Skip to main content

WYSIWYG (What You See Is What You Get)

Was ist WYSIWYG?

WYSIWYG steht als Abkürzung für den Zusammenhang What You See Is What You Get. Übersetzt aus dem Englischen bedeutet es: Was Du siehst, ist, was Du bekommst). In Programmen, Editoren und Systemen steht WYSIWYG für eine Methode, bei der in der Erstellung die gleichen Dinge zu sehen sind wie später in der Ausführung auf Endgeräten. Editoren auf WYSIWYG-Basis haben den Vorteil, dass Anwender keine großen Programmierkenntnisse beherrschen müssen, um sie zu bedienen.

Überblick und Allgemeines

Die Entwicklung von Editoren nach dem Prinzip What You See Is What You Get geht zurück auf das Ziel, ohne tiefgreifende Kenntnisse Dokumente erstellen zu können. Benutzer können beispielsweise über WYSIWYG-Editoren Web-Dokumente entwickeln, ohne eine Auszeichnungssprache oder Programmiersprache beherrschen zu müssen.

Ein einfaches Anwendungsprinzip von WYSIWYG What You See Is What You Get findet sich in dem Textverarbeitungsprogramm Word, das den eingegebenen Text und seine Formatierung exakt so auf dem Bildschirm darstellt, wie er später im Dokument oder beim Druck aussehen wird. Abzugrenzen vom WYSIWYG-Prinzip ist das WYSIWYM-Prinzip, das als Abkürzung für What You See Is What You Mean (Was Du siehst, ist, was Du meinst. Dieses stellt einen Text oder eine Formatierung nicht in Endform dar, sondern lediglich so, dass sein Zweck deutlich wird. Dies erfordert deutlich mehr Kenntnisse über die Funktion des jeweiligen Programms.

Vorzüge und Risiken von WYSIWYG-Editoren

Der große Vorzug des Prinzips WYSIWYG What You See Is What You Get liegt in der einfachen Anwendung. Da kein Einblick in den Quellcode erforderlich ist und jeder Schritt im Dokument so aussieht wie in der Endversion, können auch wenig erfahrene Anwender mit WYSIWYG-Editoren arbeiten.

Solche Editoren bieten jedoch keine Gewissheit über die Darstellung des Contents auf verschiedenen Geräten und insbesondere in unterschiedlichen Browsern. Es kann vorkommen, dass der Inhalt nicht in sämtlichen Browsern auf gleiche Art und Weise dargestellt wird.

Nutzer überlassen den Quellcode bei solchen Editoren ganz dem Programm. Somit kann es vorkommen, dass sich unbeabsichtigte Code-Zeilen einschleichen. So können schon harmlos erscheinende Formatierungsänderungen in der Praxis stark von der Darstellung in einem regulären HTML-Editor abweichen. Zudem ist es schwer, einen möglichen Fehler im Programmcode ausfindig zu machen, wenn man mit einem Editor auf der Basis von What You See Is What You Get arbeitet.

Zudem wird in WYSIWYG-Editoren nicht zwischen Auszeichnung und Inhalt differenziert. Diese Editoren zeichnen die Inhalte auf direkte Weise mit Formatierungsanweisungen aus. Dies widerspricht den Prinzipien der guten Erstellung von Webseiten. Besser ist es, Markups in separaten Dateien anzufertigen, beispielsweise CSS-Dateien.

Weiterhin kann es vorkommen, dass WYSIWYG-Editoren nicht benötigten, überflüssigen Code generieren. Dieser zusätzliche Code ist zudem oftmals nicht valide beziehungsweise entspricht er nicht den Maßgaben des W3C.

Stellenwert in der Erstellung von Webseiten und für die SEO

WYSIWYG What You See Is What You Get findet nicht nur in Editoren Anwendung. Auch CMS (Content-Management-Systeme) wie etwa Drupal nutzen dieses Prinzip, um die Editierung von Webseiten-Inhalten ohne Kenntnis einer Auszeichnungssprache zu ermöglichen.

Screenshot von Drupal

Geht es um Suchmaschinenoptimierung (SEO), so ist auf die Erstellung eines bestimmten Quellcodes zu achten, der von Suchmaschinen optimal ausgelesen werden kann. Ebenso ist es meist gewünscht, bestimmte Teile des Codes vom Indexieren durch eine Suchmaschine auszuschließen. Nicht alle Elemente sollen ausgelesen oder gecrawlt werden. Die Möglichkeit, den Code an diese Bedürfnisse anzupassen, ist den meisten WYSIWYG-Editoren nicht gegeben.

Tipp

Für die Suchmaschinenoptimierung sollte man daher eher HTML-Editoren nutzen, die eine genauere Bearbeitung des Quellcodes ermöglichen. Ebenso ist die Darstellung in unterschiedlichen Browserarten von Bedeutung, da der Quellcode bei sämtlichen Nutzern und Browsern zumindest auf nicht allzu stark abweichende Art und Weise angezeigt werden soll.

Dennoch arbeitet man weiterhin im SEO mit WYSIWYG What You See Is What You Get, auch im Hinblick auf Programmiersprachen wie JavaScript. Hinsichtlich der konkreten SEO-Ziele gilt es abzuwägen, inwiefern eine exakte Bearbeitung des Quellcodes erforderlich ist und ob ein WYSIWYG-Editor dies leisten kann.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

WYSIWYG (What You See Is What You Get)
Beitrag bewerten