Internet Message Access Protocol (IMAP)

Was ist IMAP?

IMAP steht für Internet Message Access Protocol, ehemals ,,Interactive Mail Access Protocol” und bezeichnet ein Netzwerkprotokoll, das für E-Mails ein Netzwerkdateisystem bereitstellt.

Dieses Netzwerkprotokoll wurde in den 1980ern entwickelt und dient dazu, die Abhängigkeit der Client-Rechner bei der Kommunikation über E-Mail zu beseitigen. IMAP führte hierfür eine Erweiterung der Verfahren sowie Funktionen von POP, Post Office Protocol durch. Dadurch können die Nutzer dann eine Speicherung ihrer E-Mails, der Ordnerstruktur und auch der getätigten Einstellungen auf dem Mailserver veranlassen. Dadurch greifen die Clients der PCs direkt vom Internet aus auf die sich auf den Servern befindenden Informationen zu.

Anders als bei POP sind die E-Mails der Nutzer bei diesem Protokoll nach dem Verlust eines PCs nicht weg. Stattdessen hat man versucht, die Funktionalität von IMAP mit der einfachen Handhabung von SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) zu vereinen, sodass das SMAP, kurz für Simple Mail Access Protocol, entstand.

Die Eigenschaften des Protokolls

Es handelt sich bei IMAP um ein textbasiertes Protokoll, um auf E-Mails zuzugreifen, die sich auf dem Mailserver befinden. Dabei erfolgen die Anfragen des Mail-Clients nur nach aktuell benötigten Informationen. Da auch bei einer Einsicht einer E-Mail diese weiterhin auf dem Server bleibt, wird stets der gleiche bzw. aktuelle Datenbestand der Mailbox angezeigt.

IMAP ermöglicht es zudem auch, auf verschiedene Ordner in einer Mailbox zuzugreifen. Auch ein Sortieren neuer E-Mails in vorgegebene Ordner ist mit diesem Protokoll möglich. Zudem bietet sich eine Einstellmöglichkeit, mit der unterschiedliche Nutzer gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen bzw. diese einsehen können. Hinzu kommt noch eine Funktion, mit der der Nutzer über neue Nachrichten sofort nach Eintreffen dieser benachrichtigt wird. Ein Zugriff auf den Server ist generell nur über das Internet möglich. Es gibt jedoch wenige Clients, bei denen lokale Kopien der Nachrichten angelegt werden, die dann auch offline gelesen werden können.


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