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Tracking Pixel

Was ist ein Tracking Pixel?

Ein Tracking Pixel, auch Conversion Pixel genannt, ist ein transparentes Bild, das ein Pixel mal ein Pixel misst und als wertvolles Marketing-Tool zur Ermittlung verschiedener Daten über das Nutzerverhalten dienen kann. Wenn ein Tracking Pixel in den HTML-Code einer Website, einer Online-Werbung oder einer Marketing-E-Mail eingebettet wird, lädt jedes Mal, wenn ein Nutzer diese Website, Anzeige oder E-Mail in seinen Webbrowser lädt, auch das Tracking Pixel. Dieser Abruf wird vom Server protokolliert und kann ausgewertet werden. Andere gebräuchliche Bezeichnungen für ein Tracking Pixel sind Zählpixel, Web Beacon oder Pixel Tag.

Wie funktionieren Tracking Pixel?

Jedes Bild, auf das innerhalb einer Webseite verwiesen wird, wird von einem Server abgerufen. Das heißt, wird eine Webseite von einem Browser abgerufen, löst dieses Ereignis eine Anfrage an den Webserver aus, auf dem das Zählpixel gehostet wird. Der Server sendet dann das Pixel Tag an die eindeutige IP-Adresse des Benutzers und diese Adresse wird vom Webserver protokolliert. Webseitenbesitzer, Autoren von E-Mail-Marketingkampagnen oder Werbetreibende, die das Tracking Pixel eingesetzt haben, können dann regelmäßig die Serverprotokolle analysieren und ermitteln, wie viele einzigartige Ansichten ihr Inhalt erhält.

Wenn 10.000 eindeutige IP-Adressen ein Zählpixel angezeigt haben, bedeutet dies, dass 10.000 Besucher den Inhalt geladen haben. Das Tracking einzelner Ansichten ist die grundlegendste Funktion eines Web Beacons, die Trafficdaten können jedoch weiter analysiert werden. IP-Adressen können beispielsweise eine allgemeine Vorstellung davon vermitteln, woher die Besucher geografisch kommen.

IP-Adressen können auch verfolgt werden, wenn sie sich über eine Website bewegen oder auf verschiedene Anzeigen klicken, die auf demselben Server gehostet werden. Dies wiederum gibt Webseitenbesitzern und Werbetreibenden einen klareren Überblick darüber, wonach Nutzer suchen. So können Content und Anzeigen mit gezielten Werbekampagnen auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten werden. Zählpixel werden von den meisten großen Plattformen mit Marketing-Tools verwendet. Facebook und LinkedIn bieten Werbetreibenden und Recruitern Pixel, um beispielsweise ihre Werbekampagnen zu verfolgen.

Der Dateiname eines Zählpixels kann ein Fragezeichen (?) enthalten, gefolgt von einer identifizierenden Zeichenfolge, wie zum Beispiel: track.png? User1234. Der Webbrowser ignoriert alles nach der Erweiterung “.png”, aber die gesamte Zeichenfolge wird vom Webserver erfasst. Diese Information kann verwendet werden, um festzustellen, wann auf ein bestimmtes Tracking Pixel zugegriffen wird.

Während jedes Bild als Zählpixel verwendet werden kann, sind kleine transparente GIFs oder PNGs üblich, da sie unauffällig auf einer Seite platziert werden können. Sie können auch von Tracking-Tools von Drittanbietern verwendet werden, auf die nicht vom Hauptwebserver aus zugegriffen wird. Beispiele hierfür sind Analytics-Codes wie Google Analytics und Affiliate-Links anderer Unternehmen. Ein Affiliate-Link kann beispielsweise ein Tracking Pixel vor oder nach dem Link enthalten. Mit dem Pixel kann der Publisher die Anzahl der Impressionen oder die Anzahl der angezeigten Links aufzeichnen, was mit einer reinen Text-Verknüpfung nicht möglich ist.

Obwohl Tracking Pixel ursprünglich als Bilder erstellt wurden und noch immer werden, ist der Begriff auf Skript-Snippets ausgedehnt worden. Mithilfe von Scripts können Web Beacons mehr Informationen sammeln und kommunizieren als ein Image-basiertes Pixel. Obwohl beide Arten das gleiche Ziel haben, sind skriptbasierte Pixel Tags effektiver. Es gibt jedoch eine Einschränkung für skriptbasierte Pixel. Sie sind in der Regel schwieriger zu integrieren und erfordern fast immer zumindest Grundkenntnisse in der Programmierung.

Zählpixel als Conversion-Tool verwenden

Durch die Verfolgung von Pixeln kann das Online-Konvertierungsverhalten besser überwacht werden. Dies sind Fälle, in denen ein Webseitenbesucher oder E-Mail-Empfänger eine bestimmte Aktion ausführt, auf die die Website, eine Anzeige oder der E-Mail-Inhalt verweist. Dazu zählt zum Beispiel die Anmeldung für eine E-Mail-Liste, die Eingabe einer E-Mail-Adresse, um ein kostenloses PDF zu erhalten, ein Online-Quiz oder die Bestellung eines Produkts oder einer Dienstleistung über ein Online-Formular. Conversion-Tracking ist ein wichtiger Bestandteil digitaler Marketingkampagnen und die Verwendung von Conversion-Tracking-Pixeln ist eine praktische Methode, die Conversions im Auge zu behalten.

Die Funktionsweise von Conversion- Zählpixeln ähnelt der allgemeinen Verwendung von Pixel Tags, aber im Fall von Conversion-Tracking umfasst dieser Prozess das Einbetten von Pixel Tags in strategische Inhalte. Tracking Pixel, die Conversion-Raten zugeordnet sind, müssen auf Auftragsbestätigungsseiten, Danke-E-Mails oder auf anderem Content, der nach einer Conversion generiert und an einen Nutzer gesendet wird, platziert werden.

Tracking Pixel im E-Mail-Marketing

Web Beacons werden häufig im E-Mail-Marketing verwendet, um die Anzahl der Benutzer zu verfolgen, die E-Mails öffnen und anzeigen. Wenn beispielsweise eine Werbe-E-Mail geöffnet wird, kann ein in der E-Mail verborgener Tracking-Pixel aufzeichnen, dass die Mail geöffnet wurde. Dies hilft E-Mail-Vermarktern zu analysieren, welche Kampagnen effektiv sind. Für jedes Massenmailing sollte ein anderes Pixel verwendet werden. Auf diese Weise erhalten Versender individuelle Kennzahlen für alle Nachrichten. Zusätzlich sollte jedes Tracking-Pixel-Bild mit dem Datum der Nachricht gekennzeichnet werden, um die Ergebnisse organisieren zu können und Verwirrung bei der Analyse von Statistiken zu vermeiden.

E-Mail-Zählpixel können darüber hinaus für Spam-Zwecke verwendet werden, da mit ihnen die Gültigkeit von E-Mail-Adressen überprüft werden kann. Aus diesem Grund laden viele E-Mail-Clients und Webmail-Schnittstellen Bilder nicht automatisch in E-Mails.

E-Mail-Tracking-Pixel liefern nicht immer genaue Tracking-Statistiken. Viele E-Mail-Empfänger deaktivieren Bilder oder verhindern, dass geöffnete Nachrichten Dateien von Remote-Servern herunterladen, wodurch das Tracking Pixel unbrauchbar wird. Als Ergebnis können die endgültigen Statistiken für die tatsächliche Anzahl, die die Nachricht geöffnet wurde, zu geringe Werte enthalten. Diese Beschränkungen für E-Mail-Grafiken können ebenfalls zu Problemen führen, wenn Zählpixel verwendet werden, um festzustellen, wenn ein bestimmter User einen Newsletter oder eine andere regelmäßige Korrespondenz abonniert hat. Der Empfänger hat die Nachrichten möglicherweise gelesen, obwohl das Pixelbild nie heruntergeladen wurde.

Implementieren und Bearbeiten von Tracking Pixeln

Ein Zählpixel mit 1×1 Pixel Größe kann mit jeder beliebigen Bildbearbeitungssoftware als transparente oder in der Hintergrundfarbe der Webseite gefärbte Grafik, die als GIF oder PNG formatiert ist, erstellt werden. Die geringe Größe ist ein Teil der Funktion eines Pixel Tags. Tracking Pixel werden im Hintergrund einer Webseite oder E-Mail versteckt, sodass sie nicht Teil der Benutzererfahrung sind. Sie sollen ein Back-End-Prozess sein, der nicht vom Inhalt einer Website oder E-Mail ablenkt.

Tracking Pixel können wie jedes andere Bild in den Quellcode einer Webseite oder einer HTML-E-Mail eingefügt werden. Zum Beispiel:

< img src=”track.png” width=”0″ height=”0″>

< img src=”track.png” style=”position:absolute; visibility:hidden”>

< img src=”trak.png” style=”display:none”>

Anstelle von “track.png” in den Beispielen wird auf einer Website oder in einer E-Mail die URL des Bildes eingetragen. Mit dem Style-Attribut des img-Tag kann bestimmt werden, wie das Bild angezeigt wird. In der Regel wird das Style Attribut so wie in den Beispielen gewählt, dass das Bild unsichtbar ist. Die Implementierung des Tracking Pixel ist je nach Webseite über das CMS oder direkt in den Quellcode möglich.

Ein weiteres Beispiel ist ein Zählpixel aus Piwik. Der HTML-Quelltext wird bearbeitet und das Pixel eingebaut. Wenn im verwendeten Browser kein Javascript aktiviert ist, wird das Zählpixel anstatt eines Javascript-Codes verwendet, um den Aufruf der Seite durch den Benutzer zu registrieren.

Zählpixel sind einfach zu implementieren. Der Großteil der Informationsverarbeitung erfolgt auf der Serverseite. Da die meisten Suchroboter keine Bildanforderungen ausführen und laden, können die Protokolle optimiert werden, um ohne komplexe Filterung die Informationen, die über den Besucher gesammelt werden sollen, zu erfassen und zu extrahieren. Dies verringert zudem die Größe der Protokolldateien. Dasselbe Zählpixel kann verwendet werden, um Informationen über verschiedene Domains und Websites hinweg zu sammeln. Da der Großteil der Verarbeitung auf der “Server”-Seite erfolgt, können alle Informationen auf einem Server gesammelt werden. Typische Webstatistiken werden nur lokal auf dem Server gespeichert, auf dem die Domäne gehostet wird.

Nachteile von Tracking Pixeln

Viele neue E-Mail-Programme und Web-Mail-Clients verfügen über eine Funktion, mit der das Laden von Bildern in den Nutzereinstellungen ausgeschlossen werden kann. Da es sich bei dem Web Beacon oft um ein Bild handelt, können diese Besucher nicht gezählt werden.

Tracking Pixel als Bild können weniger Informationen über den Benutzer erfassen als angepasste JavaScript Tags. Die typische Installation eines Web Beacons erfordert Cookies von Drittanbietern, die zunehmend von den strengen Standard-Datenschutzeinstellungen in neuen Webbrowsern betroffen sind. Besucher mit Anti-Spyware-Programmen können diese Drittanbieter-Cookies automatisch löschen, sodass diese Besucher nur schwer oder unmöglich verfolgbar sind. Nicht zuletzt haben Tracking Pixel bei Datenschützern einen schlechten Ruf. Kritik wird vor allem daran geübt, das bei der Nutzung von Zählpixeln Nutzerdaten gesammelt werden, ohne, dass die Nutzer selbst darüber informiert werden, oder dass sich mit der IP Verbindungen zu Profilen in den sozialen Medien herstellen lassen.

Die Bedeutung von Tracking Pixeln für Marketing und SEO

Einige Zeit wurden Tracking Pixel als eine Alternative zu Cookies angesehen, um Nutzerdaten zu sammeln und das Nutzerverhalten für Marketing- und SEO-Zwecke zu erfassen und zu analysieren. Die Bilddateien konnten von Webbrowsern anders als Cookies nicht blockiert werden. Mittlerweile sind jedoch Plugins und andere Programme für Browser erhältlich, mit denen Tracking Pixel blockiert werden können. Zudem wurden neue Tracking Methoden entwickelt, die verlässlichere Ergebnisse als Tracking Pixel liefern. Die Bedeutung der kleinen Bilder für das Tracking von Usern hat daher in den vergangenen Jahren stark nachgelassenen.

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