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Content Syndication

Was ist Content Syndication?

Der Begriff Content Syndication bezeichnet die mehrfache Veröffentlichung von Inhalten (Content) – beispielsweise einer Nachricht, eines Interviews oder Videos – auf verschiedenen Radio- und Fernsehsendern oder des Inhaltes einer Website auf anderen Websites im Internet. Ziel ist es, eine größere Reichweite für den Inhalt zu erreichen.

Die Idee hinter Content Syndication

Im Bezug auf das Internet kann jeder noch so gute und interessante Artikel auf einer Webseite und einem Blog immer nur eine begrenzte Zahl Leser erreichen. Wird der gleiche Inhalt auf weiteren Seiten veröffentlicht, kann sich die Zahl der Leser vervielfachen. Mit Content Syndication werden Inhalte für Leser und Interessenten zugänglich, die sonst außerhalb der Reichweite einer einzelnen Webseite liegen und denen die publizierende Seite, der Urheber des Content, oft vollkommen unbekannt ist.

Die Geschichte der Content Syndication

Der Begriff “Syndication” wurde erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom amerikanischen Verleger Randolph Hearst im Zusammenhang mit der Vermarktung von Comicstrips für Tageszeitungen verwendet. Die Comics verschiedener für Hearst tätiger Comiczeichner wurden von den sogenannten Syndicates an Verlage in den ganzen USA lizenziert. So hatten selbst kleinere lokale Zeitungen die Möglichkeit, ihren Lesern die damals sehr populären Comics zu präsentieren und dadurch vermehrt Abonnenten zu gewinnen.

Weitere Syndikate entstanden in den frühen 1920er Jahren für Radio und Fernsehen und ermöglichten es den Autoren der Inhalte, ein breiteres Publikum zu erreichen. Im Falle des Radios schlug die Regierung der Vereinigten Staaten schon 1924 die Syndizierung von Inhalten vor. Auf diese Weise sollte es den führenden Politikern des Landes ermöglicht werden, schnell und effizient die gesamte Bevölkerung zu erreichen.

Content Syndication in Presse, Radio und Fernsehen

Content Syndication nutzen Verlage zum Beispiel aus Kostengründen. Nicht jede regionale Tageszeitung kann sich eine große Redaktion leisten. Content Syndication ist eine Möglichkeit, den Lesern dennoch einen umfangreichen Inhalt zu bieten. Spezialisierte Anbieter übernehmen teilweise die Arbeit der klassischen Zeitungsredaktion, erstellen eigene Inhalte und bieten diese den Verlagen zum Kauf an. Oft wird auch der Inhalt zwischen verschiedenen Tageszeitungen und Zeitungen eines Verlages in unterschiedlichen Regionen ausgetauscht. Allerdings besteht hier die Gefahr einer gewissen Nivellierung. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Zeitungen und Zeitschriften werden geringer. Sie werden gegeneinander austauschbar.

Bei der Content Syndication in Rundfunk und Fernsehen wird zwischen Syndications, die reine Inhalte liefern und vom Sender noch begleitet und anmoderiert werden müssen und Syndications, bei denen vollständig produziert Inhalte geliefert werden, unterschieden. Beispiele sind Nachrichten, Interviews, Börsendaten und vieles mehr, die in eine Rahmensendung integriert werden können. Reportagen oder Dokumentationen sind Beispiele für vollständig vorproduziert Inhalte, die von verschiedenen Sendern mitunter zeitgleich übernommen und ausgestrahlt werden.

Content Syndication im Internet

Im Internet ist Content Syndication für Webseiten interessant, die mit für die Seite relevanten Inhalten, beispielsweise aus ihrer Branche, allgemein interessanten Informationen und Nachrichten oder mit speziellen Wirtschaftsinformationen, ihr Angebot für Besucher aufwerten und erweitern möchten. Wetterinformationen, Börsenkurse, Wechselkurse und allgemeine Nachrichten werden häufig von anderen Webseiten übernommen. Der Webseitenbetreiber kann auf diese Weise seinen Besuchern ein umfassenderes Angebot präsentieren und mehr Besucher anlocken. Die Informationsanbieter erhöhen ihrerseits die Reichweite, erlangen eine verbesserte Reputation und im Idealfall selbst mehr Traffic für ihre Webseite.

Content Syndication als ein Teil der SEO-Strategie

Die Strategie, mit den Backlinks von RSS-Feeds Besucher auf das eigene Angebot zu leiten wurde einige Jahre häufig angewendet. Mittlerweile empfehlen SEO-Experten jedoch, Content Syndication mit einem Anteil von maximal 10 Prozent im Rahmen einer weiter gefassten SEO-Strategie zu nutzen. Die Gefahr, dass bei zu exzessiver Integration fremder Inhalte das Profil der eigenen Website leidet, ist inzwischen in den Vordergrund gerückt. Auch rechtliche Fragen, wie das Urheberrecht müssen bei der Nutzung fremder Inhalte geklärt werden. Hinzu kommt eine mögliche Abstrafung durch Google aufgrund von Duplicate Content.

Content Syndication und Duplicate Content

Um eine Bestrafung durch Google wegen doppelter Inhalte zu vermeiden, sind verschiedene Maßnahmen möglich.

  • rel = canonical Tag: diese Kennzeichnung sollte auf der syndizierten Seite eingerichtet werden, die den neu veröffentlichten Inhalt enthält. Auf diese Weise werden alle Ranking-Signale effektiv auf die Originalseite umgeleitet und Google weiß, dass die Seite das Original und nicht das Duplikat enthält.
  • noindex-Tag: er bewirkt im Grunde das Gleiche wie der rel = canonical Tag, mit dem Unterschied, dass die noindex-Seite, also die syndizierte Seite, vollständig aus dem Index entfernt wird.
  • Werden Backlinks eingesetzt, ist es empfehlenswert, nur einen Ausschnitt des Inhaltes zu syndizieren, um sicherzustellen, dass die Leser auf den Link klicken müssen, um auf den vollständigen Inhalt zugreifen zu können. Google ist in der Lage, festzustellen, wem der ursprüngliche Inhalt gehört und wer in den SERPs gelistet werden soll.

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