Google X

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Was ist Google X?

In Bezug auf neue Technologien und Innovation aus Mountain View f√§llt immer wieder ein Name auf – Google X. Dabei handelt es sich um eine Forschungsabteilung des US-amerikanischen IT-Giganten, die in unmittelbarer N√§he der Google-Zentrale im kalifornischen Mountain-View angesiedelt ist. Der Name ist ein cleveres Wortspiel, wobei X f√ľr das Unbekannte (Unknown) steht. Der leitende Chefforscher der Forschungseinrichtung ist der Google-Gr√ľnder Sergey Brin. Der Aufbau und die ersten Erfolge der Forschungseinrichtung sind dem deutschen Robotikforscher Sebastian Thrun zu verdanken.

Zukunftsweisende Forschungsprojekte

Der IT-Gigant Google hat den Technologiemarkt schon in vielerlei Hinsicht stark beeinflusst und vorangetrieben. Bei vielen der von Google entwickelten Technologien wie beispielsweise Android, Google Maps oder YouTube handelt es sich letztendlich um Endnutzertechnologien, die in erster Linie f√ľr den allt√§glichen Einsatz ausgerichtet sind, und nicht um Produkte, die das Leben vieler Millionen Menschen nachhaltig beeinflussen. Genau f√ľr diese Art von Projekten wurde die Forschungsabteilung Google X ins Leben gerufen. In diesen Laboren werden viele der sogenannten “Moonshot-Projekte” entwickelt. Bei diesen handelt es sich um Projekte, die eher unrealistisch und ehrgeizig klingen, wie beispielsweise die Mondlandung aus dem Jahr 1961. An welchen Projekten in diesen Laboren tats√§chlich gearbeitet wird ist nicht bekannt. Nur wenige der fortgeschrittenen Projekte finden ihren Weg in die √Ėffentlichkeit.

Bekannte Entwicklungen aus den X-Laboren

Das bekannteste und beliebteste Projekt aus den Google X-Laboren ist die Datenbrille Google Glass, die relevante Informationen im Sichtfeld des Tr√§gers anzeigt und im Februar 2013 der breiten √Ėffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Projekt wird seit 2015 in einer eigenst√§ndigen Division innerhalb des Google Campus weiterentwickelt.
F√ľr Schlagzeilen und weltweites √∂ffentliches Interesse sorgte auch das autonom fahrende Auto von Google, das im Gegensatz zu √§hnlichen Projekten ganz ohne Steuerungselemente auskommt. Aussagen von Google zufolge, sind in dem kalifornischen Bundesstaat rund 30 selbstfahrender Google-Fahrzeuge aktiv und sind schon √ľber 400.000 Meilen unfallfrei gefahren. Der IT-Gigant setzt sich in diesem Zusammenhang gemeinsam mit anderen Unternehmen wie Tesla stark f√ľr die Stra√üenzulassung autonomer Autos ein und hat in diesem Bereich schon etliche Erfolge verbucht.
Eine weitere zukunftsweisende Technologie aus den Forschungseinrichtungen von Google X sind die smarten Kontaktlinsen. Dieses hochinteressante Produkt der Biowissenschaftsabteilung von Google X informiert den Nutzer durch die Analyse der Augenfl√ľssigkeit √ľber den Blutzuckerwert, sodass sich Diabetiker auf diese Weise vor starken Blutzuckerschwankungen warnen lassen k√∂nnen, noch bevor die ersten Symptome auftreten. Obwohl dieses Projekt bereits im Januar 2014 der breiten √Ėffentlichkeit pr√§sentiert wurde, ist seitdem nicht viel mehr bekannt.
Ebenfalls aus der Manufaktur der Biowissenschaftsabteilung kommt der sogenannte “Liftware Spoon”. Dieser L√∂ffel hilft Menschen beim Essen, die an Parkinson erkrankt sind, um die unerw√ľnschten Tremore besser zu kontrollieren. Dazu kommt ein intelligenter Chip zum Einsatz, der im Inneren des L√∂ffels eingebaut ist und die Zitterbewegungen bei Bedarf ausgleicht.
Mit Project Loon versucht Google, auch abgelegene und unzugängliche Regionen ohne entsprechende Infrastruktur mit Breitband-Internet zu versorgen. Um dies zu erreichen, sollen Ballons in einer geostationären Umlaufbahn in der Stratosphäre schweben und so ein schnelles und stabiles Funk-Netzwerk mit Übertragungsraten von bis zu 42 Mbit/s etablieren. Die einzelnen Ballons sollen mit performanten Akkus ausgestattet werden, die durch den Einsatz von Solarzellen geladen werden, sodass ein 24/7-Betrieb ermöglicht wird. Die Entwicklung an diesem Projekt begann im Jahr 2011. Derzeit sind mehrere Pilotprojekte an mehreren Standorten weltweit im Einsatz.
Bei Project Wing handelt es sich um Googles Antwort auf das Drohnen-Programm von Amazon. Das Ziel dieses Projekts, das sich seit 2012 in Entwicklung befindet, ist der Warenversand mit autonomen Luftfahrzeugen. Die neuesten Prototypen werden durch Propeller angetrieben und sind in der Lage senkrecht in die Luft zu starten und sich danach horizontal in der Luft zu bewegen. Dar√ľber hinaus arbeitet Google X an vielen weiteren Projekten, welche jedoch nicht n√§her spezifiziert wurden. Dazu geh√∂ren etwa komplement√§re Technologien im Bereich des Internet of Things (IOT) sowie k√ľnstliche neurale Netzwerke (Deep Learning).

Abteilungen und Tochterunternehmen

Google X setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Tochterunternehmen zusammen, die jeweils auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert sind. So besch√§ftigt sich die Life Sciences Division von Google X beispielsweise mit innovativen Biowissenschaften. Neben den bereits erw√§hnten “smarten Kontaktlinsen” ist diese Abteilung stark in die Forschung im Gesundheitsbereich involviert. Google X finanziert auf diese Weise direkt die Neu- sowie die Weiterentwicklung von Arzneimitteln und innovativen Softwarel√∂sungen zur Automatisierung medizinischer Verfahren. Ein bekanntes Tochterunternehmen von Google X ist Gecko Design. Hierbei handelt es sich um einen Spezialisten f√ľr Produktdesign, deren Designideen bereits in zahlreichen Google-Produkten umgesetzt wurden.

Eingestellte Projekte

Da sich das Unternehmen zum Ziel gemacht hat, zukunftsweisende Technologien zu erforschen und innovative Produkte zu entwickeln, ist es nicht weiter verwunderlich, dass manche Projekte bereits in der fr√ľhen Entwicklungsphase scheitern und nicht weiterverfolgt werden.

Darunter finden sich Projekte wie:

  • ein Jetpack, der im Bereich des Personentransports eingesetzt werden sollte und der sich im Verlauf der Entwicklungsphase als wenig energieeffizient herausstellte
  • ein Hoverboard, das zwar voll funktionsf√§hig ist, f√ľr den kommerziellen Einsatz aber leider zu teuer w√§re
  • ein Weltraumlift, f√ľr deren Umsetzung zurzeit keine brauchbare Technologie existiert
  • Teleportation, die eigentlich gegen die Gesetze der g√§ngigen Physikgesetze verst√∂√üt

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