Narrative Marketing

narrative marketing

Copyright © Shutterstock / Visual Generation

Was bedeutet not provided?

Bei not provided handelt es sich um einen Begriff, welcher in erster Linie bei Trackingsystemen wie Google Analytics zur Anwendung kommt. Seit EinfĂŒhrung der Google Secure Search im Jahre 2011 fallen darunter Seitenaufrufe, bei denen die Suchanfrage von Google nicht mehr bereitgestellt wird. Google betrachtet Suchanfragen als persönliche Informationen und verschlĂŒsselt die Übertragung per SSL. Die eingegebenen Begriffe sind nur Google bekannt, der Webseitenbetreiber erhĂ€lt dagegen lediglich die Information not provided.

Ursachen fĂŒr not provided

Die Google Secure Search wurde aus GrĂŒnden des Datenschutzes eingefĂŒhrt. Durch die verschlĂŒsselte Übertragung soll verhindert werden, dass Unbefugte an die vom User eingegebenen Informationen gelangen. Ein weiterer Punkt des Datenschutzes ist, dass keine Daten an Dritte weitergegeben werden. Aus diesem Grund werden die eingegebenen Suchbegriffe auch nicht mehr an den Betreiber einer Webseite gesendet. Bei Suchanfragen die ĂŒber eine HTTPS-Verbindung durchgefĂŒhrt werden, erhĂ€lt der Seitenbetreiber lediglich die Information not provided.

Folgen fĂŒr die Nutzer

Wie hoch die Zahl der not provided Keywords ausfĂ€llt, hĂ€ngt immer vom jeweiligen Nutzerverhalten ab. Wer bei Google registriert ist und sich mit seinen Zugangsdaten einloggt, nutzt automatisch die Secure Search. In diesem Fall wird statt der Keywords generell not provided an den Seitenbetreiber ĂŒbermittelt. Wer gezielt die sichere Suche verwenden möchte, ruft die Seite von Google ĂŒber https:// auf.

FĂŒr Seitenbetreiber ergeben sich daraus besondere Herausforderungen. So wird die Optimierung auf bestimmte Keywords aufgrund der fehlenden Informationen erschwert. Dies fĂŒhrt zur grundlegenden VerĂ€nderungen bei der Suchmaschinenoptimierung.

Tipps fĂŒr die SEO

ZunĂ€chst sollte analysiert werden, wie hoch der Prozentsatz von not provided Keywords ist. Da der Datenschutz fĂŒr User eine immer grĂ¶ĂŸere Bedeutung erlangt, dĂŒrfte dieser in Zukunft noch weiter ansteigen. Um die fehlenden Informationen auszugleichen sind alternative Vorgehensweisen erforderlich. Die fĂŒr eine Optimierung erforderlichen Daten lassen sich auf unterschiedlichen Wegen erfassen.

Wer Google Analytics fĂŒr die SEO nutzt, kann einen benutzerdefinierten Filter einstellen. Anschließend wird statt not provided die aufgerufene URL angezeigt. Zu beachten ist dabei, dass der eingestellte Filter generell nur auf neuen Traffic angewendet wird. Handelt es ich um die URL der Startseite wurde vermutlich ein Brand Keyword eingegeben. Die genutzten Begriffe lassen sich dann grob einschĂ€tzen.

Seit EinfĂŒhrung der Secure Search ist es bei der Suchmaschinenoptimierung zu einigen neuen AnsĂ€tzen gekommen. Hier ist in erster Linie der sogenannte Referral String zu nennen. Über verschiedene Filter bei Google Analytics lassen sich dabei versteckte Informationen gezielt auswerten. Einer der wichtigsten Parameter bei Referral String ist ved. Über diesen erhalten Seitenbetreiber Informationen ĂŒber die relative und absolute Position des Links, sowie ĂŒber das Search Vertical. Zudem lĂ€sst sich ermitteln, an welcher Stelle der gewĂ€hlte Link sich im Snippet befindet.

Die Google Search Console ist ein weiteres Tool, um sich Informationen ĂŒber die eingegebenen Keywords zu beschaffen. Nutzer können die Top 1000 Suchanfragen sowie die Top 1000 Landingpages fĂŒr die letzten 30 Tage einsehen. Zudem erstellt die Console auch eine Liste zur Performance der Keywords. Eine ungefĂ€hre Zahl der Seitenaufrufe wird ebenfalls angegeben. Als weiterer Service erhalten Seitenbetreiber auch die Click Through Rate zu den verschiedenen Keywords mitgeteilt. Im Gegensatz zu not provided werden dadurch zumindest die wichtigen SchlĂŒsselwörter sichtbar.

Es empfiehlt sich, die Google Search Console mit dem Account von Google Analytics zu verknĂŒpfen. Auf diese Weise werden noch weitere Informationen sichtbar. So lassen sich beispielsweise RĂŒckschlĂŒsse ziehen, was Nutzer der Webseite suchen. Diese Informationen sind wichtig, um die BedĂŒrfnisse der Besucher einschĂ€tzen zu können.

Wer herausfinden möchte, ĂŒber welchen Weg Besucher auf eine Seite gelangen, kann hierzu eine Umfrage durchfĂŒhren. So lassen sich beispielsweise On-Site Surveys individuell konfigurieren, damit sie nur dann erscheinen, wenn der Besucher ĂŒber eine Suchmaschine auf die Seite gekommen ist. Zudem lassen sich Nutzer selektieren, welche die Secure Search von Google verwendet haben. In vielen FĂ€llen besteht die Umfrage nur aus einer einzelnen Frage zum Beispiel: Welchen Begriff haben Sie in die Suchmaschine eingegeben? Damit lassen sich – trotz not provided – die wichtigen Informationen erhalten.
Viele Webseiten bieten ihren Besuchern eine interne Suchfunktion an. In diesem Fall sollten die eingegebenen Begriffe ebenfalls mit Google Analytics analysiert werden. In der Regel verwenden Besucher auf der Webseite die gleichen bzw. Àhnliche Begriffe wie bei Suchmaschinen. Zudem erfahren Webmeister auf diese Weise, was Nutzer erwarten auf einer Webseite zu finden.

Weitere Möglichkeiten not provided zu umgehen

In gewissem Umfang ist es auch möglich, die benötigten Informationen kĂ€uflich zu erwerben. Bei bezahlten Suchanfragen ĂŒber Google greifen die Auswirkungen der Secure Search und damit auch not provided nicht. Die vor einem Klick auf bezahlte Links genutzten SchlĂŒsselwörter gelten nicht als organischer Traffic und werden deshalb an den Seitenbetreiber ĂŒbermittelt.

Webmaster von kleineren Seiten sollten die Traffic Source Daten als Informationsquelle nutzen. Diese ermöglicht einen schnellen Überblick zum organischen Traffic einer Webseite. Allerdings sind die ausgegebenen Daten nicht sehr umfangreich und auch nicht besonders detailliert. Als Basis fĂŒr eine umfassende Suchmaschinenoptimierung sind sie deshalb nur bedingt geeignet.

Eine weitere Möglichkeit ist die Klassifizierung von Anfragen und fortgeschrittenen Segmenten mittels Google Analytics. Je nach Anlass des Besuchs werden die Nutzer in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Über das relative VerhĂ€ltnis der Gruppen lassen sich anschließend die not provided Keywords bestimmen.

Auswirkungen fĂŒr die Suchmaschinenoptimierung

Werden Suchanfragen als not provided ĂŒbermittelt, stellt dies den Webmaster vor einige Probleme. Aufgrund von fehlenden Informationen werden die Möglichkeiten der OnPage Optimierung stark eingeschrĂ€nkt. Maßnahmen, deren Basis in einer grundlegenden Keyword Recherche liegt, werden durch die Secure Search deutlich erschwert. Die im Ratgeber aufgefĂŒhrten Tipps helfen dabei, die fehlenden Informationen auszugleichen. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der sicheren Suchanfragen in Zukunft nochmals deutlich steigen wird. Deshalb sollten sich Webmaster schon frĂŒhzeitig nach möglichen Alternativen umsehen.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bezĂŒglich eines Online Marketing Themas haben, dann können Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich ĂŒber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG


Weitere Inhalte