Preheader

Was ist ein Preheader?

Der Preheader ist ein Bestandteil eines Newsletters. Es handelt sich dabei um einen kurzen Text, der direkt nach dem Betreff und vor dem eigentlichen Inhalt erscheint und beispielsweise zusammenfasst, was den Leser im Newsletter erwartet. Zahlreiche E-Mail-Clients nutzen den Preheader, um dem EmpfÀnger des Newsletters einen Einblick zu ermöglichen. Dazu zÀhlen:

  • gmail.com
  • yahoo.de
  • t-online.de
  • Android
  • iOS
  • Outlook

Nutzen des Pre-Header fĂŒr das E-Mail-Marketing

In der Regel bildet sich der Preheader aus den ersten lesbaren Worten einer E-Mail. Das heißt, dass diese Informationen noch vor dem Öffnen der E-Mail ersichtlich sind. Damit bilden sie einen wichtigen Bestandteil des E-Mail-Marketing und können zusĂ€tzlich zum Betreff das Interesse des EmpfĂ€ngers wecken und verstĂ€rken. Gerade mit Blick auf die “Mobile First”-Strategie von Unternehmen ist der Preheader als Interaktionsaktions-Tool nicht zu unterschĂ€tzen.

Als nĂŒtzlich erweist sich der Preheader daher in erster Linie auf Smartphones und anderen mobilen EndgerĂ€ten. Der EmpfĂ€nger kann anhand des kurzen Einblicks einschĂ€tzen, ob er die Mail öffnen und damit gegebenenfalls InternetgebĂŒhren aufwenden möchte. DarĂŒber hinaus findet er eine alternative Online-Version, falls das mobile GerĂ€t die Mail nicht einwandfrei darstellen kann.

Die Geschichte des Pre-Header

In den vergangenen Jahren haben sich die Nutzer mobiler EndgerĂ€te drastisch erhöht. FĂŒr das Öffnen und Lesen von E-Mails auf Smartphones interessieren sich dabei vor allem Nutzer im Alter von 18 und 30 Jahren. Der Preheader ist ein effektives Tool, um dieses Nutzerverhalten in der jeweiligen E-Mail-Kampagne einzuplanen.

UrsprĂŒnglich waren zahlreiche E-Mail-Programme nicht in der Lage, HTML-Quellcode zu interpretieren und die in HTML erstellte E-Mail korrekt darzustellen. Im Preheader befand sich daher in der Regel ein Hinweis auf eine lesbare Alternative im Webbrowser.

Hinweis

Wenn Sie noch weiter Informationen bezĂŒglich des Themas HTML 5 benötigen, können Sie sich gerne auf unserem Glossar darĂŒber oder auch ĂŒber andere Themen weiterbilden.

Auch heute haben manche E-Mail-Programme die HTML-Darstellung noch nicht umgesetzt, verĂ€ndern den HTML-Code von E-Mails oder verwenden – wie Microsoft Outlook – zur Anzeige von HTML im Hintergrund das Textverarbeitungsprogramm Word. Inzwischen sind zwar viele E-Mail-Programme in der Lage, HTML-code zu verarbeiten; die Darstellung auf kleineren Displays ist dennoch schwierig.

In zahlreichen Newslettern lautet aus quasi historischen GrĂŒnden der erste Satz – und damit der Preheader – wie folgt: “Haben Sie Probleme, diese Mail zu lesen…” oder “Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden…”. Damit wird der Leser gleich mit einem möglichen Problem konfrontiert und nicht mit relevanten Informationen versorgt.

Wirksamer Einsatz im E-Mail-Marketing

ZusÀtzlich zum Betreff ist der Preheader ein effektives Tool, um die Neugier des (potenziellen) Kunden zu wecken und dazu zu bewegen, die E-Mail zu öffnen und aufmerksam zu lesen. Wichtig ist dabei, Begriffe zu vermeiden, die als Spam wahrgenommen werden könnten. Selbst wenn solche E-Mails vom System-Filter nicht dem Spamordner zugeteilt werden, könnten die EmpfÀnger skeptisch werden und die Mail ungelesen löschen.

Als besonders effektiv haben sich Pre-Header erwiesen, die einen Call-to-Action beinhalten. Sie fordern den EmpfÀnger dazu auf, etwas Bestimmtes zu tun: Versandkostenfrei bestellen, an einem Gewinnspiel teilnehmen oder Àhnliches.

Der Versender des Newsletters kann mit einem Pre-Header werbewirksam agieren, indem er erkennt, was den EmpfĂ€nger bewegt, welche WĂŒnsche er hat und welchen Nutzen er aus der Information in der E-Mail ziehen kann.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bezĂŒglich Call to Action haben, dann können Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich ĂŒber das Thema informieren.

Die unterschiedlichen Funktionsweisen eines PreHeader

Wird der Pre-Header nicht individuell definiert, wird er von einzelnen E-Mail-Clients aus den ersten Textzeilen der Mail ausgelesen. Diese enthalten hĂ€ufig einen Verweis auf eine Online-Version des Newsletters, eignen sich aber nicht fĂŒr das E-Mail-Marketing, da sie Betreff und Inhalt nicht sinnvoll ergĂ€nzen. Der Einsatz gesondert definierter Pre-Header ist empfehlenswert, wenn auch oder vor allem Nutzer der mobilen Medien erreicht werden sollen.

Um Preheader mittels HTML in den Newsletter einzubinden, stehen drei Möglichkeiten zur VerfĂŒgung:

Eine kurze Zusammenfassung des eigentlichen Newsletter-Inhalts voranzustellen, ist die einfachste Lösung. Diese Textzeilen können annĂ€hernd alle E-Mail-Clients einlesen und korrekt darstellen. AbhĂ€ngig vom Client sind jedoch gegebenenfalls EinschrĂ€nkungen in der Anzeige zu beachten. So darf der Pre-Header bei einigen Programmen – abhĂ€ngig vom verfĂŒgbaren Platz im Mail-Programm sowie vom jeweiligen mobilen EndgerĂ€t – eine gewisse Zeichenanzahl nicht ĂŒberschreiten. In der Regel betrĂ€gt der darstellbare Platz 50 bis 140 Zeichen.
Um Preheader ausschließlich in der mobilen Ansicht anzeigen zu lassen, aber auf herkömmlichen Desktop-GerĂ€ten zu verbergen, können entsprechende HTML-Attribute verwendet werden. In der Regel erfolgt die Einbindung ĂŒber das -Element. FĂŒr die Ansichtsdifferenzierung Mobile – Desktop sorgt der Parameter style=”…” mit den passenden Attributen.
Es existieren unterschiedliche Software-Angebote, mit deren Hilfe Newsletter auch vom Laien gestaltet und versandt werden können. In der Regel kann der Anwender den PreheaderÂ ĂŒber eine entsprechende Einstellung in die E-Mail integrieren. Auch wenn diese Option nicht verfĂŒgbar ist, besteht die Möglichkeit, den Quellcode manuell zu bearbeiten und einen sichtbaren oder nicht sichtbaren Pre-Header einzurichten.

Preheader im Newsletter – die Technik

Ein sichtbarer Preheader kann als erster Satz vor dem eigentlichen E-Mail-Text eingefĂŒgt werden. Dabei wird empfohlen, den Pre-Header dem Hinweis auf die Browser-Version voranzustellen.

Soll der Pre-Header in der geöffneten E-Mail nicht sichtbar sein, kann die Textfarbe der des Hintergrunds angepasst werden. Alternativ lÀsst sich der Text in einen DIV-Container unterbringen, der versteckt wird. Die zuletzt genannte Variante lÀsst sich wie folgt umsetzen: Preheader-Text, z. B. Hinweise auf Rabatt-Aktionen plus Link zur Online-Version der E-Mail.

Die Style-Parameter weisen dem Mail-Clienten folgende Informationen zu:

  • Der Inhalt des Containers soll nicht angezeigt werden.
  • Die maximale Höhe des Containers betrĂ€gt 0.
  • Die SchriftgrĂ¶ĂŸe und die Zeilenhöhe betragen ebenfalls 0.

Möglicherweise steht der DIV-Container nicht zur VerfĂŒgung oder funktioniert nicht wie vorgesehen. In diesem Fall kann alternativ ein SPAN-Element eingesetzt werden.

Tipp

Nicht immer funktioniert ein versteckter Preheader unter allen Clients. Vor dem Versand sollte die Umsetzung wie im Webdesign daher in unterschiedlichen Client-Versionen getestet werden. Sollte der Preheader trotz aller korrekten Angaben im DIV-Container oder im SPAN-Element angezeigt werden, ist der Einsatz folgender Parameter möglicherweise hilfreich:

visibility: hidden; opacity: 0; color: transparent; height: 0; width: 0;

Bedeutung des Pre-Header fĂŒr das Online-Marketing

In E-Mail-Marketing-Kampagnen und Newslettern kann der Pre-Header die Öffnungs- und Responsewerte der Mails signifikant steigern. DarĂŒber hinaus kann er mit wenig Aufwand erstellt und umgesetzt werden und gilt damit als Low Hanging Fruit. Dieser Begriff stammt aus dem Business-Bereich und bezeichnet Aktionen, die trotz ihres geringen Aufwandes hohen Umsatz generieren.

Vor allem im Mobile Marketing sollte der Preheader als werbewirksames Tool mit eingebunden werden. Der EmpfĂ€nger der E-Mail bzw. des Newsletters prĂŒft den Absender, den Betreff und den Preheader mit einem Blick darauf, ob er die Mail öffnet oder löscht.

Der Pre-Header sollte möglichst MarketingansĂ€tzen wie der AIDA-Formel entsprechen: Aufmerksamkeit, Interesse und WĂŒnsche wecken und die Möglichkeit liefern, einem Call-to-Action zu folgen. Auch das Leseverhalten des Nutzers nach dem so genannten F-Form-Muster sind zu berĂŒcksichtigen: Inhalte, die oben und links platziert sind, werden als erstes wahrgenommen.

FAQ

Warum sind Preheader so beliebt?

Da sie einen kurzen Einblick in die restliche Mail geben und der EmpfÀnger sich somit leichter entscheiden kann, ob er die Mail lesen will oder nicht.

Braucht man viel Aufwand, um einen Preheader zu erstellen?

Ganz und gar nicht. Auch die Umsetzung ist nicht kompliziert und sie sind dadurch sehr werbewirksam. Auch aus diesem Grund sollte man nicht darauf verzichten.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bezĂŒglich eines Online Marketing Themas haben, dann können Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ĂŒber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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