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Quora

Was ist Quora?

Bei Quora handelt es sich um eine Online-Plattform, bei der die Nutzer die Möglichkeit haben, Fragen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen zu stellen. Diese Fragen werden dann von Usern der Online-Plattform beantwortet. Dabei stimmen die Teilnehmer über die Qualität der einzelnen Antworten ab, indem sie gut formulierte Antworten mit einem hohen Informationsgehalt mit sogenannten “Likes” belohnen. Antworten mit den meisten Likes werden anschließen hervorgehoben und an prominenter Stelle angezeigt.

Geschichte

Die Online-Plattform wurde im Sommer 2009 von dem ehemaligen Facebook-Ingenieuren Adam D’Angelo, Charlie Cheever und anderen Software-Entwicklern ins Leben gerufen. Die erste Version wurde im Dezember 2009 einem auserlesenen Kreis von Beta-Nutzern zur Verfügung gestellt. Im Juni 2010 wurde Quora im Rahmen einer Pressekonferenz, die in Kooperation mit Facebook organisiert wurde, der breite Öffentlichkeit vorgestellt und ist seitdem öffentlich und kostenlos zugänglich. Um den Dienst nutzen zu können, müssen sich Nutzer vorher einen Account anlegen. Der Online-Dienst bietet neben der klassischen Anmeldung per E-Mail auch die Möglichkeit sich via Google, Facebook oder Twitter anzumelden. Dabei ist es erwünscht, dass man seinen echten Namen verwendet.

Im Laufe der Jahre erhielt Quora millionenschwere Finanzierungen, die in erster Linie in die IT-Infrastruktur und Einstellung neuer Entwickler investiert wurde. Obwohl der Dienst vom Grundkonzept her deutlich anders aufgebaut ist als beispielsweise Wikipedia, verfolgen diese beiden Plattformen dennoch dasselbe Ziel – das Aufstellen einer umfangreichen und frei zugänglichen Wissensdatenbank. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Wikipedia-Urgestein Jimmy Wales als Berater bei Quora angestellt ist.

Funktionsweise

Quora bewegt sich von der Grundkonzeption her zwischen einem sozialen Netzwerk wie Facebook und einer traditionellen Wissensdatenbank. Die Startseite bzw. der Feed der Online-Plattform lehnt sich stark an das Design der Timeline von Facebook an und ermöglicht die übersichtliche Darstellung relevanter Inhalte durch das sogenannte infinite Scroll-Verfahren. Der Feed zeigt den Nutzern eine Kombination aus aktiven Threads, aktiven Fragen, die zu den persönlichen Interessen passen sowie nützliche Tipps, wie die Nutzer ihr Profil optimieren können. Wenn ein User eine Frage beantworten möchte, kann er dies tun, ohne den Feed verlassen zu müssen.

Damit das volle Potenzial von Quora zum Vorschein kommen kann, bedarf es jedoch einer Nutzergemeinde, die aus Experten und gebildeten Nutzern besteht. Und tatsächlich beteiligen sich Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten immer wieder an Diskussionen zu aktuellen Fragen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der kanadische klinische Psychologe und Universitätsprofessor Jordan Bernt Peterson, der dank seiner provokanten und schlagfertigen Antworten bei Quora mittlerweile einen Kultstatus genießt.

Qualitätskontrolle

Eigenen Angaben zufolge achtet die Online-Plattform sehr auf die Qualität des Contents. Damit Meinungen, Wissen und diverse Themenbereiche teilweise kontrovers besprochen werden können, muss ein gewisses Maß an gegenseitigem Respekt vorhanden sein. Einträge mit persönlichen Beleidigungen werden genauso gelöscht wie Hassrede und Antworten, die eine bewusste Konfrontation erzwingen möchten. Mit dem Motto “Be Nice, Be Respectful” wird ein höflicher Umgangston gefordert, der neue User nicht verschrecken soll. Sexistische, rassistische und andere abfällige Inhalte werden auf Quorasofort gelöscht und Nutzer, die gegen diese Regeln verstoßen, werden permanent gebannt.

Website und App

Neben der offiziellen Website wird auch eine hauseigene App angeboten, die kostenlos für die beiden mobilen Betriebssysteme Android und iOS erhältlich ist. Das Design der App orientiert sich an der Optik der Website, stellt jedoch den Infinite-Feed in den Vordergrund. Obwohl sich die App sehr gut bedienen lässt, ist es jedoch vergleichsweise besser, Fragen am Desktop-PC zu beantworten.

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