Omnichannel Retailing

Omnichannel Retailing

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Was ist Omnichannel Retailing?

Beim Omnichannel Retailing handelt es sich um ein modernes Modell des Marketings. Mit dem Konzept des Omnichannel Retailing wird ein Ansatz verfolgt, bei dem mehrere Kan├Ąle der Absatzwirtschaft f├╝r den Vertrieb von Produkten genutzt werden ÔÇô wie zum Beispiel Online-Shops, der station├Ąre Handel und Kataloge. Kern des Konzepts ist es in dieser Weise, dass der Prozess des Kaufs nicht mehr lediglich eindimensional und somit nur ├╝ber einen Kanal verl├Ąuft, sondern gleichzeitig ├╝ber mehrere Absatzkan├Ąle.

Mit dem Omnichannel Retailing wird jeder Absatzkanal zum Point-of-Sale (POS). Die Omnichannel-Strategie er├Âffnet Marketingspezialisten und H├Ąndlern mehr M├Âglichkeiten zum Verkauf, jedoch ist es zudem notwendig, einen gewissen Aufwand zu betreiben. In dieser Weise ist es essenziell, dass alle Absatzkan├Ąle bewirtschaftet sowie kontinuierlich bewertet und optimiert werden.

Das Wesen des Omnichannel Retailing

Wirklich popul├Ąr wurde das Konzept des Omnichannel Retailing erst mit der Evolution des E-Commerce, der nach einer ersten Entwicklungsphase in den 2000er Jahren erst circa ab dem Jahr 2010 viele nachhaltige Innovationen erfahren hat. Grunds├Ątzlich steigt der Absatz ├╝ber den Online Weg stetig – es ist so anzunehmen, dass sich der globale Umsatz von Produkten ├╝ber das Internet von 2012 bis 2018 verdoppelt.

Daneben ist es nicht vollkommen neuartig, dass Waren ├╝ber die Ferne verkauft werden, gibt es doch schon seit den 1950er Jahren den Absatz ├╝ber Kataloge. Dennoch hat sich die Art und Weise des Absatzes innerhalb der vergangenen Jahre stark ver├Ąndert: Mittlerweile kaufen Kunden beim E-Commerce nicht mehr blo├č ├╝ber den PC, sondern auch via Smartphone und Tablet. Es hat mit dem Wachstum des E-Commerce zudem ein Umdenken auf Seiten der Anbieter stattgefunden. Wurden der station├Ąre Handel und Online-Shops zun├Ąchst noch als konkurrierende Absatzkan├Ąle erachtet, so besteht heute eher Konsens dar├╝ber, dass beide Kan├Ąle im Sinne des Omnichannel Retailing miteinander zu verkn├╝pfen sind.

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich Tablet haben, dann k├Ânnen Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren.

Der Name des Omnichannel Retailing zeigt bereits bei seiner ├ťbersetzung auf, worum es sich bei diesem Konzept handelt. Das lateinische “omni” bedeutet “alle”. Das englische “channel” hei├čt so viel wie “Kanal”. “Retailing” kann mit “Verkauf” ├╝bersetzt werden. Synonyme f├╝r das Omnichannel Retailing sind zum Beispiel “mehrgleisiger Vertrieb”, “Mehrwegabsatz” oder “Mehrkanal-Vertrieb”.

Ans├Ątze und Absatzkan├Ąle des Omnichannel Retailing

Der Ansatz des Mehrwegabsatzes entstand bei den meisten Unternehmen schrittweise ÔÇô dabei haben die meisten Anwender des Omnichannel Retailing zun├Ąchst einen station├Ąren Handel betrieben, bevor sie ihr Gesch├Ąft mit einem Online-Shop oder mit Katalogen erweitert haben. Jedoch existiert auch der umgekehrte Weg, bei dem fr├╝here Pure Player ÔÇô also reine Online-H├Ąndler ÔÇô heute auch station├Ąre Ladengesch├Ąfte betreiben. Wenn ein Unternehmen eine Omnichannel-Strategie aufsetzen will, muss es im Vorfeld immer die Rentabilit├Ąt der einzelnen Strategien hinterfragen. Es ist somit eine umfassende strategische Analyse anzuwenden.

Die einzelnen Kan├Ąle des Omnichannel Retailing m├╝ssen auf ihre Voraussetzungen und Rahmenbedingungen in puncto Zielgruppenfokussierung, Markenbildung und Datenmanagement ├╝berpr├╝ft werden. Es ist dabei zu beachten, dass bei Ver├Ąnderungen bei einem einzelnen Kanal auch die sich ver├Ąndernden Bedingungen bei anderen Absatzwegen zu beachten sind. Mit anderen Worten: Die jeweiligen Absatzkan├Ąle beeinflussen sich gegenseitig. In dieser Hinsicht sind beispielsweise ├änderungen beim Corporate Design eines Kanals, bei allen weiteren Medien ebenfalls anzuwenden. Gleiches gilt f├╝r andere Ma├čnahmen wie etwa Rabattaktionen oder Produktbeschreibungen.

F├╝r das Omnichannel Retailing k├Ânnen eine Vielzahl an Kan├Ąlen zum Einsatz kommen – zu nennen sind etwa:

Dieser Absatzweg bietet eine umfassende Fl├Ąche f├╝r Informationen und den Verkauf. Der Online-Shop beinhaltet die gr├Â├čte Reichweite unter allen Kan├Ąlen.
Eine App wird vom potenziellen K├Ąufer meist erst dann genutzt, wenn bereits eine Identifikation mit dem Angebot stattgefunden hat.
Das Telefon wird als Absatzkanal und Informationsquelle genutzt.
Der potenzielle K├Ąufer kann r├Ąumlich ├╝berall dort kaufen, wo er sich gerade mit seinem mobilen Device befindet.
Klassisch geht es hier um einen Kanal im B2B-Buisness. Jedoch werden auch Produkte f├╝r den Endverbraucher ├╝ber diesen Kanal vertrieben.
Bei der telefonischen Hotline handelt es sich um einen pers├Ânlichen und zudem schnellen POS im Omnichannel Retailing.
Beim station├Ąren Gesch├Ąft erh├Ąlt der Kunde bei seinem Besuch ein haptisches Erlebnis und kann Produkte am POS anschauen.
Der Kataloghandel besitzt in Deutschland gro├če Tradition. Vorteil: Es ist keine Technik zum Anschauen der Produkte notwendig. Jedoch k├Ânnen Waren nur eingeschr├Ąnkt visualisiert werden.

Bezug zum modernen Online-Marketing

Ein Vorzug des Omnichannel Retailing ist die Option f├╝r den K├Ąufer, dass er stets ├╝ber seinen pr├Ąferierten Kanal kaufen kann und es nicht lediglich zu einer Ansprache des Konsumenten auf den verschiedenen Kan├Ąlen kommt. Es wird damit nicht mehr nur zwischen der Schaffung von Leads und Conversions unterschieden – es werden vielmehr beide Aspekte innerhalb der Kan├Ąle verwirklicht.

Ein Beispiel: Ein Kunde informiert sich ├╝ber ein Produkt in einem Online-Shop, kauft dieses sodann im station├Ąren Handel und nutzt hierf├╝r einen Rabattgutschein, den er ├╝ber einen Katalog erhalten hat. Der K├Ąufer h├Ątte jedoch auch die M├Âglichkeit, das Produkt beispielsweise im Online-Shop oder per Smartphone-App zu erwerben. Aus der Perspektive des H├Ąndlers, der das Omnichannel Retailing einsetzt, sind dabei stets ├ťberlegungen hinsichtlich des Return on Investment (ROI) anzustellen. Es ist damit etwa die Frage zu stellen, ob sich der Aufwand f├╝r das Betreiben umfassender Datenbanken und f├╝r die Bereitstellung mehrerer Informations- und Verkaufskan├Ąle lohnt.

Bei der Analyse von Omnichannel-Kampagnen nimmt die Customer Journey eine wichtige Rolle ein, das hei├čt, es geht insgesamt darum, die Vorteile einzelner Kan├Ąle permanent noch besser auszuspielen. Hierbei kommt der Webanalyse eine gro├če Bedeutung zu und es gilt bei dieser Big Data, relevante Daten zu den Nutzern aus allen Kan├Ąlen zu integrieren.

FAQ

Welche Vorteile bieten sich dadurch?

Es entstehen mehrere Verkaufsm├Âglichkeiten, auch k├Ânnen Kunden w├Ąhlen, ├╝ber welchen der zur Verf├╝gung stehenden Kan├Ąle sie kaufen wollen. Somit profitieren alle Beteiligten.

Welche Nachteile ergeben sich?

Es sind gro├če Mengen an Daten notwendig, die dar├╝ber hinaus sehr h├Ąufig aktualisiert werden m├╝ssen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, damit die unterschiedlichen Kan├Ąle weiterhin effektiv arbeiten.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez├╝glich eines Online Marketing Themas haben, dann k├Ânnen Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ├╝ber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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