Google Bashing

google bashing

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Was ist Google Bashing?

Das englische Verb “to bash” heißt im Deutschen “scharf kritisieren”. Man kann Bashing auch mit ĂŒbler Nachrede ĂŒbersetzen, und in der Regel ist gemeint, dass dafĂŒr das Internet und die Social Media genutzt werden. Beim Google Bashing handelt es sich also um jedwede Art von scharfer Kritik an der weltweit grĂ¶ĂŸten Suchmaschine Google beziehungsweise an deren Unternehmenspolitik.

Mit einem Marktanteil von zum Teil 90 Prozent und mehr ist Google der weltweite Herrscher ĂŒber die Internetsuche und das Suchmaschinen-Marketing. Eine Ausnahme bildet lediglich der asiatische Raum. Viele der Dienste von Google lassen die Besorgnis immer wieder aufflammen. Hinsichtlich des Google Bashing muss allerdings deutlich zwischen Neidern und Kritikern unterschieden werden.

Googles Datenschutz-Probleme

Nach GrĂŒndung der Suchmaschine Google und Google Inc. war die Presse zunĂ€chst sehr positiv gestimmt. In jĂŒngerer Zeit hĂ€uft sich allerdings die Kritik. Das Hauptziel des Google Bashing ist der Datenschutz. Google wertete nach einer vermeintlichen Vereinfachung der

Datenschutzbestimmungen im FrĂŒhjahr 2012 unzĂ€hlige Nutzerdaten aus und berĂŒcksichtigte dabei alle vorhandenen Google-Dienste. Ziel war ein möglichst umfassender Wissensstand ĂŒber die einzelnen Lebensbereiche der Google-Nutzer aufzubauen. Der Datenschutz beziehungsweise dessen Nicht-Vorhandensein ist einer der grĂ¶ĂŸten Angriffspunkte im Google Bashing.

Googles Monopol

Die faktische Monopolstellung von Google hinsichtlich der Websuche ist weitgehend unbestritten; ebenso die hĂ€ufig anzutreffende Meinung, dass diese Suchmaschine auch die besten Suchergebnisse liefert. Das Resultat zeigt sich im Marktanteil, der – abhĂ€ngig vom Standort beziehungsweise vom Land – zwischen 80 und mehr als 90 Prozent betrĂ€gt. Eine solche Monopolstellung bringt Pflichten mit sich, die nach Meinung der Kritiker nicht, nicht immer oder nicht ausreichend erfĂŒllt werden.

Zu den genannten Pflichten zÀhlen

  • transparente, nicht willkĂŒrliche Leistung von Suchergebnissen
  • nur eingeschrĂ€nkte statistische Erfassung von Nutzerdaten
  • Einhaltung der Datenschutzgesetze

Weiterhin wird kritisiert, dass Google auch Daten von Personen sammelt, die dessen Dienste nicht nutzen. Dazu zÀhlen erhobene Daten via Google Analytics und Street View.

Google Streetview

Das Google Bashing betraf auch Streetview. Das Fotografieren von StĂ€dten und Dörfern in einer 360 Grad-Rundum-Sicht war aus Sicht vieler Betroffenen sehr kritisch zu betrachten. Niemand wurde um seine Einwilligung gebeten, ob sein Vorgarten, seine HaustĂŒr oder gar er selbst im Internet dargestellt werden durften. Die genannten Kritikpunkte an und Risiken von Google Streetview waren breit gefĂ€chert. Nicht nur wurde Vorurteilen den Weg gebahnt, auch fĂŒr Einbrecher zeigten sich neue Möglichkeiten, StraßenzĂŒge auszukundschaften, ohne selbst vor Ort aufzutreten.

Info

Erst im Laufe eines massiven Google Bashing erklÀrte sich der Betreiber bereit, einzelne Aufnahmen von HÀusern etc. auf Wunsch betroffener Personen im Internet unkenntlich zu machen.

Beim Dienst “Google Analytics” agiert nicht nur der Webmaster, der den Dienst auf der entsprechenden Website einbaut. Die erhobenen Besucherdaten werden an Google ĂŒbermittelt, ohne dass diese eine Möglichkeit haben, einzugreifen. Im Google Bashing wird immer wieder der Kritikpunkt laut, dass es nicht Aufgabe der Betroffenen ist, sich gegen unerwĂŒnschte Eingriffe zu schĂŒtzen. Statt dessen muss sich Google dazu verpflichten, die Nutzer vorher um Erlaubnis zu fragen.

Google Analytics ist inzwischen sehr stark verbreitet und sogar auf staatlichen Websites implementiert. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind unter anderem die einfache Handhabung, die hohe LeistungsfĂ€higkeit und die kostenlose Nutzung des Dienstes.

Fazit

Aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Dienste, die Google anbietet, lassen sich aus vermeintlich harmlosen Daten – zumindest in der Theorie – interessante RĂŒckschlĂŒsse ziehen. Beispiele:

  • Das Betriebssystem Android ermöglicht einen direkten Zugriff auf Latitude und kann damit den aktuellen Standort des Nutzers erfassen.
  • Geplante Routen in Google Maps, kombiniert mit Termine im Google Calendar, bieten mögliche RĂŒckschlĂŒsse, wann sich der Nutzer wo aufhĂ€lt und welche Verkehrsrouten er nutzt.
  • Die Kombination von Googlemail und Google Talk macht die Interaktion mit sozialen Kontakten nachvollziehbar.

Das Google Bashing selbst ist kritisch zu betrachten. Konkrete Standpunkte zum Thema Nutzerverhalten und Datenschutz, verbunden mit realisierbaren Forderungen nach Verbesserung, sind nachvollziehbar und rechtens. Destruktive, verallgemeinernde Kritik dagegen ist weder zielfĂŒhrend noch zweckmĂ€ĂŸig und basiert nicht selten auf Halbwissen und GerĂŒchten, die ĂŒber das Unternehmen und seine Dienste regelmĂ€ĂŸig in Umlauf gebracht werden.


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