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iBeacon

Was ist ein iBeacon?

iBeacon bezeichnet einen Markennamen des Unternehmens Apple sowie einen proprietären Standard zur Navigation in geschlossenen Räumen. Beacons basieren auf der Technologie Bluetooth Low Energy. Sie stellen einen wichtigen Trend in der Lokalisierung innerhalb geschlossener Räume dar und gelten als Brücke zwischen stationärem Einzelhandel und Online-Marketing.

Quelle: http://www.mobilepaymentsworld.com/nfc-vs-ibeacon-digital-retail-marketing-spend-double/

Überblick und Allgemeines

Als Markenname wurde iBeacon im Jahr 2013 von Apple eingeführt. Begrifflich bedeutet das aus dem Englischen stammende Wort so viel wie Leuchtfeuer. Der proprietäre Standard zur Lokalisierung innerhalb geschlossener Räume basiert auf der BLE-Technologie (Bluetooth Low Energy). Der Name beschreibt ein bestimmtes Prinzip der Übertragung zwischen Sender und Empfänger. Beacons senden beständig ein bestimmtes Signal aus, dessen Prinzip einem Leuchtfeuer ähnelt. Empfängergeräte, beispielsweise Smartphones, empfangen das Signal, sobald sie sich in erreichbarer Nähe befinden.

Technische Eigenschaften des Standards

Es handelt sich zwar um einen von Apple eingeführten proprietären Standard, doch können nicht nur iPhones und iPads (ab der Betriebssystem-Version iOS 7.x) die Signale empfangen, sondern auch mobile Geräte mit Android-System (ab der Android-Version 4.3). Zur Gewährleistung des Empfangs müssen App-Entwickler lediglich eine iBeacon-Funktionalität in der App berücksichtigen. Alternativ können Entwickler auch ergänzende, eigenständige Apps herausgeben. Über die App wird die Verbindung zum nächsten verfügbaren Beacon hergestellt.

Sender können einerseits spezielle Sendemodule, also die Beacons selbst, oder aber aktuelle Apple-Geräte sein. Im Vergleich zu den iPhones und iPads stellen die Sendemodule die deutlich günstigeren Lösungen dar. Einer der frühesten Anbieter von Beacon-Sendemodulen ist der Hersteller Estimote.

Grundsätzlich sind bei iBeacons drei verschiedene Stufen des Abstands möglich. Die Abstandsstufe ‘far’ ist für Distanzen von bis zu 30 Metern geeignet, ‘near’ ist für einen Abstand von maximal zwei Metern vorgesehen. Der Zustand ‘immediate’ beschreibt die kürzeste Distanz von maximal 50 Zentimetern zum Empfangsgerät.

iBeacons sind imstande, bestimmte Informationen anzuzeigen und als Signale auszusenden. Sie können in Abhängigkeit von Distanz und Standort die Position präzise ermitteln. Ebenso können sie bestimmte Aktionen ins Leben rufen. Ihre Eigenschaften machen iBeacons zu einer flexiblen und kostengünstigen Lösung. Aufgrund der Reichweite von bis zu 30 Metern, den moderaten Abmessungen und dem geringen Stromverbrauch sind sie für den flächendeckenden Einsatz geeignet.

Verknüpfung von Online- und Offline-Maßnahmen

Einsatz finden iBeacons speziell als Brücke zwischen Einzelhandel und Online-Shopping. Der Einzelhandel sieht sich in Anbetracht des voranschreitenden Online-Shoppings in einer Krise. Zugunsten der immer beliebter werdenden Online-Händler geht der Umsatz im stationären Einzelhandel zurück. Daher suchen Händler nach Lösungen, Online- und Offline-Maßnahmen miteinander zu verknüpfen. Eine wichtige Maßnahme besteht darin, die Einkaufserfahrung für die Kundschaft attraktiver zu gestalten. Die sich immer mehr an das Online-Shopping gewöhnende Kundschaft könnte durch iBeacons persönlich auf den eigenen Geräten begrüßt werden. Auch aktive Hinweise auf aktuelle Angebote und Aktionen werden unmittelbar per Beacon an die Endgeräte weitergeleitet.

Eigenschaften und Anwendungsszenarien

Beim Besuch in einem stationären Einzelhandelsgeschäft können Beacons den Kunden bei der Navigation helfen und sie durch die Ausstellungsräume zum gewünschten Produkt führen. Via iBeacon kann gleichermaßen der Bezahlvorgang abgewickelt werden. Dies bedeutet einen Komfortvorteil für Kunden, da Wartezeiten entfallen. Angebote können je nach Standort und Nähe zu bestimmten Produkten unterbreitet werden. Eine Brücke zwischen Online und Offline schlagen Beacons durch die Weiterleitung von Empfehlungen auf Basis positiver Produktbewertungen durch Kunden. Daraufhin werden Kunden in Filialen mit ähnlichen Produkten auf diese aufmerksam gemacht.

Ein weiteres Anwendungsszenario von Beacons sind personalisierte Dienste. Diese beinhalten für den User relevante Zusatzinformationen. In mit mehreren Beacons ausgestatteten Geschäften erhalten Kunden für sie relevante Zusatzinformationen zu bestimmten Produkten. Auch dies ist ein Komfortvorteil sowie ein Zeitgewinn. Kunden müssen sich in diesem Falle keine kleingedruckten Informationen durchlesen oder Mitarbeiter um Rat fragen. Somit stehen den Kunden die Angaben über Inhaltsstoffe, Herkunft oder Haltbarkeit der Produkte sofort zur Verfügung. Ebenso profitieren Kunden von den Angaben über Verfügbarkeit und Größen. Die ist insbesondere im Mode- oder Schuhhandel von Vorteil. Sollte die gewünschte Variante nicht auf Lager sein, können Kunden sie jederzeit via App online bestellen.

iBeacon-Erfinder Apple hat bereits begonnen, seine Apple-Stores mit iBeacon zu bereichern. Durch die Kommunikation zwischen iBeacon sowie Apple-Store-App erhalten Kunden wertvolle Zusatzinformationen, wenn sie in der Nähe eines Artikels sind. Händler und Shops verschiedener Ausrichtung arbeiten an der Integration der iBeacon-Technologie. Auch Besucher von Veranstaltungen können von der Technik profitieren, indem die App die Kunden zum Sitzplatz führt.

Ebenso ermöglicht iBeacon moderne Rabatt-Aktionen im Einzelhandel. Zum einen führt iBeacon den Kunden zusammen mit der App zu ausgewiesenen Rabatt-Formaten. Zum anderen lässt es die Technologie auch zu, wiederholte und regelmäßige Besuche in einem Laden nachzuvollziehen. Auf dieser Basis kann iBeacon den Kunden personalisierte Rabatte gewähren, ohne dass eine Authentifikation erforderlich ist. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht in der Generierung automatisierter Einkaufslisten. Diese basieren auf dem zuvor von iBeacon identifizierten typischen Einkaufsmuster der Kunden.

Ein anderes Einsatzgebiet findet sich im kostenlosen Angebot von Zeitungen und Zeitschriften zur Lektüre auf dem Mobilgerät. Sobald Nutzer bestimmte Dienstleister aufsuchen, beispielsweise Friseure oder die Wartezimmer von Ärzten, können Verlage ihre Zeitschriften via iBeacon kostenlos anbieten. Dieses Angebot gilt für die Reichweite der Beacons und steht damit speziell den Nutzern zur Verfügung.

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