Canonical (Canonical-Tag)

Canonical Tag

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Was bedeutet Canonical?

Beim Canonical handelt es sich um einen Verweis im Webseiten-Quellcode. Diese Angabe verweist auf bestimmte Standard-Ressourcen bei Webseiten mit identischen oder nahezu gleichen Inhalten. Diese Standard-Ressource ist auch als kanonische URL bekannt. Die kanonische URL dient der Indexierung von Suchmaschinen, sofern sie korrekt ausgezeichnet wird.

Canonical Tags sind insbesondere im Zusammenhang mit mehrfachen Inhalten (Duplicate-Content) von Bedeutung. Solcher Content wird von Suchmaschinen abgestraft und f√ľhrt zu Abstufungen im Ranking. Daher wird von den Kopien der Inhalte auf das Original verwiesen.

Beispiel eines Canonical Tags:

<link rel="canonical" href="https://www.example.com/example1.html"/>

√úberblick und Allgemeines

Canonical-Tags stellen eine Möglichkeit dar, Internetseiten mit doppeltem Content richtig auszuzeichnen. Sobald Duplicate-Content von Google und anderen Suchmaschinen erkannt wird, kommt es zu einer Abstrafung. Dauerhaft werden Internetseiten mit vielen sich wiederholenden Inhalten im Ranking in den Suchergebnislisten (SERPs) immer weiter herabgestuft.

Der Canonical¬†wird im Quelltext einer Seite im Header gekennzeichnet. Dies erfolgt innerhalb eines Link-Elements unter Nutzung des Attributs rel=”canonical”. Diese Vorgehensweise erm√∂glicht ein Verlinken von einer oder mehrerer Kopien einer Webseite auf die Standard-Ressource beziehungsweise das Original. Die Originalseite tr√§gt daher auch die Bezeichnung kanonische Seite.

Kommt es zum Crawling der Seite durch den Webcrawler einer Suchmaschine, so findet dieser den Canonical-Tag. Der Bot der Suchmaschine erkennt daraufhin, dass es sich bei der verlinkten Seite um das Original handelt beziehungsweise, dass ein von einer Kopie ausgehender Link auf diese Seite auf das Original verweist. Damit wird dem Crawler mitgeteilt, dass die Seiten mit Duplicate-Content im Hinblick auf das Ranking ignoriert werden k√∂nnen. Ebenso √ľbertr√§gt die Suchmaschine Eigenschaften wie PageRank auf die Ausgangsseite beziehungsweise das Original. Canonical-Tags stellen somit wichtige Tools im Rahmen der OnPage-Optimierung dar. Sie dienen dazu bei der Bewertung des Contents Fehler zu vermeiden und fehlerhafte Schl√ľsse im Hinblick auf m√∂gliche Abstrafungen einer Webseite zu ziehen.

Da Canonical-Tags den Suchmaschinen mitteilen, welche Seiten mit gleichem Content als Standard-Ressource einzustufen sind, stellen sie die wichtigsten Tools zum Umgang mit dem Problem identischer Inhalte dar. Webseiten-Betreiber k√∂nnen auf diese Weise die Linkpopularit√§t bestimmter Webseiten direkt kontrollieren. Die Reputation dieser Webseiten wird auf einer Standard-Ressource, der kanonischen URL, geb√ľndelt.

Einsatzbereiche f√ľr den Canonical Tag

Grunds√§tzlich kommt der Canonical¬†√ľberall dort zum Einsatz, wo es sich um eine mehrfache Verwendung identischen Contents handelt. Ebenso ist er dort von Bedeutung, wo sich eine eindeutige URL technisch nicht realisieren l√§sst.

Ein typischer Anwendungsfall ist beispielsweise eine √ľber mehrere Adressen erreichbare Startseite oder Landingpage. Damit verwandt ist der Fall einer case-sensitiven Seite, die sich etwa mit Klein- oder Gro√üschreibung aufrufen lassen. Ebenso geh√∂ren Seiten, die √ľber mehrere Protokolle, beispielsweise HTTP und HTTPS erreichbar sind, dazu.

Canonicals sind ebenso n√ľtzlich, wenn der Server mehrere Variationen einer Adresse zul√§sst, also durch ein Rewriting der Adresse nur auf eine ID verweist.

Werden Webseiten-Inhalte auf identische Weise auch auf anderen, externen Internetseiten veröffentlicht, können Canonical-Tags ebenso auf die Ursprungs-Ressource verweisen.

Wenn Inhalte einer Webseite in verschiedenen Ansichten vorliegen, wenn beispielsweise PDF-Ansichten oder Druckversionen angeboten werden, können Canonicals ebenso genutzt werden, um diese Form von Duplicate-Content korrekt zu kennzeichnen.

Anwendung findet der Canonical Tag ebenso bei Nutzung von IDs (etwa Session IDs), mit denen sich der Inhalt nicht ändert.

Anwendung im Zusammenhang mit anderen Tags

Es empfiehlt sich f√ľr Webseiten-Betreiber, den Canonical¬†grunds√§tzlich auf jeder Unterseite einer Webpr√§senz zu verwenden. Auf diese Weise verweist jede Seite auf sich selbst, sodass fehlerhafte Verlinkungen oder unerwartete Fehler von Beginn an vermieden werden.

Der Canonical findet auch bei einer Paginierung Anwendung. Werden Webseiten mit den Attributen rel=”next” oder rel=”prev” paginiert, ist es wichtig, dass entweder jede Seite √ľber einen Canonical auf sich selbst verweist oder aber gar keine Canonical-Tags zum Einsatz kommen.

Auch im Zusammenhang mit dem Sprach-Attribut

hreflang empfiehlt es sich, entweder die jeweiligen URLs per Canonical auf sich verweisen zu lassen oder √ľberhaupt keine solchen Tags einzusetzen. Bei gemeinsamer Nutzung des hreflang-Tags sowie des Canonical-Tags werden widerspr√ľchliche Signale an Google gesandt. Einerseits zeigt das hreflang-Tag, dass eine alternative Sprachversion existiert. Auf der anderen Seite bedingt der Canonical, dass genau diese Version zur Original-URL erkl√§rt wird.
Unklare Signale k√∂nnen auch in Verbindung mit dem noindex-Tag an Google gesandt werden. Dieses Tag erm√∂glicht es Webseiten-Betreibern, der Suchmaschine mitzuteilen, dass es nicht zur Indexierung einer bestimmten URL kommen soll. Beim Verweis auf die Seite durch ein Canonical¬†wird Google mitgeteilt, dass eine Seite als kanonische Seite ausgewiesen werden soll, gleicherma√üen aber keine Indexierung erfolgen soll. Daher ist es von Vorteil, sich f√ľr eine der beiden Varianten, noindex oder Canonical, zu entscheiden.

Weitere Voraussetzungen f√ľr die Anwendung

Im Vorfeld der Anwendung des Canonicals ist es erforderlich, genau zu √ľberpr√ľfen, ob es sich tats√§chlich um Duplicate-Content handelt. Das hei√üt, die betroffenen Inhalte sollten tats√§chlich weitgehend identisch sein. Zu diesem Zwecke k√∂nnen verschiedene Online-Werkzeuge zum Einsatz kommen. Unter der Bezeichnung Duplicate-Content-Checker finden sich einige Web-L√∂sungen, die diese Aufgabe zuverl√§ssig √ľbernehmen. Zu ber√ľcksichtigen ist, dass es Formen √§hnlicher Inhalte gibt, die im Sinne der Suchmaschine keinen Duplicate-Content darstellen und daher von entsprechenden Tools nicht identifiziert werden. Dazu geh√∂ren etwa √ľbersetzte Inhalte in verschiedenen Sprachen.

Eine weitere wichtige Anwendungsvoraussetzung f√ľr Canonicals ist die Erreichbarkeit der Webseite. Verweise auf 404-Seiten sind zu vermeiden. Daher ist etwa darauf zu achten, dass die Ursprungs-Seite keine ge√§nderte URL hat.

Zudem ist es von Bedeutung, dass die zu verlinkende Standard-Ressource √ľber eine pr√§zise Bezeichnung verf√ľgt. Dies schlie√üt auch scheinbar unbedeutende Details wie etwa Schr√§gstriche (Slashes) mit ein. Jede Abweichung kann zu einem fehlerhaften Canonical f√ľhren. In diesem Zusammenhang ist auch zu erw√§hnen, dass f√ľr Canonicals stets absolute URLs verwendet werden sollten. Zwar werden auch relative URLs akzeptiert, doch ist es von Vorteil, die Seite inklusive der Angabe HTTP beziehungsweise HTTPS zu verlinken. Andernfalls ist es m√∂glich, dass der Bot der Suchmaschine eine Angabe fehlerhaft interpretiert und damit die Wirkung verloren geht.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass die URL, auf der ein Canonical Tag¬†verwendet wird keine bestimmten Meta-Tags aufweist. Dazu geh√∂ren insbesondere die Mets-Tags noindex, disallow oder nofollow. Diese w√ľrden eine korrekte Anwendung verhindern.

Ein häufiger Fehler besteht zudem darin, das Canonical auf die Startseite einer Domain verweisen zu lassen. Dies hat zur Folge, dass nur diese als kanonische Seite verstanden wird. In der Folge kann es vorkommen, dass die Suchmaschine auch nur noch diese Startseite indexiert.

Ebenso sollte der Canonical im Falle der Paginierung nicht auf die erste Seite verweisen. Dies w√ľrde darauf verweisen, dass auf der Seite Duplikate vorhanden sind. Paginierung bedeutet, dass die Inhalte der Seiten und die URLs nicht gleich sind. Die Suchmaschine erh√§lt lediglich den Hinweis, dass die paginierte Seite einen Teil einer Reihe vonseiten gleicher Kategorie darstellt.

Stellenwert in der SEO und Alternativen

Der Canonical Tag stellt ein mächtiges Tool dar, das bei falschem Einsatz negative Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung haben kann. Im Zweifelsfall kann es dazu kommen, dass Webseiten und ihre Inhalte komplett ignoriert werden. Eine Alternative stellt ein Werkzeug der Google-Search-Console dar. Hierin können Webseiten-Betreiber festlegen, auf welche Weise die Suchmaschine bestimmte Parameter einer Webseite behandeln sollen. Der Bot kann dann beispielsweise bestimmte URLs einer Webseite ignorieren.

Tipp

Tipps und Anwendungsbeispiel finden Sie in unserem Blogbeitrag Das Canonical Tag – Beispiele & Tipps


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