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Das Thema Suchmaschinenmarketing, kurz SEO, spielt beim Online Marketing eine entscheidende Rolle. Dabei haben viele den Netzgiganten Google im Kopf – dabei gibt es... SEO für Amazon

Amazon SEO - wie funktioniert das?

Das Thema Suchmaschinenmarketing, kurz SEO, spielt beim Online Marketing eine entscheidende Rolle. Dabei haben viele den Netzgiganten Google im Kopf – dabei gibt es noch andere Bereiche, in denen SEO von besonderer Wichtigkeit ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist der gigantische Online-Versandhändler Amazon. Mit rund 158 Millionen Artikeln, die hier erworben werden können, gibt es fast nichts, das der Nutzer nicht finden könnte – gleichzeitig steckt hier eine Menge Amazon SEO dahinter.

Natürlich muss sich ein potenzieller Kunde nicht erst durch die Abermillionen Produkte klicken, um zum Wunschartikel zu gelangen, sondern gibt dieses in die Suchzeile ein. Amazon filtert dann nach den eingegebenen Schlagworten die interessantesten Produkte heraus, erstellt ein Ranking und präsentiert die so gewonnene Auswahl dem Rezipienten, der sich dann durch das vielfältige Angebot klicken kann. Erinnert alles sehr an Google, hat auch vieles damit gemeinsam, aber natürlich gibt es auch einige gravierende Unterschiede.

Je weiter oben, desto besser: Amazon SEO

Wie bei Google auch steht im Fokus des Interesses das, was nach Eingabe der Suchanfrage erscheint. Und das am Besten so weit vorne, wie möglich. Dabei kann man sich sowohl bei Google als auch bei Amazon also schon einig sein: Bei beiden Diensten erzeugt nur das eine hohe Conversion-Rate, was ganz oben angezeigt wird. Der Internetuser ist bequem, vielleicht sogar ein bisschen faul, und außerdem so pragmatisch: Ich habe doch ins Suchfeld eingegeben, was ich will, was mir also auf der ersten Seite angezeigt wird, wird schon passen. Amazon bzw. Google weiß ja Bescheid, die machen das schon. Und ein bisschen Recht hat der Nutzer damit natürlich: Es wird vorgefiltert, was das Zeug hält. Wie schon bei Google interessiert dann meist das, was auf Seite eins der Suchergenisse präsentiert wird.

Der Einfachheit halber, und weil das Wunschprodukt dank der Suchfilter höchstwahrscheinlich schon unter den Top 16 zu finden ist – das ist die Anzahl der Produkte, die Amazon seinen Nutzern pro Seite anzeigt. Verzweifelte Sucher, die das gewünschte Objekt auf Seite eins einfach nicht finden, werden sich dazu durchringen, bis auf Seite zwei, vielleicht auch drei, vorzustoßen. Das wird es dann mit großer Wahrscheinlichkeit aber auch gewesen sein und der enttäuschte Kunde verlässt die Plattform wieder. Und versucht anderswo sein Glück. Anbieter, die es bei Amazon auf Seite eins schaffen, haben also gut was zu lachen – diese Produkte werden sehr wahrscheinlich häufig gekauft. Ein entscheidender Punkt bei Amazon SEO ist der Absatz und somit, ähnlich wie bei Google, das Ranking auf der Seite selbst.

SEO Amazon

©iStock/Ridofranz

Das Amazon Ranking als entscheidender Amazon SEO-Punkt

Die Plätze auf Seite eins sind begehrt. Vor allem für Amazon ist es wichtig, auf Seite eins diejenigen Anbieter zu platzieren, die den Umsatz des Unternehmens in die Höhe treiben. Ein gravierender Unterschied zu Google: Während die Suchmaschine darauf abzielt, Nutzer auf unterschiedliche Plattformen zu leiten, auf denen sie dann weitere Aktionen tätigen können, muss Amazon nämlich noch eines tun: Den Kunden durch die Ergebnisauswahl zum Kauf bewegen.

Ziel des Online-Vertreibers ist nicht der Klick allein, sondern der abgeschlossene Kaufprozess. Daher muss Amazon auf Seite eins diejenigen Produkte platzieren, die der Kunde mit höchster Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich erwirbt. Das geschieht auf zwei Arten. Zum einen werden der Kundensuchanfrage gemäß diejenigen Produkte herausgefiltert, die die Keywords der Anfrage abdecken und somit zur Anfrage passen. Das sind bei der großen Zahl an Produkten auf der Plattform eine ganze Menge. Suchen Sie also nach einem bestimmten Produkt, versuchen Sie, dieses so genau wie möglich zu beschreiben.

Die Suche nach „schwarze Tasche“ wird Ihnen unzählige Ergebnisse liefern, die zwar alle auf die Anfrage zutreffen, aufgrund der vagen Angaben jedoch keine zufriedenstellende Filterung erlauben. Besser wäre es demgemäß also, beispielsweise „kleine schwarze Handtasche mit Nieten der Marke XY“ ins Suchfeld einzugeben, um eine überschaubarere Auswahl präsentiert zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, auf das passende Produkt zu stoßen, steigt mit der Genauigkeit Ihrer Suchanfrage.

Wichtiger Tipp für Händler: Neben der Bestückung Ihrer Produktinformationen mit relevanten Keywords und Schlagworten ist es sehr wichtig, gut detaillierte Produktbilder anzufügen. So kann sich nicht nur der Kunde im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild vom gewünschten Produkt machen, auch Amazon belohnt Sie und wird Sie höher ranken. Je anschaulicher und informativer die Produktbilder, desto besser. Es bietet sich beispielsweise an, bei einer schwarzen Nietenhandtasche ein Gesamtbild, eines von der Seite, Bilder von den Details und Extras wie zusätzlichen Trageriemen, Reißverschlüssen und Ähnlichem mit in die Anzeige zu stellen.

Auf der anderen Seite werden die herausgefilterten Produkte in einem nächsten Schritt nochmals sortiert und dem Kunden ranglistenartig präsentiert. Und zwar so: Einige Produkte sind beliebter als andere, das heißt, sie werden nach Anklicken der Produktinformationen öfter verkauft. Es erscheinen also diejenigen Artikel ganz oben in der Suchanfrage, die sowohl die eingegebenen, relevanten Keywords beinhalten und gleichzeitig oft verkauft werden. Faustformel: Je höher der Match aus Kaufwahrscheinlichkeit und passenden Keywords, desto höher wird das Produkt im Ranking angezeigt.

Dieser Rankingalgorithmus hilft Amazon, SEO effizient und gewinnbringend zu nutzen und so viele Produkte wie möglich zu verkaufen.

Amazon Bestseller

Besonders freuen dürfen sich diejenigen Produkte bzw. deren Anbieter, welche es bis in die Bestseller-Rangliste ihrer Kategorie schaffen. Je beliebter nämlich ein Produkt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es gekauft wird. Produkte mit sehr guter Performance und damit verbunden hoher Absatzrate erhalten ein imaginäres Sternchen und erhalten den hart umkämpften Bestseller Rang. Dabei spielen die Begriffe Klickrarte und Conversion eine wichtige Rolle. Kurz erklärt:

Klickrate:

Diese wird im englischen fachsprachlich auch als Click-through-Rate (CTR) bezeichnet und kennzeichnet eine sehr wichtige Messgröße im Bereich Werbung oder SEO. Wie der Name schon indiziert gibt die Klickrate an, wie oft ein Nutzer ein Banner, einen Artikel, ein Produkt oder eine Anzeige anklickt und somit auf eine Folgeseite gelangt.

Conversion-Rate:

Conversion bedeutet im Deutschen „Umwandlung“. Die Conversion-Rate beschreibt im Online Marketing, wie viele Besuche oder in diesem Fall Klicks auch tatsächlich zu einem Verkauf führen, sprich: Wie viele Interessenten am Ende auch tatsächlich Kunde werden und ein Produkt erwerben.

Um die beiden Begriffe nun zusammenzubringen: Die Klickrate bezeichnet, wie oft ein Produkt geklickt wird, die Conversion-Rate zeigt auf, die oft das geklickte Produkt auch wirklich gekauft wird. Das heißt, dass die Klickzahl höher ist als die Conversion-Rate – je niedriger die Differenz, desto besser das Produkt und somit auch das Amazon SEO Ranking.

 

Headerbild: ©iStock/Shane_D_Rymer

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Laura Höß

Laura Höß ist Teamleader im Bereich Media bei der Online Solutions Group GmbH und hat seit 2008 Erfahrung im Bereich Online Marketing. Sie ist neben der Betreuung der Großkunden, vor allem für die übergreifende Leitung des Teams und die Weiterentwicklung der Abteilung zuständig.

  • Jürgen

    5. Juni 2017 #1 Author

    Dies ist ein weiterer, großartig geschriebener Blog, der viel Einsicht in die Wichtigkeit der Amazon SEO Optimierung gibt. Jeder, der versucht am Internet Geld zu verdienen, sollte diesen Artikel lesen und die Tipps implementieren. Ich war begeistert.

    Antworten

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