibt es weder eine feste Optimierungsformel noch eine Search-Console-Kennzahl für E-E-A-T.

Core Updates können verändern, wie Googles Systeme hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte bewerten. Ein vermeintlicher E-E-A-T-Verlust nach einem Core Update lässt sich jedoch nicht allein aus sinkenden Rankings ableiten. Google empfiehlt, betroffene Seiten nach Suchanfrage, Inhaltstyp und Qualitätsmerkmalen zu untersuchen, statt einzelne Elemente ohne Zusammenhang zu ändern. Die offizielle Dokumentation zu Core Updates weist außerdem darauf hin, dass Verbesserungen erst nach Tagen oder mehreren Monaten sichtbar werden können.

Bezeichnungen wie E-E-A-T-Penalty oder E-E-A-T-Abstrafung sind irreführend. Ein Rankingverlust belegt keine gesonderte Sanktion wegen fehlender Autorenboxen, Quellen oder Zertifikate. Sichtbarkeitsverluste müssen anhand der betroffenen Suchanfragen, Seiten, Wettbewerber, technischen Daten und zeitlichen Überschneidungen mit bestätigten Google-Updates analysiert werden.

Wie lässt sich E-E-A-T auf einer Website stärken?

E-E-A-T-Optimierung bedeutet, die Herkunft, Qualität und Verantwortlichkeit von Informationen nachvollziehbar zu machen. Du solltest dabei keine dekorativen Vertrauenssignale ergänzen, die sich nicht überprüfen lassen. Eine Autorenbox erzeugt beispielsweise keine Expertise, wenn sie weder relevante Qualifikationen noch tatsächliche Erfahrung belegt.

  • Urheber nennen: Verwende bei redaktionellen Inhalten eine Autorenangabe und verlinke ein Profil mit Fachgebieten, Qualifikationen und relevanter Berufserfahrung.
  • Erfahrung belegen: Dokumentiere eigene Tests, Arbeitsschritte, Messwerte, Screenshots, Fotos oder nachvollziehbare Projektbeispiele, sofern sie für die Nutzerfrage erforderlich sind.
  • Primärquellen verwenden: Verweise bei fachlichen Aussagen möglichst auf Gesetze, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Behörden, Herstellerdokumentationen oder Originaldaten.
  • Inhalte fachlich prüfen: Kennzeichne bei sensiblen Themen, wer den Text geprüft hat und welche fachliche Verantwortung diese Person übernimmt.
  • Transparenz schaffen: Stelle Kontaktmöglichkeiten, Unternehmensinformationen, redaktionelle Grundsätze und mögliche Interessenkonflikte verständlich dar.
  • Veraltete Aussagen überarbeiten: Aktualisiere Fakten, Quellen und Handlungsempfehlungen inhaltlich. Eine bloße Änderung des Veröffentlichungsdatums verbessert die Qualität nicht.

Google empfiehlt für die Selbstprüfung die Fragen „Who, How and Why“. „Who“ klärt, wer den Inhalt erstellt hat. „How“ beschreibt bei Bedarf den Entstehungsprozess, etwa die Methode eines Produkttests. „Why“ prüft, ob der Inhalt vorrangig erstellt wurde, um Nutzern zu helfen, oder lediglich Suchmaschinen-Traffic erzeugen soll.

Prüfe mit dem kostenlosen SEO-Check, ob grundlegende technische und inhaltliche Schwächen einer Seite erkennbar sind. Der Check ersetzt keine vollständige E-E-A-T-Bewertung, liefert aber Anhaltspunkte für weitere Analysen.

Mit Nutzung dieses SEO-Checks erklären Sie, dass Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen haben und damit einverstanden sind, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Ihre Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung des SEO-Checks benutzt. Mit der Nutzung dieses SEO-Checks erklären Sie sich mit der Verarbeitung einverstanden.

Welche Bedeutung hat E-E-A-T für SEO und GEO?

E-E-A-T in der Suchmaschinenoptimierung

Für SEO unterstützt das E-E-A-T-Konzept die systematische Qualitätsprüfung von Content. Besonders relevant ist es für YMYL-Themen, kurz für „Your Money or Your Life“. Dazu gehören Inhalte, die Gesundheit, finanzielle Stabilität, Sicherheit oder das gesellschaftliche Wohlergehen erheblich beeinflussen können. Google gewichtet bei solchen Themen Signale für starke Vertrauenswürdigkeit besonders.

E-E-A-T ersetzt keine technische SEO. Eine fachlich hochwertige Seite muss weiterhin crawlbar, indexierbar, intern erreichbar und auf die Suchintention ausgerichtet sein. Ebenso genügt eine technisch fehlerfreie Website nicht, wenn ihre Aussagen unbelegt, oberflächlich oder fachlich falsch sind. Inhaltliche Qualität und technische Zugänglichkeit erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

E-E-A-T in generativen Suchsystemen

GEO, die Generative Engine Optimization, optimiert Inhalte für generative Suchfunktionen und KI-gestützte Antwortsysteme. Klare Urheberangaben, originäre Erkenntnisse, überprüfbare Fakten und präzise Quellen erleichtern es Systemen, Aussagen einzuordnen und als Grundlage für Antworten zu verwenden. Ein einheitlicher, plattformübergreifender E-E-A-T-Score für ChatGPT, Claude, Perplexity oder Gemini existiert jedoch nicht.

Für Googles generative Suchfunktionen bleiben etablierte SEO- und Qualitätsgrundsätze maßgeblich, da diese Funktionen auf den zentralen Such- und Qualitätssystemen aufbauen. Google empfiehlt einzigartige Inhalte mit eigener Perspektive und warnt vor austauschbaren Zusammenfassungen bereits verfügbarer Informationen. Informationen zu einer strategischen Optimierung für KI-Sichtbarkeit bietet die OSG auf ihrer Seite zu GEO und LLMO.

Hat E-E-A-T Einfluss auf SEA?

E-E-A-T ist kein ausgewiesener Bestandteil des Qualitätsfaktors von Google Ads. Die zugrunde liegenden Qualitätsmerkmale können dennoch die Leistung einer Landingpage beeinflussen. Transparente Anbieterinformationen, fachlich korrekte Aussagen und nachvollziehbare Leistungsbeschreibungen reduzieren Unsicherheit und können dadurch die Conversion-Rate unterstützen. Diese Wirkung betrifft das Nutzerverhalten und darf nicht mit einem organischen Rankingfaktor gleichgesetzt werden.

Wie analysiert man Rankingverluste nach einem vermuteten E-E-A-T-Update?

Eine belastbare Analyse beginnt mit dem Vergleich der betroffenen Verzeichnisse, Seitentypen, Keywords und Suchintentionen. Prüfe anschließend, ob der Verlust zeitlich mit einem bestätigten Core Update zusammenfällt. Einzelne tägliche Schwankungen oder ein Rückgang bei wenigen Keywords reichen nicht aus, um einen Zusammenhang mit einer Änderung der Google-Systeme anzunehmen.

  • Segmentiere Klicks, Impressionen, Rankings und Conversions nach Seitentyp und Zeitraum.
  • Vergleiche verlorene Rankings mit den aktuell bevorzugten Ergebnissen und deren Informationsformaten.
  • Prüfe Aussagen auf fachliche Fehler, fehlende Belege, veraltete Daten und unklare Urheberschaft.
  • Bewerte, ob der Inhalt eigene Erkenntnisse liefert oder lediglich bestehende Quellen zusammenfasst.
  • Untersuche technische Änderungen, Indexierungsprobleme und interne Verlinkungen parallel zur Content-Qualität.

Verbesserungen sollten sich aus konkreten Defiziten ergeben. Zusätzliche Autorenprofile, längere Texte oder mehr Quellen sind nur sinnvoll, wenn sie Nutzern helfen, Kompetenz und Richtigkeit zu beurteilen. Google gibt keine bevorzugte Wortanzahl vor und empfiehlt ausdrücklich, Inhalte nicht auf eine vermeintlich ideale Länge zu strecken.

Fragen zu deiner SEO-, SEA- oder GEO-Strategie?

Eine strukturierte Qualitätsanalyse verbindet Content, Technik, Backlinks und Nutzerintention. Die Online Solutions Group GmbH unterstützt Unternehmen bei der Einordnung von Rankingveränderungen und der Entwicklung einer individuellen SEO- oder GEO-Strategie.

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Häufige Fragen zum Google-E-E-A-T-Konzept

Wann wurde E-A-T zu E-E-A-T erweitert?

Google gab die Erweiterung am 15. Dezember 2022 bekannt. Dabei ergänzte das Unternehmen den Faktor Experience, also Erfahrung aus erster Hand, in seinen Richtlinien für Such-Evaluatoren.

Gibt es einen offiziellen E-E-A-T-Score?

Nein. Google veröffentlicht weder einen E-E-A-T-Score noch eine Formel zur Berechnung. Kennzahlen von SEO-Tools sind eigene Modelle und dürfen nicht als offizielle Google-Werte interpretiert werden.

Benötigt jeder Artikel eine Autorenbox?

Nein. Eine Autorenbox ist sinnvoll, wenn Leser wissen müssen, wer für fachliche Aussagen verantwortlich ist. Sie ersetzt jedoch keine nachweisbare Erfahrung, Qualifikation oder sorgfältige Quellenarbeit.

Kann KI-generierter Content die E-E-A-T-Anforderungen erfüllen?

Die verwendete Technik bestimmt nicht automatisch die Qualität. Auch KI-gestützte Inhalte müssen korrekt, hilfreich, originell und verantwortlich geprüft sein. Automatisch erzeugte Masseninhalte zur Manipulation von Rankings können gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen.

Sind Backlinks ein Beleg für Autorität?

Relevante Erwähnungen und Verlinkungen können fachliche Anerkennung sichtbar machen. Die Anzahl der Backlinks allein belegt jedoch keine Autorität, da Herkunft, thematische Nähe, Kontext und Natürlichkeit der Verweise berücksichtigt werden müssen.

Wie schnell wirken E-E-A-T-Verbesserungen?

Dafür gibt es keinen festen Zeitraum. Einzelne Änderungen können nach erneutem Crawling sichtbar werden, während Google für eine Neubewertung der gesamten Website mehrere Monate oder weitere Änderungen seiner Kernsysteme benötigen kann.


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