rel=sponsored

Was ist das Sponsored-Attribut?

rel="sponsored" ist ein HTML-Linkattribut für bezahlte, gesponserte oder anderweitig vergütete Verlinkungen. Es kennzeichnet gegenüber Suchmaschinen, dass zwischen Linkgeber und Linkziel eine kommerzielle Beziehung besteht. Der Link bleibt für Nutzer anklickbar, soll jedoch nicht wie eine unabhängige redaktionelle Empfehlung bewertet werden.

rel="sponsored" beschreibt die kommerzielle Beziehung hinter einem Link. Das Sponsored-Attribut gehört in das rel-Attribut eines HTML-Links und wird insbesondere bei Anzeigen, Advertorials, Affiliate-Links und bezahlten Kooperationen eingesetzt.

Was bedeutet das Sponsored-Attribut?

Das Sponsored-Attribut teilt Suchmaschinen mit, dass eine Gegenleistung für die Verlinkung vereinbart wurde. Eine Gegenleistung kann aus Geld, kostenlosen Produkten, Rabatten, Provisionen oder anderen wirtschaftlichen Vorteilen bestehen. Maßgeblich ist die kommerzielle Beziehung, nicht die Bezeichnung des Beitrags als Anzeige, Test oder Partnerschaft.

Ein korrekt gekennzeichneter Link sieht im HTML-Code beispielsweise so aus:

Ein Link aus einem bezahlten Advertorial kann so ausgezeichnet werden: <a href="https://www.beispiel.de/" rel="sponsored">Produkt ansehen</a>. Das Attribut steht im öffnenden Linkelement und bezieht sich ausschließlich auf diesen Link.

Die Kennzeichnung verändert den Link für den Besucher nicht. Der Link lässt sich weiterhin anklicken, kann Referral-Traffic erzeugen und zu Verkäufen oder Anfragen führen. Das Sponsored-Attribut steuert vor allem, wie Suchmaschinen die Verbindung zwischen den beiden Seiten einordnen.

So wird rel=”sponsored” eingesetzt

Das Attribut wird direkt im <a>-Element ergänzt. Entscheidend ist, dass jeder vergütete ausgehende Link ausgezeichnet wird. Eine Kennzeichnung nur am Seitenanfang oder im sichtbaren Text ersetzt das technische Attribut nicht, weil Suchmaschinen die Beziehung auf Linkebene verarbeiten.

  • Bezahlte Advertorials enthalten das Sponsored-Attribut an den eingebundenen Kundenlinks.
  • Affiliate-Links werden gekennzeichnet, wenn Klicks oder Käufe eine Provision auslösen können.
  • Links aus Produktkooperationen erhalten die Kennzeichnung auch dann, wenn kein Geld gezahlt wurde.
  • Banner, Textanzeigen und gesponserte Vergleichseinträge zählen ebenfalls zu kommerziellen Verlinkungen.

Mehrere Linkattribute dürfen in einem rel-Attribut stehen. Die Werte werden dabei durch Leerzeichen getrennt. rel="sponsored nofollow" ist technisch zulässig und kann bei bestehenden Systemen sinnvoll sein, die bezahlte Links bisher ausschließlich mit nofollow markiert haben.

Sponsored, nofollow und ugc

Der Unterschied zwischen Sponsored, Nofollow und UGC liegt in der beschriebenen Linkbeziehung. Sponsored bezeichnet eine kommerzielle Verbindung. UGC steht für User Generated Content und kennzeichnet Links, die Nutzer beispielsweise in Kommentaren oder Forenbeiträgen eingefügt haben. Nofollow ist eine allgemeinere Angabe, wenn der Link nicht regulär gewertet werden soll.

AttributTypischer EinsatzAussage des Attributs
rel="sponsored"Werbung, Affiliate-Link, bezahlte KooperationDer Link beruht auf einer kommerziellen Beziehung.
rel="ugc"Kommentar, Forum, Community-BeitragDer Link wurde durch einen Nutzer erstellt.
rel="nofollow"Nicht redaktionell bestätigte oder allgemein eingeschränkte LinksDer Link soll nicht wie eine reguläre Empfehlung behandelt werden.
Kein ZusatzFrei gesetzter redaktioneller LinkEs wird keine besondere Beziehung ausgewiesen.

Für bezahlte Verlinkungen ist Sponsored die präziseste Angabe. Nofollow kann für solche Links weiterhin verwendet werden, beschreibt den kommerziellen Hintergrund aber weniger genau. Eine pauschale Kennzeichnung aller externen Links ist ebenfalls nicht sinnvoll, weil freiwillig gesetzte Quellenverweise eine andere Beziehung ausdrücken als Werbung.

Bedeutung für das Linkbuilding

Beim strategischen Linkbuilding muss zwischen redaktionell verdienten Links und bezahlten Platzierungen unterschieden werden. Ein redaktioneller Backlink entsteht aufgrund des Inhalts oder der Quelle. Ein Sponsored-Link entsteht im Rahmen einer wirtschaftlichen Vereinbarung und muss deshalb technisch entsprechend gekennzeichnet werden.

Das Sponsored-Attribut macht einen Link nicht wertlos. Ein passender Advertorial-Link kann qualifizierte Besucher, Markenbekanntheit und direkte Conversions liefern. Der wirtschaftliche Nutzen sollte deshalb anhand von Klicks, Leads, Transaktionen und Umsatz beurteilt werden, nicht allein anhand einer erwarteten Übertragung von Linksignalen.

Bezahlte Links, die gezielt unmarkiert bleiben, können als Versuch gewertet werden, Suchrankings durch gekaufte Empfehlungen zu beeinflussen. Für Unternehmen bedeutet das: Vertrag, redaktionelle Kennzeichnung und HTML-Auszeichnung müssen zusammenpassen. Ein strukturierter Backlink-Audit hilft, auffällige Kooperationen und unpassende Attribute im Linkprofil zu finden.

Das Sponsored-Attribut ersetzt keine gesetzlich erforderliche Werbekennzeichnung. Hinweise wie Anzeige oder Werbung informieren den Leser, während rel="sponsored" die kommerzielle Linkbeziehung für Suchmaschinen auszeichnet. Bei einem Advertorial können deshalb beide Kennzeichnungen erforderlich sein.

Relevanz für SEO, SEA und GEO

Für SEO trennt das Sponsored-Attribut kommerzielle Platzierungen von unabhängigen Empfehlungen. Diese Trennung reduziert das Risiko, dass bezahlte Kooperationen als manipulativer Linkaufbau interpretiert werden. Gleichzeitig bleiben messbare Effekte wie Referral-Traffic, unterstützte Conversions und Markeninteraktionen erhalten.

Im SEA-Umfeld betrifft das Sponsored-Attribut vor allem Links außerhalb der eigentlichen Anzeigenplattform, beispielsweise bezahlte Publisher-Beiträge, Affiliate-Seiten oder native Anzeigen. Normale Google-Ads-Zielseiten benötigen das Attribut nicht, weil der Anzeigenlink nicht durch den Quellcode deiner Website erzeugt wird.

Für GEO, also Generative Engine Optimization, liefert das Attribut maschinenlesbaren Kontext über eine kommerzielle Beziehung. Daraus folgt jedoch kein direkter Vorteil bei Empfehlungen durch ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Grok. Für KI-Sichtbarkeit zählen vor allem nachvollziehbare Inhalte, belastbare Quellen und unabhängige Erwähnungen.

Sponsored-Links prüfen

Messbar ist die Kennzeichnung zum Beispiel so: Erfasse alle eingehenden und ausgehenden Links aus Kooperationen und vergleiche deren HTML-Attribute mit Verträgen, Rechnungen und Affiliate-Programmen. Das Backlink-Tool der Performance Suite unterstützt die Analyse neuer, verlorener und auffälliger Backlinks. Der Quellcode der verlinkenden Seite bleibt für die Prüfung des konkreten Attributs maßgeblich.

Bei einer manuellen Kontrolle öffnest du den Seitenquelltext oder die Entwicklerwerkzeuge des Browsers und suchst nach der Ziel-URL. Innerhalb des zugehörigen <a>-Elements muss der Wert sponsored erscheinen. Eine sichtbare Werbekennzeichnung allein belegt nicht, dass das technische Linkattribut gesetzt wurde.

Einen ersten Überblick über das eigene Linkprofil liefert der kostenlose Backlink-Check:

Häufige Fragen zum Sponsored-Attribut

Wann muss ein Link als sponsored gekennzeichnet werden?

Ein Link sollte als sponsored gekennzeichnet werden, wenn Geld, Produkte, Provisionen, Rabatte oder andere wirtschaftliche Vorteile für die Platzierung gewährt wurden. Das gilt auch für Affiliate-Links und Sachkooperationen.

Kann ich sponsored und nofollow gleichzeitig verwenden?

Ja, beide Werte können innerhalb desselben rel-Attributs stehen und werden durch ein Leerzeichen getrennt. Diese Kombination kann bei älteren Systemen oder bestehenden Kennzeichnungsregeln sinnvoll sein.

Sind Sponsored-Links schlecht für SEO?

Sponsored-Links sind nicht grundsätzlich schlecht für SEO. Sie können Besucher, Verkäufe und Markenbekanntheit erzeugen, sollen aber nicht wie unabhängige redaktionelle Empfehlungen behandelt werden.

Müssen Affiliate-Links das Sponsored-Attribut tragen?

Affiliate-Links beruhen gewöhnlich auf einer möglichen Provision und zählen deshalb zu kommerziellen Verlinkungen. Das Sponsored-Attribut beschreibt diese Beziehung präzise.

Kann Google einem Sponsored-Link folgen?

Das Sponsored-Attribut ist keine technische Zugriffssperre. Der Link bleibt erreichbar und kann von Nutzern aufgerufen werden. Soll Crawling verhindert werden, sind andere technische Maßnahmen erforderlich.

Reicht der sichtbare Hinweis Werbung aus?

Der sichtbare Werbehinweis und das Sponsored-Attribut erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Hinweis informiert den Leser, während das Linkattribut Suchmaschinen die kommerzielle Beziehung mitteilt.

Wenn du bezahlte Kooperationen und dein gesamtes Backlink-Profil fachlich prüfen lassen möchtest, kannst du einen unverbindlichen Potenzialcheck anfragen.

Kostenlosen Potenzialcheck anfragen


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Free Account erstellen


Weitere Inhalte