Skip to main content

Alexa

Was ist Alexa?

Bei Alexa handelt es sich um ein Tochterunternehmen des Internetgiganten Amazon, welches auch unter dem Namen “The Web Information Company” bekannt ist. Alexa zielt in erster Linie auf die systematische Archivierung von Zugriffsdaten auf Websites aus. Das Analysetool wird in seiner Basisversion als kostenloser Download angeboten, während die Premium-Version für Poweruser gebührenpflichtig ist. Alexa basiert auf einer Toolbar, welche in den Webbrowser eingebunden wird und bereits in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Einsatzbereiche

Der primäre Einsatzbereich von Alexa ist die Analyse der Zugriffszahlen auf Webpräsenzen und die detaillierte Analyse des Traffics. Obwohl das Analysetool keinen Anspruch auf Vollständigkeit der bereitgestellten Daten gewährleistet, ist es dennoch möglich, Tendenzen und Trends zu ermitteln. Die kostenpflichtige Premium-Version stellt diverse Tools zur Verfügung, mit denen sich weitere Analysen und Metriken durchführen lassen. Dank der “Site Audit” kann das Tool auch in Sachen Suchmaschinenoptimierung eingesetzt werden. Darüber hinaus nutzten auch einige bekannte Online-Dienstleiter, wie beispielsweise das “Internet Archive”, das Tool als Basis für ihre Plattformen.

Entwicklungsgeschichte

Das Unternehmen Alexa wurde im Jahr 1996 vom Brewster Kahle und Bruce Gilliat gegründet. In den folgenden Jahren wurde der IT-Gigant Amazon auf das innovative Unternehmen aufmerksam, sodass Amazon bereits drei Jahre später, im Jahr 1999, das Unternehmen kaufte. Das Analysetool ist in seiner ersten Version als eine einfache Toolbar für den Internet Explorer gestartet, der zu der damaligen Zeit eine enorme Marktpräsenz besaß. Mittlerweile ähnelt Alexa vom Funktionsumfang her einer komplexen Suchmaschine mit vielen nützlichen Analysetools, mit denen man auch beispielsweise in der Lage ist, die semantische Bedeutung von Links und den dazugehörigen Traffic genauestens zu analysieren.

Ranking

Neben dem bekannten Google-Ranking gibt es auch das Alexa-Ranking. Mit diesem kann man  Besucherzahlen von Webseiten auswerten und eine Liste der meistbesuchten Webseiten im Internet ermitteln. Um dieses Ranking realisieren zu können, setzt man Browser-Plugins ein, die auf den Computern der Nutzer im Rahmen bestimmter Software-Pakete mit installiert werden und die es ermöglichen, das Surfverhalten der Nutzer genau zu analysieren. Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung kommt dem Alexarank mittlerweile eine weniger wichtige Rolle zu. Er kann aber weiterhin dazu eingesetzt werden, um die Besucherzahlen einer Webpräsenz einzuschätzen. Weitaus genauere und umfangreichere Daten zu Besucherzahlen lassen sich mit Google-Analytics generieren.

Der große Unterschied zu Alexa-Ranking besteht jedoch in der Tatsache, dass man mit Google-Analytics lediglich auf Daten zu der eigenen Webseite zugreifen kann, jedoch nicht auf diejenigen von fremden Webpräsenzen. Mit Alexa bietet sich eine sinnvolle Alternative an, um einen ungefähren Einblick in den Traffic und die Besucherzahlen auf Webseiten von Konkurrenten zu bekommen. Durch den Einsatz der kostenpflichtigen Premium-Version ist es möglich, genauere Daten zu erhalten. Diese kann man beispielsweise für Benchmark- und Webseiten-Vergleiche nutzen. Darüber hinaus wird der Alexarank oft eingesetzt, um vor Veröffentlichungen auf anderen Webseiten, die Angaben des Publishers abzugleichen und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Datenschutz

Das Analysetool wurde lange Zeit als eine Browser-Toolbar genutzt, die über diverse Software-Pakete auf Computer der Nutzer mitinstalliert wurde. Nach der erfolgreichen Installation sendet das Plug-In in regelmäßigen Intervallen Daten an Alexa. Auf deren Basis kann man Informationen zu Besucherzahlen und den Traffic von Webseiten ermitteln. Obwohl die User-Daten anonymisiert werden, sodass sie sich zu keinem bestimmten Nutzer nachverfolgen lassen, ist diese Praxis nicht umstritten. So hat u.a. der Bremer Datenschutzbeauftragte das Analysetool stark kritisiert und als Spam-Software gekennzeichnet. Zugleich gab es im Netz diverse Anleitung für Nutzer, wie sich das Plug-In deaktivieren lässt. Im Rahmen der Enthüllungen rund um Wikileaks und Edward Snowden ist Datenschutz heutzutage ein besonders wichtiges Thema. Alexa spielt in diesem Kontext jedoch keine wichtige Rolle.

Die Datenschutzerklärung von Alexa enthält einen Passus, der explizit darauf hinweist, dass das Plug-In sämtliche Daten über besuchte Webseiten archiviert, an einen zentralen Server versendet und diese nicht unbedingt immer anonymisiert. Jeder User, der die Toolbar oder das Plug-In auf seinem Computer installiert hat, sollte darüber im Klaren sein, wie das Analysetool funktioniert. Und dass es eventuell negative Folgen für die eigene Privatsphäre nach sich ziehen kann.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG