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Prototyping

Was ist Prototyping?

Mit dem Begriff Prototyping wird die Entwicklung eines Prototypen im Bereich der Software- und Webentwicklung bezeichnet, welcher durch eine agile Vorgehensweise erzeugt wird. Dieser erste Entwurf wird in erster Linie für die frühe Visualisierung und die nachfolgenden iterativen Optimierungen des Endprodukts genutzt. Bei dieser Vorgehensweise werden alle Produktbeteiligten von Designern, UI-Experten, Programmierern und Kunden bis hin zu den tatsächlichen Usern mit einbezogen. Auf diese Weise können Entwicklerteams das Feedback der Kunden und die Resonanz der Nutzer frühzeitig einholen, sodass sich die bestehenden Konzepte schnell und effizient korrigieren und optimieren lassen.

Einsatzgebiete

Prototyping wird nicht nur als Produktdokumentation genutzt. Die Vorgehensweise kann als ein interaktives Kollaborationsprojekt betrachtet werden, das eine entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Kunden trägt. Die ersten Ansätze dieses Modells haben sich bereits Anfang der 1990er Jahre aus dem Bedürfnisse nach einer flexibleren Produktentwicklung in der Software-Branche gebildet. Damals setzten viele Software-Unternehmen auf das sogenannten “Wasserfallmodell”. Bei diesem Entwicklungsparadigma war die Interaktion mit den Kunden bzw. Endbenutzern aufgrund fehlender Prototypen sehr schwierig, wodurch es im Laufe der Projektentwicklung nicht selten zu schwerwiegenden Problemen kam. Der prototypische Ansatz versucht genau diese Probleme zu eliminieren, indem es den User in die Produktentwicklung mit einbezieht.

Unterschiedliche Arten von Prototyping

Beim Prototyping gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Diese lassen sich in zwei Arten einteilen: vertikales und horizontales Prototyping.

  • Horizontale Vorgehensweise – Bei dieser Variante wird der Fokus auf einen bestimmten Bereich gelegt, wie beispielsweise auf das User Interface einer Anwendungssoftware. Dabei spielen die technischen Funktionalitäten und der Bezug zum Gesamtsystem eine untergeordnete Rolle, da diese Methode das Ziel verfolgt, die Nutzer oder den Kunden mit der Benutzeroberfläche in Berührung zu bringen und eine erste Resonanz zu erhalten.
  • Vertikale Vorgehensweise – Bei dieser Art wird ein spezieller Bereich eines Softwareprodukts herausgenommen und analysiert, wie er sich im Zusammenspiel zu anderen Komponenten verhält. So wird beispielsweise ein User Interface bei dieser Art des Prototypings als Teil eines größeren Systems betrachtet.

User Experience und Usability

Prototyping zeichnet sich in erster Linie durch einen optimalen Transfer von Informationen zwischen Entwicklern, Nutzern und Auftraggebern aus. Dank dieser Informationskanäle kann davon ausgegangen werden, dass das Anforderungsprofil am ehesten den Anforderungen von realen Anwendern entspricht, so dass eventuelle Fehler und Unklarheiten, welche die User Experience oder die Usability beeinträchtigen könnten, zuverlässig erkannt und noch während der Entwicklungsphase behoben werden. Das Resultat ist in den meisten Fällen ein qualitativ hochwertiges Produkt, welches nicht nur mit einer einwandfreien Funktionsweise, sondern auch mit ausgezeichneter Usability überzeugt.

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