Webnapping

webnapping

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Was ist Webnapping?

Webnapping ist eine zusammengesetzte Begrifflichkeit aus den W├Ârtern “Web” und “Kidnapping“. Unter Webnapping wird der Einbau von fremdem Content auf einer Website verstanden. Es hat jedoch nichts mit dem sogenannten Scraping zu tun, da das Vorgehen beim Webnapping legaler Natur ist. Die fremden Inhalte werden hier auf freiwilliger Basis zur Verf├╝gung gestellt. Das prim├Ąre Ziel ist, durch das Teilen von Content mehr Traffic zu erzeugen und in dieser Weise auch das Ranking zu verbessern.

Background und Wesen des Webnapping

Lediglich im deutschsprachigen Raum ist der Begriff des Webnapping verbreitet – und ist daneben in keiner anderen Sprache vorzufinden. Bei der Begrifflichkeit handelt es sich damit um eine Art “Scheinanglizismus”, da sie sich aus englischsprachigen W├Ârtern zusammensetzt, im dortigen Sprachraum jedoch nicht genutzt wird. Im ├╝bertragenen Sinn und rein nach seiner sprachlichen Herkunft ist unter Webnapping damit das Entf├╝hren im Internet (bzw. “Kidnapping” im “Web”) gemeint. Es wird die eigene Website mit fremdem Content bereichert, wobei die fremden Inhalte von anderen Webseitenbetreibern freiwillig bereitgestellt werden.

Es werden damit bei diesem Vorgehen keine Urheberrechte verletzt. Ein wesentlicher Grund daf├╝r, dass diese Verfahrensweise sich einer gro├čen Beliebtheit erfreut, ist der insgesamt geringere Aufwand, der f├╝r die Produktion von Content betrieben werden muss – denn ├╝blicherweise ist die Herstellung von Content mit monet├Ąrem und zeitlichem Aufwand verbunden. Dar├╝ber hinaus wird Webnapping betrieben, weil hiermit viele Backlinks aufgebaut werden k├Ânnen, was wiederum einem guten Ranking f├Ârderlich ist. Zuweilen fehlt bei Webmastern jedoch auch das Know-how, um Inhalte wie Javascripts, Videos und Bilder auf professionelle Weise zur Verf├╝gung zu stellen. Grunds├Ątzlich ist es bei dieser Verfahrensweise des Teilens fremden Contents zudem eine wichtige Zielsetzung, die eigene Seite durch das Einbinden fremder Inhalte interessanter zu gestalten.

Funktionsweise und Auspr├Ągungen des Webnappings

Die Funktionsweise des Webnappings ist denkbar einfach. Ein Webmaster stellt anderen Webmastern Content zur Verf├╝gung, der auf der eigenen Website eingebunden werden kann. In dieser Weise kann das Webnapping folgenderma├čen realisiert werden:

Es existieren Websites, die umfassende CSS-Elemente zur Einbindung bieten. Es k├Ânnen hiermit etwa Suchfunktionen oder Newsticker im Rahmen des Webnappings realisiert werden.
Mit iFrames ist es m├Âglich, Videos, Audio-Dateien oder Newsticker sowie weitere Elemente auf anderen Webseiten zu implementieren.
Mithilfe von Javascripts k├Ânnen zudem Datenbanken auf fremden Websites zug├Ąnglich gemacht werden.
Bilder, Grafiken sowie Banner werden mit einem vollst├Ąndigen HTML-Code offeriert. Die jeweiligen Bilder verweisen sodann mit einem Backlink auf die eigentliche, fremde Quelle.

Mithilfe des Webnappings ist es Webmastern nicht nur m├Âglich, Content bereitzustellen, sondern auch die Gestaltung desselben. In dieser Hinsicht k├Ânnen andere Webmaster beispielsweise CSS-Elemente oder Javascripts kopieren, um so die eigene Website zu f├Ârdern. Zudem k├Ânnen durch iFrames Inhalte auf anderen Websites bereitgestellt werden – f├╝r diesen Zweck wird ein HTML-Code benutzt, der auf einfache Weise in den anderen Seiten eingebaut werden kann. In dieser Weise lassen sich problemlos beispielsweise Videos verschiedener Plattformen (z. B. Vimeo oder YouTube) in die eigene Website einf├╝gen.

Risiken und Rechtslage

In erster Linie ist es f├╝r Betreiber von Webseiten n├╝tzlich, den Content von fremden Websites auf der eigenen Seite einbinden zu k├Ânnen. Die Integration von fremden Codes kann jedoch ein Risiko darstellen – n├Ąmlich dann, wenn Schadcodes implementiert werden. Zudem ist es m├Âglich, dass die integrierten Elemente ein relativ leichtes Ziel f├╝r Hacker mit krimineller Energie darstellen. Ebenso kann es eine Gefahr bedeuten, wenn der eingebundene Content Nutzungsrechte oder weitere Rechte ber├╝hrt.

In der Regel kann jedoch nicht der Webmaster, der diese Inhalte auf seiner Website nutzt, f├╝r eine Verletzung dieser Rechte verantwortlich gemacht werden. Grundlegend ist darauf hinzuweisen, dass beim Webnapping Inhalte freiwillig und bewusst zur Verwendung weitergegeben werden. Dieses Verfahren wird f├Ąlschlicherweise manchmal mit dem sogenannten Scraping verwechselt. Gemein ist den Vorgehensweisen, dass es sich bei beiden Begrifflichkeiten um die Implementierung fremder Inhalte handelt. Im Gegensatz zum recht speziellen Webnapping ist Scraping jedoch mehr ein Oberbegriff f├╝r das allgemeine Lesen, die Auswertung sowie die Verwendung externer Informationen. Webnapping demgegen├╝ber beinhaltet stets das explizite Einverst├Ąndnis des Urhebers, sodass es ├╝blicherweise als rechtens eingestuft wird. Scraping hingegen kann sowohl legal als auch illegal sein.

Webnapping: Bedeutung f├╝r SEO und Online-Marketing

Das Bereitstellen fremder Inhalte beinhaltet einen nicht bestreitbaren Nutzen f├╝r das Online-Marketing und speziell f├╝r die SEO (= Search Engine Optimization). Die Webseiten, die Webnapping nutzen, k├Ânnen auf diese Weise die Reichweite ihrer Webseite und ihrer Brand sp├╝rbar erh├Âhen. Die Nutzer des Webnappings sind durch die Einbindung fremder Webinhalte in der Lage, die Verweildauer zu steigern und den Content ihrer Website qualitativ aufzuwerten, ohne jedoch selbst Inhalte erstellen zu m├╝ssen.

Das Argument, dass Webnapping die Aktualit├Ąt der eigenen Webseite erh├Âht, kann inzwischen als nicht mehr haltbar eingestuft werden, denn der Freshness-Faktor einer Website wird gemeinhin vor allem durch die Bereitstellung von eigenem – und nicht fremdem – Content gebildet. In fr├╝heren Zeiten des kommerziellen Internets war das Webnapping aus SEO-Perspektive noch wertvoller. Mithilfe des Webnappings konnten Betreiber von Webseiten eine Vielzahl an dofollow-Links herstellen, um auf diese Weise die sogenannte Linkpopularit├Ąt zu erh├Âhen. Die gro├če Anzahl dieser Links stellte eine sehr gute Voraussetzung f├╝r ein besseres Ranking dar.

Mittlerweile spielen diese Verlinkungen f├╝r das Ranking immer noch eine Rolle, doch die Bedeutung der Links hat abgenommen. Google ist im Verlauf der vergangenen Jahre immer mehr dazu ├╝ber gegangen, den Content selbst in den Fokus f├╝r das Ranking zu r├╝cken. Grunds├Ątzlich stellt es eine Gefahr f├╝r diejenigen dar, die den Content teilen, dass die Inhalte auf Spam-Websites ver├Âffentlicht werden. Ist dies der Fall, so werden im Gegenteil negative Signale an die Suchmaschinen ├╝bermittelt, das Ranking verschlechtert sich und der Domain-Trust sinkt.

Tipp

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