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Semantisches Targeting

Was ist Semantisches Targeting?

Semantisches Targeting ist eine spezielle Form der Zielgruppenansprache, welches das relevante Umfeld einer Werbung am Inhalt der Seite erkennt. Targeting allgemein beschreibt eine Werbeform, die Anzeigen gezielt in ein Umfeld platziert, welches relevant für die Anzeige ist. Diese Form der Zielgruppenansprache unterscheidet sich vom Contextual Targeting, das die Relevanz des Umfelds anhand von Keywords erkennt. Semantisches Targeting bezieht den gesamten Content einer Seite mit ein, wodurch es Bestandteil des semantischen Advertisings ist.

Semantic Web

Semantisches Targeting beruht teilweise auf dem Prinzip des Semantic Webs. Die Grundlage für das Semantic Web bildet die 12 Jahre andauernde Forschung des Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. David Crystal von der University of Wales. Sein Team entwickelte einen Algorithmus, der mithilfe einer lexikalischen Analyse und der Kategorisierung einer Website die Relevanz einschätzt. Dieses Verfahren ist Teil des Semantic Webs, welches eine Weiterentwicklung des Web 2.0 darstellt. Beim Semantic Web geht es nicht nur um Informationen, sondern auch um den Bedeutungsinhalt.

Wie funktioniert semantisches Targeting?

Die semantische Relevanz eines Umfeldes wird durch den Bedeutungszusammenhang hergestellt. Dazu analysiert man den Content einer Website, hierbei man diesen auf bestimmte Schlüsselwörter. Im Gegensatz zum Contextual Targeting gehören dazu auch verschiedenste Synonyme und mehrdeutige Begriffe. Weiterer Bezug wird durch linguistische Beziehungen einzelner Wörter hergestellt. In dem man die Sinnzusammenhänge zwischen den Wörtern und Phrasen eines Textes erfasst, entsteht ein genaues Bild des Contents. Durch die Begriffe und semantischen Zusammenhänge wird der Content einem bestimmten Kontext zugeordnet.

Vorteile des Semantischen Targetings

Sofern der Algorithmus den Kontext auch richtig erkennt, erscheint infolgedessen die Werbung auf Webseiten, die als passend angesehen werden. Richtiges Semantisches Targeting platziert keine Werbung über Autoversicherungen neben einem Zeitungsbericht zu einem Autounfall. Der Algorithmus erkennt den Kontext einer Nachricht, die sich nicht für Werbung eignet. Dadurch stellt man sicher, dass die Werbung nicht in einer “Bad Neighbourhood” erscheint, was zu einem Image-Schaden für die Marke und das Unternehmen hinter der Werbung führen kann. Im besten Falle landet die Werbung auf Webseiten, deren Nutzer am Produkt oder der Marke interessiert sind. Die Werbung kommt nicht dort vor, wo die Menschen keinen Bezug zur Werbung haben. Streuverluste sind also gering, man nutzt das Budget für die Werbung optimal. Ein weiterer Vorteil ist, dass Semantisches Targeting ohne Cookies auskommt. Cookies sind aufgrund des Datenschutzes bedenklich, zumal vermeiden es manche Internetnutzer, zu viele Spuren zu hinterlassen.

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