SMS-Marketing

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Was ist SMS-Marketing?

SMS-Nachrichten spielen im Zeitalter des Internets und Smartphones noch immer eine Rolle. Sie k├Ânnen zusammen mit anderen Marketing-Instrumenten genutzt werden, um so Synergieeffekte zu schaffen. Inhalte unterscheiden sich beim SMS-Marketing insofern, als dass der Raum f├╝r Werbung wesentlich kleiner ist und daher effektiver genutzt werden muss. Dies setzt Grenzen, schafft aber gleichzeitig auch einzigartige M├Âglichkeiten, die von anderen Werbemethoden nicht ergriffen werden.

Funktionsweise von SMS-Marketing

Unternehmen nutzen diese Form des Marketings meist auf breiter Ebene. Das hei├čt, dass nicht klassische Nachrichten von Handy zu Handy ├╝bermittelt werden, sondern Computer den massenhaften Versand der Mitteilungen ├╝bernehmen. Da jede Nachricht nur 160 Zeichen lang sein darf, d├╝rfen Werbetreibende keine Zeit verlieren, sondern m├╝ssen sofort zum eigentlichen Content kommen. Dieser variiert je nach Zielsetzung der Marketing-Kampagne:

  • Enthaltene Links leiten Empf├Ąnger auf eine Webseite weiter, deren Angebot in der SMS-Nachricht n├Ąher beschrieben ist. Onlineshops etwa erzielen dadurch h├Âhere Verk├Ąufe.
  • Coupons, die aus einem kurzen Zeichensatz bestehen, k├Ânnen ebenfalls in einer SMS enthalten sein. Auch hier besteht die Chance einer Gewinnsteigerung.
  • Abseits der Gewinnoptimierung k├Ânnen SMS-Nachrichten auch Links enthalten, die auf Umfragen weiterleiten. So w├Ąre die Sammlung demografischer Daten auf breiter Basis m├Âglich.

SMS-Marketing kann f├╝r alle Zwecke eingesetzt werden, f├╝r die der kurze Zeichensatz ausreicht. Es ist au├čerdem nicht m├Âglich, dass ein Empf├Ąnger eine SMS verpasst, weil das Smartphone nicht eingeschaltet ist. In diesem Fall w├╝rde die Nachricht zugestellt werden, sobald das Handy wieder aktiv verf├╝gbar ist. Ausgegebenes Budget landet am Ende also garantiert beim Empf├Ąnger. Daraus leiten Experten auch ab, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit f├╝r Interaktion seitens des Empf├Ąngers besteht.

SMS-Marketing als universales Einsatzmittel

Nicht jedes Smartphone ist mit allen erh├Ąltlichen Apps ausgestattet, um Nachrichten zu empfangen. Sogenannte Feature-Phones ohne Kapazit├Ąten f├╝r hohe Rechenleistung und ohne passende Betriebssysteme sind ebenfalls garantiert in der Lage, immerhin SMS-Nachrichten zu empfangen. Sobald somit eine Telefonnummer eines Kunden bereitsteht, ├╝ber die SMS-Marketing betrieben werden kann und darf, stehen die Chancen also sehr gut, dass jener Kunde auch ├╝ber sein Ger├Ąt erreicht wird. Bei anderen Formen des Online-Marketings hingegen ist nie sichergestellt, dass Nutzer ├╝ber kompatible Betriebssysteme, Browser, Apps und Hardware verf├╝gen. Au├čerhalb von Deutschland ist SMS-Marketing daher auch in Schwellenl├Ąndern weit verbreitet.

Wichtige Ma├čnahmen f├╝r SMS-Marketing

Bei der Nutzung von SMS-Marketing gilt es, unter anderem auf die folgenden Regeln zu achten:

  • Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ausschlie├člich geworben werden darf, wenn potenzielle SMS-Empf├Ąnger via Opt-in-Verfahren vorher ihr Einverst├Ąndnis abgegeben haben. Der blo├če Besitz einer Mobilfunknummer berechtigt Unternehmen nicht dazu, ├╝ber jene Nummer Werbung zu betreiben. Zus├Ątzlich ist vorgeschrieben, dass jene SMS-Nachrichten auch die M├Âglichkeit bieten m├╝ssen, permanent aus dem Werbeprogramm auszusteigen. Die Einwilligung kann vorher auch ├╝ber Webseiten oder E-Mails eingeholt und muss nicht zwingend direkt erfragt werden.
  • SMS-Marketing funktioniert nur, wenn Werbetreibende in hohem Ma├č Daten ├╝ber die Empf├Ąnger sammeln. Nur so l├Ąsst sich Werbung zielgruppengerecht ausliefern. Unterschieden wird unter anderem in Region, Alter, Geschlecht, Interessen, Kaufverhalten und vieles mehr. Jene Segmentierung ist vor allem bei Bestandskunden sinnvoll: Diese m├Âchten keinen “Willkommensgutschein” erhalten, sondern Werbung, die speziell auf ihre Situation zugeschnitten ist. ├ťber jene Datensammlung m├╝ssen Werbetreibende die Empf├Ąnger jedoch in Kenntnis setzen.
  • Analytics-Verfahren existieren auch im SMS-Marketing. Sie lassen es zu, wichtige Kennzahlen zu erhalten und auszuwerten. Wichtig ist dies vor allem bei der Budget├╝berwachung: Werbung, die nicht funktioniert, stellt auf lange Sich ein finanzielles Risiko f├╝r Unternehmen dar. Indem der ROI ├╝berwacht wird, erfahren Werbetreibende schnell, ob sich Werbung lohnt – und falls dies der Fall ist: ob es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Zweckbestimmung von SMS-Marketing

Analog zu anderen Marketing-Ma├čnahmen sind auch SMS-Nachrichten vielseitig einsetzbar. Daher f├╝hren erfolgreiche Unternehmen im Voraus eine Ma├čnahmenbestimmung durch. Darin werden Eckdaten wie die inhaltliche Ausrichtung und damit auch die Zielgruppenorientierung bestimmt. Hier besteht gro├čes Potenzial f├╝r Feinjustierungen in Abh├Ąngigkeit vom Kunden: SMS-Nachrichten k├Ânnen an Premium-Kunden ebenso wie an Rabattsucher gerichtet sein, an Frauen oder M├Ąnner, Jugendliche oder Senioren, an Menschen in bergigen Regionen oder am Meer (um etwa Freizeit- und Sport-Equipment zu verkaufen) und dergleichen mehr.

Jene exakte Ausrichtung f├╝r zu einer h├Âheren Interaktionsbereitschaft der Kunden mit den gesendeten Nachrichten. Links in den SMS-Nachrichten k├Ânnen auf Webseiten f├╝hren, auf denen sich Kunden n├Ąher ├╝ber das beworbene Thema informieren k├Ânnen. Von zentraler Bedeutung ist es, im Voraus einen Zweck zu bestimmen. SMS-Nachrichten, die nicht fokussiert sind, wirken aufgrund der extremen Zeichen-Knappheit verwirrend und erzielen nicht den gew├╝nschten Effekt einer Auseinandersetzung des Kunden mit dem Material, das ihm der Werbetreibende liefert. Ein aussagekr├Ąftiger Call to Action kann ebenfalls die Handlungsbereitschaft des Empf├Ąngers erh├Âhen.

Anziehungskraft von SMS-Marketing

F├╝r Werbetreibende ist SMS-Marketing ein Instrument, das anders als diverse Varianten des Online-Marketings eine gewisse Handlungsaufforderung beim Empf├Ąnger erzeugt. Die meisten Nutzer von Smartphones und Handys reagieren auf E-Mails oder Nachrichten in Apps sowie Instant Messenger nicht besonders schnell, da diese Form der Nachrichten├╝bermittlung inzwischen permanent auftritt und daher ihre Dringlichkeit verloren hat. SMS-Nachrichten hingegen empfangen Smartphone-Nutzer heute seltener ÔÇô im privaten Kreis h├Ąufig gar nicht mehr ÔÇô, was f├╝r das SMS-Marketing von Vorteil ist.

Via SMS empfangene Nachrichten werden daher h├Ąufig schnell und ausf├╝hrlich gelesen. Letzterer Punkt ist damit begr├╝ndet, dass eine Nachricht nur einen Zeichensatz von 160 Zeichen haben kann. Mitteilungen dieser L├Ąnge lassen sich selbst unter h├Âchstem Zeitdruck komplett lesen, was die meisten Empf├Ąnger dann auch so handhaben. Daraus k├Ânnen Werbetreibende ableiten, dass ihre Werbe-Botschaft zu 100 % beim Kunden ankommt. Dies unterscheidet SMS-Marketing von l├Ąngeren Blog-Eintr├Ągen beim Content-Marketing beispielsweise, die die Kunden nur selten komplett bis zum Ende lesen.

Fehler beim SMS-Marketing

Schritte, die nicht zum Erfolg f├╝hren oder gar eine umgekehrte Wirkung erzielen, existieren ebenfalls. Diese drei Punkte weisen darauf hin:

  • Falls die Frequenz der SMS-Zustellung ein kritisches Ma├č erreicht, f├╝hlen sich die Kunden nicht mehr informiert. Stattdessen ├╝bernimmt das Gef├╝hl, Spam-Nachrichten von einem besonders aufdringlichen Unternehmen zu erhalten. Hier helfen Analyseverfahren, die feststellen, bei welcher Verteilfrequenz pro Monat Empf├Ąnger positiv reagieren und wann die Auslieferung in negative Reaktionen kippt.
  • Zeitlich gesehen ist es nicht ratsam, fr├╝h morgens oder sp├Ąt am Abend SMS-Nachrichten zu erhalten. In diesen Zeiten m├Âchten die meisten Menschen ungest├Ârt ihre Zeit verbringen. Hier leidet SMS-Marketing auch darunter, oft nicht ans Ziel zu kommen. Liest eine Person eine Nachricht, deren Absender offensichtlich ein Unternehmen ist, zu einem falschen Zeitpunkt, l├Âscht der Nutzer diese schnell.
  • Nicht zielgruppenorientierte Werbung ver├Ąrgert Kunden ebenfalls schnell. Menschen ab 40 Jahren aufw├Ąrts m├Âchten nicht wie Teenager angesprochen werden – und umgekehrt. Abmeldungen aus dem SMS-Verfahren sind die Folge, wenn demografische Informationen nicht in die Auslieferung einbezogen werden. Umso wichtiger ist die Zweckbestimmung im Voraus an den Start der Kampagne.

Herausforderungen f├╝r Unternehmen

Im Vergleich zu anderen Werbema├čnahmen kann SMS-Marketing abh├Ąngig von Region und Versandmasse recht teuer sein. Zus├Ątzlich ist die Integration von Softwarel├Âsungen f├╝r den massenhaften Versand von Nachrichten notwendig. Jene Kosten k├Ânnen gerade f├╝r kleine Unternehmen eine H├╝rde darstellen, da ein wenig Zeit vergeht, bis das ausgegebene Budget und der ROI zueinander stimmen. Ein weiteres Problem k├Ânnte dadurch entstehen, dass einmal abgeschickte Nachrichten nicht mehr r├╝ckg├Ąngig gemacht werden k├Ânnen. Bei unangemessenen Inhalten kann es passieren, dass sich potenzielle Kunden vom Unternehmen abwenden. Bei anderen Formen des Online-Marketings w├Ąre etwa eine ├änderung von Bannern, Blog-Eintr├Ągen oder Tweets m├Âglich. Deshalb sollte das Unternehmenihre Nachrichten im Voraus aufmerksam pr├╝fen und nur┬áinhaltlich einwandfreie SMS an die Empf├Ąnger ausliefern.


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