Catch-All

Was ist ein Catch-All?

Im allgemeinen Gebrauch ist ein Catchall oder Catch-All ein allgemeiner Begriff oder eine metaphorische Dumping-Gruppe für eine Vielzahl ähnlicher Wörter oder Bedeutungen.

Catch-All bei E-Mails

Bei E-Mails bezieht sich ein Catch-All normalerweise auf ein Postfach in einer Domäne, das alle E-Mail-Adressen erfasst, die an die Domäne adressiert sind und nicht auf dem E-Mail-Server vorhanden sind. Durch die Konfiguration einer Catch-All-Adresse kann verhindert werden, dass E-Mails aufgrund von Rechtschreibfehlern verloren gehen. Viele E-Mail-Hosts erlauben jedoch keine Catch-Alls mehr, da viele Spammer die Funktion missbrauchen und zufällige E-Mail-Adressen spammen.

Beispiel:

Wenn contact@beispiel.com als E-Mail-Adresse für alle E-Mails auf beispiel.com konfiguriert ist, werden E-Mails, die an eine undefinierte E-Mail-Adresse von @beispiel.com gesendet werden, an contact@beispiel.com weitergeleitet und nicht als unzustellbare Nachricht oder unbekannter Benutzerfehler zurückgewiesen.

Wenn der Absender somit die Bezeichnung “contact” falsch schreibt, wird die E-Mail dennoch automatisch an die richtige Adresse weitergeleitet. Seit es Massenspamming gibt, gilt es jedoch als besser, alle E-Mails mit unbekannten Adressen abzulehnen, Spam zu bekämpfen (z. B. durch Spamfilter) und den Netzwerkverkehr zu reduzieren. E-Mail-Adressen, die häufig falsch geschrieben sind, können als Alias hinzugefügt werden.

Catch-All bei Webseiten

Wenn diese Funktion für eine Internetdomäne eingerichtet ist, führt dies dazu, dass jede Zeichenfolge, die als Sublevel-Domain eingegeben wird, an einen bestimmten Host weitergeleitet wird, z. B. an die Secondlevel-Domain. Die Besonderheit der Funktion besteht darin, dass die Sublevel-Domain zwar physisch nicht existiert, aber an einen etablierten Host weitergeleitet wird, unabhängig davon, welcher String als Subdomain eingegeben wurde.

Beispiel:

Jemand richtet für die Domain beispiel.com eine Catch-All-Funktion ein. Der Benutzer gibt xyz.beispiel.com in seinem Browser ein. Es ergibt eine Weiterleitung zu beispiel.com, obwohl die xyz als Subdomain nicht existiert. Bei Verwendung einer Auffangfunktion sollte jedoch Vorsicht walten gelassen werden.

Markenrechte können durch die Weiterleitung verletzt werden. Dies wird für den Fall angenommen, dass die Second-Level-Domain rein deskriptiv ist und bei Eingabe eines geschützten Namens eine Umleitung auf die Seite des Domain-Owners erfolgt. Der Internetnutzer kann dann fälschlicherweise der Annahme sein, dass die Seite, auf die er weitergeleitet wird, irgendwie mit der Firmenquelle in Verbindung steht. In solch einem Fall liegen oft bereits ausreichende Gründe für eine Markenverletzung vor.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG


Weitere Inhalte