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MozRank

Was ist der MozRank?

Der MozRank stellt eine Alternative zum nicht mehr fortgesetzten Google PageRank dar und dient als Key Performance Indicator (KPI) zur Messung einer bestimmten Leistung. Der MozRank ermittelt in erster Linie die Link Popularity einer Internetseite. Diese drückt der MozRank in Form einer Zahl aus, die von 0 bis 10 reichen kann. Auf Basis dieser einfachen Zahl ist eine Vergleichsgrundlage für die Linkpopularitäten verschiedener Webseiten möglich. Die Entwicklung dieses Key Performance Indicators ist ebenso wie sein Name auf die Software-Firma MOZ zurückzuführen.

Überblick und Allgemeines

Grundsätzlich dient der MozRank der Bewertung von Links im Hinblick auf ihre Popularität. Zu diesem Zwecke wird bei der Anwendung des MozRanks zunächst die Anzahl der bei einer Webseite eingehenden Links ermittelt. Diese erfahren anschließend eine Bewertung. Im Rahmen dessen gilt es zwischen dem Moz Domain Rank und dem Moz Subdomain Rank zu unterscheiden. Beim Moz Domain Rank wird eine Kennzahl für eine vollständige Domain ermittelt, während der Moz Subdomain Rank nur bestimmte Unterseiten übergeordneter Domains berücksichtigt. Das Ergebnis dieser Kennzahl reicht von 0 bis 10. Hierbei entspricht die 0 dem schlechtesten und die 10 dem höchsten Ergebnis.

Typischerweise steigt der MozRank einer Internetseite mit einer zunehmenden Anzahl von Backlinks sowie der Popularität dieser Backlinks. Ebenso steigt der MozRank mit der Hochwertigkeit der eingehenden Links. Die Anforderungen zur Erlangung eines hohen MozRanks steigen damit von einer Stufe zur anderen. Ein Rank von beispielsweise 2 ist vergleichsweise einfach zu erlangen. Ein Rank von 8 erfordert hingegen bereits mehrere sehr hochwertige oder alternativ eine hohe Anzahl mittelmäßiger eingehender Links.

Das namensgebende Unternehmen MOZ firmierte bis zum Jahr 2013 unter der Bezeichnung SEOmoz. Die Firma macht auch Angaben darüber, welcher durchschnittliche MozRank für Webseiten zu erwarten ist. Dieser Durchschnittswert liegt bei 3.

Ermittlung und Aussagekraft des MozRanks

Als Key Performance Indicator wird der MozRank für sämtliche verfügbaren Domains ermittelt. Jeder kann diese Kennzahl abrufen und mit anderen Kennzahlen vergleichen. Es finden sich mehrere Programme zum Abruf der Kennzahl, die zum Teil auch in der Grundversion kostenlos verfügbar sind.

Eine weit verbreitete Software, die einen Rückschluss auf diese Zahl zulässt, ist der Open Site Explorer. Ebenso finden sich Plug-ins, die sich in verschiedene Browser integrieren lassen. Dazu gehören SEOquake und SearchStatus, die für Google Chrome, Mozilla Firefox und SeaMonkey verfügbar sind. Bei Nutzung dieser Erweiterungen wird der jeweilige MozRank der besuchten Webseite sofort beim Aufruf in der Statuszeile eingeblendet. Davon unabhängig finden sich auch mehrere kostenpflichtige Analyse-Tools und Software-Lösungen, die imstande sind, diese Kennzahl auszugeben.

Die MozRank-Skala von 0 bis 10 ist eine logarithmische Skala. Dies ist bei der Ermittlung der Aussagekraft der Kennzahl von Bedeutung, da der Abstand zwischen den höheren Werten deutlich größer ist als der zwischen den geringeren. Eine Steigerung des Ranks von 1 auf 2 erfordert daher deutlich geringeren Aufwand als beispielsweise eine Erhöhung der Kennzahl von 8 auf 9. Zudem handelt es sich um einen globalen sowie statischen Wert. Er wird weltweit und nicht etwa auf einen bestimmten geographischen Raum begrenztermittelt. Ebenso erfolgt die Ermittlung unabhängig von bestimmten, spezifischen Suchanfragen.

Verwandte Werte und Zahlen

Ein ebenfalls von der ehemaligen SEOmoz Inc. ins Leben gerufener Wert ist die Domain Authority oder Domain-Autorität. Hierbei handelt es sich um einen Wert, in dessen Berechnung mehrere Metriken einfließen. Die Links zu einer Webseite werden analysiert, wobei ausgehende Root-Domains, die Gesamtanzahl der Links, der MozTrust, der MozRank selbst sowie über 30 weitere Metriken berücksichtigt werden. Da die Domain-Autorität starken Schwankungen unterworfen ist, eignet sie sich in erster Linie als Vergleichswert.

Die Domain Popularity (kurz: DomainPop oder DomPop) stellt einen Key Performance Indicator dar, der auch angibt, wie stark eine Internetseite verlinkt ist. Die Bewertung berücksichtigt die Domainvielfalt der Backlinks. Dies stellt einen Unterschied zur reinen Linkpopularität dar. Diese ermittelt lediglich die reine Anzahl der Links. Die Domain-Popularität ist entsprechend eher als qualitativer Wert zu verstehen, denn als quantitativer. Jedoch ist dies nicht mit der Qualität der Webseiten zu verwechseln, von denen die Links ausgehen. Es geht darum, wie viele verschiedene, unterscheidbare Domains auf die Zielseite verweisen.

Damit lässt die DomainPop Rückschlüsse darauf zu, welche Verbreitung eine Internetseite auf anderen Seiten aufweist. Hierbei wird die jeweilige Domain nur einmal gewertet. Gehen von einer Webseite A mehrere Links auf eine Webseite B aus, so bleibt es bei einer Domain-Popularität von 1.

MozRank im Vergleich zum PageRank

Ehemals diente der Google PageRank als Key Performance Indicator, dieser wird jedoch nicht mehr fortgesetzt. Seitdem ist der Stellenwert des MozRank als Kennzahl für die Link Popularity deutlich angestiegen. Ganz ähnlich wie auch bei Googles PageRank wird bei der Ermittlung des MozRanks der Link Juice der Seite auf sämtliche der von ihr ausgehenden Links aufgeteilt. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Link einer Webseite, von der nur 50 Links ausgehen bei gleicher Autorität einen fünfmal höheren Wert hat als eine Seite, von der 250 Links ausgehen.

Zu den weiteren Ähnlichkeiten der Algorithmen der beiden Kennzahlen gehört die Tatsache, dass auch der PageRank in seiner damaligen Form die auf eine Seite verweisenden Links zählte und sie anschließend gewichtete. Zwar stellt Moz keine Suchmaschine dar und bietet daher auch keine Statistiken darüber, wie eine Seite in den Google Suchergebnislisten (SERPs) tatsächlich rankt. Doch spielt er als SEO-Kennzahl eine wichtige Rolle, da die Auswertung der Link Popularity eine ähnliche ist. Zudem erfährt der MozRank eine häufigere Aktualisierung (innerhalb von vier Wochen) als das ehemalige Pendant von Google.

Stellenwert in der Suchmaschinenoptimierung

Einsatz findet diese Kennzahl in erster Linie zum Auffinden von Linkgebern für Internetseiten. Der MozRank gibt sofort beim Aufruf einer Internetseite Rückschluss darüber, ob diese als Linkgeber geeignet ist und ob eine Kooperation entsprechend vorteilhaft ist. Da er dem ausgelaufenen Google PageRank in der Praxis aufgrund seiner Algorithmen ähnelt, stellt er eine der am häufigsten eingesetzten Alternativen dar. Zu berücksichtigen bleibt, dass auch diese Kennzahl nur spezifische Bewertungskriterien(Linkpopularität) in die Ermittlung des Ranks einfließen lässt und weitere SEO-relevante Faktoren außer Acht bleiben.

Daher ist es vorteilhaft, ihn nicht als alleinige Kennzahl einzusetzen, sondern ihn im Sinne einer sorgfältigen Bewertung mit anderen Key Performance Indicators und Rankingfaktoren zu kombinieren.

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