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Keyword Stuffing

Was ist Keyword Stuffing?

Der Begriff Keyword Stuffing bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie “Vollstopfen mit Schlüsselworten”. Damit ist der übermäßige Einsatz bestimmter Schlüsselbegriffe in einen Text gemeint. Von einem übermäßigen Einsatz spricht man in diesem Zusammenhang, wenn das oder die Keywords unnatürlich oft in einem Text vorkommen. Der so entstandene Text wirkt oft sinnentstellt und dadurch schlecht lesbar. Im schlimmsten Falle bietet er dem Leser nicht einmal mehr einen Mehrwert. Trotz dieser Nachteile wurde es viele Jahre lang betrieben und sogar heute noch teilweise eingesetzt. Die Motivation für Keyword Stuffing ist, dass sich die Verfasser solcher Texte davon ein höheres Ranking der Texte in Google Suchanfragen versprechen. Da Google Keyword Stuffing jedoch als verbotene (“Black Hat”-) Strategie einstuft, ist das Gegenteil der Fall.

Symptome für Keyword Stuffing – wo wird überall “gestopft”?

Das augenfälligste Symptom für das überproportionale Anwenden von Schlüsselbegriffen ist, dass diese Begriffe so oft im Text auftauchen, dass dieser künstlich wirkt. Die Sätze des Textes kommen dem Leser oft nicht einmal mehr sinnvoll vor. Das ist keine Überraschung, denn die Hauptaufgabe solcher Texte besteht in erster Linie darin, das Keyword oder die Keywords möglichst oft zu enthalten. Darunter leidet die Lesbarkeit enorm. Der Text ist eben nicht in erster Linie für einen menschlichen Leser gedacht, sondern für die Crawler der Suchmaschinen wie etwa Google.

Die Keywords können an verschiedenen Stellen untergebracht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Meta-Angaben, die Überschriften, der Fließtext, die Sidebar, der Footer-Bereich und das Menü. Ein anderer beliebter Trick ist es, die Keyword-Anhäufung in einem Text in Schriftgröße 0 oder in der Schriftfarbe des Hintergrundes der Webseite unter den regulären Text zu setzen. Dieser “unsichtbare” Text kann vom menschlichen Leser nicht wahrgenommen werden, von einem Crawler jedoch schon.

Warum ist Keyword Stuffing schädlich für das Ranking?

Die meisten Menschen, die eine Suchmaschine wie etwa Google benutzen, um etwa nach einer Information, einem Geschäft oder einer Dienstleistung zu suchen, geben sich mit den ersten Eintragungen zufrieden. Das heißt, dass es für einen Anbieter von Informationen oder Dienstleistungen entscheidend ist, auf der ersten Seite und dort unter den ersten Plätzen zu stehen, um von potentiellen Kunden überhaupt wahrgenommen zu werden. Lange Jahre verhalf das Keyword Stuffing dazu, die Relevanz einer Website zu erhöhen. Eine hohe Relevanz sorgt für ein hohes Ranking, rückt also die Seite in den Suchergebnissen weiter nach oben.

Eine Anhäufung von Keywords sorgt inzwischen jedoch dafür, dass Suchmaschinen wie Google den Inhalt im schlimmsten Fall als Spam einordnen und die Seite abstrafen. So werden etwa die Keywords teilweise nicht mehr gezählt oder sogar die ganze Seite nicht mehr in den Sucherergebnislisten angezeigt. Hinzu kommt, dass auch User Keyword Stuffing bestrafen, indem sie die Seite wegen des unattraktiven Textes schnell wieder verlassen. Dies beschert der betreffenden Seite eine hohe Bounce Rate – für Google ein Merkmal für schlechte Qualität.

Warum gibt es überhaupt noch Keyword Stuffing?

Angesichts der Tatsache, dass die Überfrachtung mit potenziellen Suchbegriffen das Ranking so dramatisch verschlechtern kann, fragt man sich, warum Webtexter überhaupt versuchen, mit dieser Strategie zu punkten. Scheinbar ist es vor allem das mangelnde Wissen um zeitgemäße SEO-Strategien, das dazu führt – Keyword Stuffing ist schlicht und einfach schlechtes Handwerk, ein Überbleibsel aus früheren Zeiten. Frühere Versionen beliebter Suchmaschinen ließen sich tatsächlich noch von der übermäßigen Verwendung “relevanter” Begriffe täuschen und belohnten keywordüberfrachtete Texte mit guten Rankings.

Spätestens seit den Google-Updates Penguin und Panda macht eine solche Vorgehensweise jedoch keinen Sinn mehr, denn die verfeinerten Suchmaschinen-Algorithmen erkennen Keyword Stuffing und reagieren darauf mit Sanktionen. Darüber hinaus sind Keywords für das Ranking bei weitem nicht mehr so entscheidend wie in früheren Zeiten, da andere Faktoren wie die semantische Struktur, die interne Verlinkung, die Platzierung der Keywords, die sprachliche Umsetzung der Inhalte und die Termgewichtung nach WDF*IDF eine deutlich größere Rolle spielen als die Keyworddichte.

Wie setzt man Keywords richtig ein?

Natürlich sind Keywords immer noch ein Indikator für Google-Crawler, um welche Themen es auf einer Webseite geht. Es gilt daher nicht als Keyword Stuffing, wichtige Such- und Schlüsselbegriffe im Meta Title, in der Meta Description oder der Seiten-URL unterzubringen. Auch die Platzierung von Keywords in Überschriften und Listen (Stichwort: Keyword Prominence) verstößt zunächst ebenso wenig gegen die guten Sitten wie eine Hervorhebung von Schlüsselbegriffen durch Formatierung (fett, kursiv, unterstrichen). Letztere Maßnahme kann sogar dazu beitragen, den Text lesefreundlicher zu gestalten (Stichwort: Scanbarkeit von Texten).

Bei der Verwendung von Keywords im Fließtext selber ist jedoch sprachliches Fingerspitzengefühl gefragt. Keywords sollten so verwendet werden, dass sie den Lesefluss nicht stören. Bereits bei einer Keyword Density von 3-5 % kann die häufige Wiederholung – zumal bei mehrteiligen Keywords oder beim Einsatz mehrerer Keywords in hoher Dichte – das Leseerlebnis erheblich beeinträchtigen. Daher wird in der Regel eine Optimierung auf ein Hauptkeyword mit einer Dichte von 1-3 % und wenige Nebenkeywords mit einer geringeren Keyword Density praktiziert. Dabei muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Keyworddichte nur eine von vielen Variablen ist, die zur Berechnung des Rankings beitragen. Synonyme und Flektionen der Keywords sowie sachverwandte Begriffe aus dem semantischen Umfeld erhöhen das Gewicht der Keywords und die Relevanz des Textes.

Welche SEO-Alternativen zu Keyword Stuffing gibt es?

Für ein erfolgreiches Ranking ist letztlich eine Vielzahl von Faktoren entscheidend. Das Usererlebnis ist bei den letzten Google-Updates stärker in den Fokus gerückt. Eine Voraussetzung für ein gutes Ranking ist es daher, gut lesbare, einzigartige und sprachlich einwandfreie Texte zu publizieren. Rechtschreibung und Grammatik müssen stimmen, und die Texte sollten dem Leser möglichst einen echten Mehrwert bieten. Dadurch sollen sie die Aufmerksamkeit des Users binden und zu einer längeren Verweildauer führen, denn auch die Bounce Rate ist für Google & Co. ein Indikator für sogenannten light Content, also Inhalt mit geringer Relevanz.

Darüber hinaus sollten Texte – auch in Auszügen – unique, also einzigartig sein. Textklau von fremden Seiten führt in der Regel zu dramatischen Rankingeinbußen. Dienstleister wie Copyscape bieten Online-Tools, um Texte vor der Publikation im Web auf solchen Duplicate Content zu überprüfen. Auch inhaltsleeres “Schwafeln” will Google mit seinem 2009 patentierten “Gibberish Score” abstrafen, wobei diese spezielle Technologie derzeit wohl noch im Entwicklungs- und Probestadium steckt.

Tipp

Um gute Rankings zu erzielen, ist darüber hinaus eine WDF*IDF-Optimierung von Webtexten außerordentlich empfehlenswert. WDF*IDF-Tools analysieren die Termgewichtung innerhalb von Webseiten, die besonders gut zu einem bestimmten Keyword ranken, und bieten in einer grafischen Übersicht Vorschläge für die Verwendungshäufigkeit von Keywords und thematisch und semantisch verwandten Begriffen an. Diese Verteilungskurve kann zur Konzeption neuer unique Texte herangezogen werden.

Neben diesen Onpage-Maßnahmen, die vor allem auf die Textgestaltung fokussieren, gibt es jedoch noch ein weites Feld weiterer Onpage- und Offpage-Strategien, um das Ranking einer Seite zu einem bestimmten Keyword oder einer Keywordkombination zu verbessern.

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