Skip to main content

RIPE

Was bedeutet RIPE?

Die Réseaux IP Européens, in der Kurzform RIPE genannt, ist eine Arbeitsgemeinschaft. Ursprünglich handelt es sich bei der Abkürzung RIPE um eine englische Bezeichnung, für welche die volle Ausschrift Réseaux IP Européens erdacht wurde. Gegründet wurde sie am 22. Mai 1989, aus einer Kooperation von Netzwerken, mit dem Ziel ein europäisches Netz, basierend auf dem Internet Protokoll, zu schaffen. Hauptsitz der Arbeitsgemeinschaft ist Amsterdam in den Niederlanden. Der aktuelle Vorsitzende der Organisation ist Hans Petter Holen.

Regionale Registries

Aus der Réseaux IP Européens heraus entstand die erste Regional Internet Registry, eine von fünf Organisationen, welche mit der Zuteilung von Internet-Ressourcen betraut sind. Diese Organisation firmiert unter dem Namen RIPE Network Coordination Centre bzw. in der Kurzform RIPE NCC. Das Network Coordination Centre nimmt, als eine seiner Hauptaufgaben, die Verteilung von IP-Adressen im europäischen Raum wahr.

Für andere Regionen der Welt sind weitere Regional Internet Registries wie die American Registry for Internet Numbers (ARIN), das Asia-Pacific Network Information Centre (APNIC), die Latin American and Caribbean Internet Addresses Registry (LACNIC) und das African Network Information Centre (AfriNIC) zuständig.

Die IP-Adressen werden dem Network Coordination Centre von der IANA zugeteilt. Die Internet Assigned Numbers Authority ist die oberste Instanz für die Zuteilung von IP-Adressen. Aus dem von der IANA zugeteilten Pool an IP-Adressen vergibt das Network Coordination Centre wiederum kleinere Blöcke an sogenannte Local Internet Registries. Bei diesen Local Internet Registries handelt es sich meist um Internetdienstanbieter, größere Unternehmen sowie Universitäten und Hochschulen.

Arbeitsgruppen, Beschlüsse und Konferenzen

Die Arbeitsgemeinschaft selbst dient der Diskussion und dem Beschluss von Empfehlungen für das RIPE Network Coordination Centre. Mittlerweile hat die Réseaux IP Européens fast siebenhundert Empfehlungen verabschiedet. Bestimmte Themen werden innerhalb von Arbeitsgruppen erörtert und diskutiert. Dazu wird eine entsprechende Infrastruktur von der Réseaux IP Européens bereitgestellt. Mehrmals im Jahr, im Normalfall im Mai und Oktober bzw. November finden die Konferenzen der RIPE statt. Bei der ersten dieser Konferenzen erschienen 14 Teilnehmer, mittlerweile sind es über 400.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns