Progressive Web Apps

Progressiven Web Apps

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Was sind Progressive Web Apps (PWA)?

Bei Progressiven Web Apps (PWA) handelt es sich um Webseiten, die sowohl Eigenschaften einer responsiven Internetseite wie auch einer nativen App besitzen. Wie klassische Websites k√∂nnen auch Progressive Web Apps mittels HTML5, CSS3 sowie JavaScript umgesetzt werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Inhalte wie bei einer App einsetzbar und plattform√ľbergreifend verf√ľgbar sind. Angesto√üen wurde die Entwicklung solcher Seiten von Google. PWAs k√∂nnen ohne Probleme von der Suchmaschine indexiert werden.

Vorteile von PWAs im √úberblick:

  • Geringere Entwicklungskosten im Vergleich zu nativen Apps.
  • Weniger Aufwand bei der Pflege.
  • Keine Bindung an einen App Store erforderlich.
  • Inhalte k√∂nnen durch Google indexiert und in das Ranking aufgenommen werden.
  • Plattform√ľbergreifend und mit allen Mobilger√§ten verwendbar.
  • Bindung von Besuchern der Webseite wird erh√∂ht.

Funktionsweise von Progressiven Web Apps

Progressive Web Apps basieren auf sogenannten “Service Workern”. Damit lassen sich die Inhalte im Cache laden ohne dass hierf√ľr eine Verbindung ins Internet vorhanden sein muss. Zudem bieten Service Worker den Vorteil, dass f√ľr das Aufrufen von weiteren Seiten keine bzw. nur sehr geringe Ladepausen entstehen.

Wenn Sie noch Fragen bez√ľglich dem Cache haben, dann k√∂nnen Sie gerne den jeweiligen Glossar dazu besuchen und sich √ľber das Thema informieren.

Service Worker k√∂nnen jedoch noch weitere Aufgaben √ľbernehmen, welche bereits im Programmieren der App in einem Script hinterlegt werden. Anhand konfigurierter Programmabl√§ufen lassen sich auf diese Weise die unterschiedlichsten Ereignisse ausl√∂sen. Die Inhalte k√∂nnen somit bereits vor dem Klick auf einen Link geladen werden.

Mit jedem Browser nutzbar

Wie bereits erw√§hnt funktionieren Progressive Web Apps mit allen verf√ľgbaren Browsern. Damit es dabei zu keinen Problemen kommt wird eine sogenannte Application Shell ben√∂tigt. Diese sorgt daf√ľr, dass eine mobile Ansicht der URL generiert und an die Funktionalit√§t des jeweiligen Browsers angepasst wird. Gleichzeig ist sie f√ľr die einer nativen App √§hnelnden Optik verantwortlich. Die Application Shell wird beim Aufruf der Seite in den Cache geladen und stellt somit die Basis f√ľr alle dynamischen Inhalte dar.

Speicherung auf dem Endgerät möglich

Mit dem Web App Manifest besitzen PWAs noch eine dritte wichtige Komponente. Diese besteht aus einer auf dem Server hinterlegten JSON Datei. Nutzer k√∂nnen Progressive Web Apps damit wie native Apps auf ihrem Endger√§t abspeichern. Im Gegensatz zur nativen App wird allerdings nicht der gesamte Inhalt, sondern lediglich das Grundger√ľst von mindestens einer Application Shell gespeichert. Das Web App Manifest erm√∂glicht unter anderem das Hinterlegen eines Icons auf dem Startbildschirm. Au√üerdem l√§sst sich festlegen ob die App im oder ohne den genutzten Browser geladen werden soll. Aussehen und Funktionen k√∂nnen ebenfalls √ľber das Script generiert werden. Mit dem Einverst√§ndnis des Nutzers ist zudem das Versenden von Push-Nachrichten m√∂glich.

Progressive Web Apps ermöglichen:

  • Die Nutzung von Inhalten auf s√§mtlichen Ausgabeger√§ten.
  • Die Verwendung von Webinhalten auch bei schlechter Verbindung.
  • Kurze Ladezeiten bei Websites.
  • Erstklassige User Experience.

Google unterst√ľtzt Progressive Web Apps

Wer eine eigene Webseite betreibt, kann deren Inhalte f√ľr Nutzer von mobilen Endger√§ten auf unterschiedliche Weise pr√§sentieren. So l√§sst sich die Website beispielsweise mittels Responsive Webdesign optimieren. Dadurch passt sich die Seite automatisch an das Display und die Funktionen des verwendeten Ausgabeger√§ts an. Eine weitere Variante ist die Programmierung von nativen Apps. Diese lassen sich dann √ľber einen App Store herunterladen und auf dem Ger√§t installieren. Obwohl die Inhalte in der Regel online bezogen werden, handelt es sich bei nativen Apps dennoch um geschlossene Systeme. Eine direkte Anbindung an Suchmaschinen ist zumeist nicht gegeben, was einen deutlichen Nachteil darstellt.

Als f√ľhrende Suchmaschine hat Google in den letzten Jahren auf die steigende Tendenz hin zu nativen Apps reagiert. Hierzu geh√∂rt insbesondere die Entwicklung des App-Indexing. Damit lassen sich innerhalb einer App Links erstellen und indexieren. √úber eine Suche bei Google k√∂nnen dann auch die Ergebnisse einer auf dem Ger√§t installierten App angezeigt werden. Eine weitere Variante ist das Herunterladen der App als mobiles Suchergebnis.

Google-Kriterien der Progressive Web Apps

Damit Nutzer m√∂glichst auf alle Web-Inhalte zugreifen k√∂nnen werden Progressive Web Apps von Google besonders gef√∂rdert. Die Kombination aus App und Webseite unterst√ľtzt die Forderung von Google nach Progressive Enhancement. Webseiten m√ľssen somit nicht auf die verschiedenen Endger√§te ausgerichtete Funktionen anbieten. Stattdessen passen sie sich den entsprechenden Clients an. Progressive Web Apps sind auf die besonderen Bed√ľrfnisse der mobilen Internetnutzung ausgerichtet ohne dass hierf√ľr eine Anwendung auf dem Ger√§t installiert werden muss.

Die wichtigsten Kriterien einer PWA werden von Google wie folgt definiert:

  • Hohe Zuverl√§ssigkeit, da die Inhalte auch geringer Konnektivit√§t geladen werden.
  • Schnelle Reaktion auf die Eingabe des Nutzers.
  • Kein langsamer Seitenaufbau und kein Scrollen erforderlich.

Dass die Entwicklung und Verbreitung von Progressive Web Apps durch Google gef√∂rdert wird ist bei einem genaueren Blick nicht √ľberraschend. Inzwischen erfolgt ein Gro√üteil der Internetzugriffe per Smartphone oder Tablet PC. Bisher konnten Suchmaschinen wie Google dabei nicht auf die Daten der Nutzer zugreifen. Mit der Hilfe von PWA k√∂nnen diese nun auch bei der Verwendung von Apps an die begehrten Daten zum Nutzerverhalten gelangen. F√ľr Google ergibt sich daraus ein weiterer, gewaltiger Absatzmarkt.

Microsoft plant ebenfalls mit PWA

Progressive Web Apps sollen k√ľnftig auch f√ľr Windows 10 und den neuen Edge Browser verf√ľgbar sein. Erste Erfahrungen k√∂nnen Anwender nach der Installation des Redstone-4-Updates sammeln. Auf mittlere Frist gesehen sollen die Anwendungen einen festen Platz auf dem Desktop von Windows 10 Rechnern einnehmen. Vermarktet werden die Apps √ľber den Microsoft Store. In den k√ľnftigen Versionen des Edge Browsers sollen sowohl Service Worker wie auch Push-Benachrichtigungen per Default aktiviert sein. Um m√∂glichst schnell eine gro√üe Zahl √ľber den Store anbieten zu k√∂nnen crawlt Microsoft derzeit aktiv nach PWAs im Web. Diese werden anschlie√üend indexiert und in appx-Pakete konvertiert. √úber den Bing Crawler lassen sich aktuell rund 1,5 Millionen Progressive Web Apps finden. Eine kleine Auswahl davon soll den Nutzern von Microsoft in kurzer Zeit zur Verf√ľgung stehen.

Tipp

Wenn Sie noch Fragen bez√ľglich eines Online Marketing Themas haben, dann k√∂nnen Sie gerne unseren Glossar besuchen und sich √ľber das Thema informieren, wo Sie noch speziell Fragen haben.


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