Pinguin Update 2.0

pinguin update 2.0

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Was ist das Pinguin 2.0 Update?

Bei Pinguin 2.0 handelt es sich um ein Google Update, dass um den 22. Mai 2013 ausgerollt worden ist.
Das Update (auch Penguin Update 2.0 genannt) wurde von Matt Cutts auf seinem Blog bekannt gegeben.

Laut Cutts sind 2,3 Prozent der englischsprachigen Suchanfragen von dem Update betroffen. Die Anzahl der betroffenen Seiten variiert dabei von Land zu Land. Sprachen, die mehr Webspam verzeichneten, wĂŒrden dabei grĂ¶ĂŸere Auswirkungen spĂŒren als solche, die sich mit ihren Optimierungs-Maßnahmen innerhalb der Richtlinien fĂŒr Webmaster von Google bewegen. Toolanbieter wie Sistrix haben schnell reagiert und ihre Sichtbarkeitsdaten nach eigenen Angaben bereits aktualisiert.

Bereits zuvor war es zu Irritationen gekommen, weil Webseiten-Betreiber einen RĂŒckgang in puncto Rankings und Traffic zu verzeichnen hatten – damals handelte es sich aber noch nicht um den Pinguin.

Mit dem sogenannten VorgĂ€nger-Update zum Pinguin Update 2.0, dem Pinguin Update im April 2012, ist Google zum ersten Mal in noch nie dagewesener SchĂ€rfe gegen ĂŒberoptimierte Webseiten vorgegangen. Im Visier der Suchmaschine standen Seiten, die gegen die Google Webmaster Guidelines verstießen, Keywordspamming betrieben und/oder ĂŒber auffĂ€llige Linkstrukturen verfĂŒgten. An einem Tag verloren Betreiber zwischen 30 – 70 % des bisherigen Traffics. Da es sich bei diesem „SEO-Filter“ um ein algorithmisches Verfahren handelt, waren und sind Wiederaufnahme-AntrĂ€ge (reconsideration requests) auch sinnlos (im Gegensatz zu einer manuellen Strafe).

UnnatĂŒrliche Linkstrukturen im Fokus

AuffÀllig wurde man unter anderem, wenn das Linkprofil folgende Charakteristiken aufwies:

  • einseitige Verlinkung mit Money-Keywords (Kredit, Handy etc.)
  • Links aus minderwertigen Quellen (Social Bookmarks, Webkataloge, Artikelverzeichnisse etc.)
  • unnatĂŒrlich gesetzte Links
  • Linkkauf (Netzwerke)
  • Links aus minderwertigem Content heraus
  • automatisiert gesetzte Links

Aber auch Onpage-Faktoren spielten beim Pinguin-Update eine Rolle. Neben besagtem Keywordspamming (im Text oder in den Meta-Daten), kann auch inhaltsleerer Content zusammen mit einer hohen Bounce-Rate dazu fĂŒhren, dass eine Seite dem Pinguin zum Opfer fĂ€llt.

Anfangs herrschte unter Website-Betreibern und SEOs Unsicherheit, wie mit betroffenen Seiten umzugehen ist. Schließlich kristallisierten sich drei Hauptvorgehensweisen heraus:

1.) Wettmachen der Verluste durch SEO-Maßnahmen

2.) Linkabbau

3.) Betroffene Projekte “verbrannt” zurĂŒcklassen, neue Projekte aufbauen

UnzĂ€hlige verdĂ€chtige Links wurden von Pinguin-Opfern abgebaut und Google gemeldet, so dass die Suchmaschine nun ĂŒber sehr ausfĂŒhrliche und detaillierte Informationen zu Linknetzwerken und andere unerlaubte Praktiken verfĂŒgen dĂŒrfte – sofern letztere nicht schon der Bannstrahl von Google getroffen hat, dĂŒrfte hier der große Knall spĂ€testens mit dem nĂ€chsten Pinguin Update nach Update 2.0 kommen.

Der richtige Umgang mit dem Update war und ist schwierig. Vor allem, wenn man als kleiner Website-Betreiber einen Internetauftritt mit tausenden Links sein Eigen nennt, ĂŒberlegt man sich schon zweimal, ob ein Linkaufbau wirklich die wirtschaftlich sinnvollste Alternativ darstellt – zumal man auch nicht sicher weiß, ob die in den Abbau investierte Zeit (Webmaster kontaktieren etc.) schließlich auch das gewĂŒnschte Resultat erbringt: die Wiedererlangung der Sichtbarkeit von vor dem Update.

Echte Pinguin-Erfolgsstorys sind rar

Wie eine Umfrage von SERoundtable unter englischsprachigen Website-Betreibern ein Jahr nach dem Update zeigt, haben es bislang nur die wenigsten geschafft, dem Pinguin ganz zu entkommen. Zwar gab es zum Teil leichte Verbesserungen, aber 96 % der befragten Webmaster gaben an, die Sichtbarkeit vor dem Update nicht wieder erreicht zu haben.

Doch auch im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile einige Erfolgsstorys von Webseiten, die den Weg aus der Pinguin-Falle gefunden zu haben scheinen.

Welche Punkte sind nun im Hinblick auf das neueste Update wichtig?

Trust wird fĂŒr Google ein ganz wichtiger Faktor bei der Bewertung von Links. Ziel sollte es sein, auch einige Links von Seiten zu erhalten, denen Google besonderes Vertrauen entgegenbringt – so ist man am ehesten gegen Updates gewappnet und verkraftet auch einige “schlechte” Links im Link-Portfolio.
Auch soziale Signale werden kĂŒnftig wohl ein gewisses Gewicht erhalten. Spielen die Seiten, von denen ein Link stammt, auch in sozialen Netzwerken eine Rolle? Werden diese viel geteilt oder gelikt?
Im Vergleich zu Links mit Moneykeyword mĂŒssen auch vermehrt Linktexte mit dem Brand und “hier” und “klicken”-Links aufgebaut werden.
Google wird sich hier in Zukunft ansehen, wie viele Besucher ĂŒber einen Link tatsĂ€chlich kommen. Denn nur ein Link, der auch einen Besucherstrom generiert, ist nach Google-MaßstĂ€ben ein guter Link. Alles andere dient nur dazu, das eigene Ranking zu pushen.
Aufgepasst werden muss auch auf die Geschwindigkeit, mit der neue Links gesetzt werden. Werden diese kontinuierlich generiert oder gibt es hier jeweils Linkspitzen, die unnatĂŒrlich sind und die Google dementsprechend in Zukunft abwerten wird, wenn ein gewisses Limit ĂŒberschritten ist? Allerdings: Steigt in einem bestimmten Zeitraum das Suchvolumen nach dem Brand (z. B. aufgrund einer TV-Kampagne), dann ist auch ein Anstieg der Linkzahlen durchaus natĂŒrlich.

Linkaufbau in der Post-Pinguin-Ära

Zwei Fragen sollte man sich stellen, wenn man einen Link in der Post-Pinguin Ära setzt:

1.) WĂŒrde ich diesen Link auch aufbauen, wenn er no-follow wĂ€re?
2.) Wie leicht könnte ein AnfÀnger die eigene Linkbuilding-Strategie nachahmen?

In vielen Kommentaren wird deutlich, dass es in Zukunft in puncto Linkaufbau darum geht, sich Links zu verdienen, weil man durch Content Mehrwert fĂŒr eine Community schafft. Google wird die Grenzen dessen, was noch gerade noch tolerierbar und was Spam ist, wohl immer enger ziehen. Das Linkprofil der eigenen Seite(n) im Detail zu verstehen, wird daher in Zukunft immer wichtiger werden. DafĂŒr stehen mit Majestic SEO, Ahrefs, Link Research Tools usw. zahlreiche spezialisierte Tools zur VerfĂŒgung.

Wer das GefĂŒhl hat, sich im Pinguin verfangen zu haben, sollte unbedingt professionellen Rat einholen und neben einer Onpage-Analyse auch eine ausfĂŒhrliche Linkstruktur-Analyse durchfĂŒhren lassen.

FAQ

Welche Folgen hatte der Pinguin fĂŒr einige Seiten?

Deutliche RĂŒckgĂ€nge im Traffic, von 30 bis 70%. Bei englischsprachigen Suchanfragen sind 2,3% betroffen, allerdings sind die Zahlen bei vielen LĂ€ndern unterschiedlich.

Welche Tools gibt es, nun Linkprofile zu verstehen?

Zahlreiche Anbieter wie beispielsweise Ahrefs, Majestic SEO und Link Research Tools.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bezĂŒglich eines Online Marketing Themas haben, dann können Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ĂŒber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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