Eye-Tracking

Eye Tracking

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Was ist Eye-Tracking?

Mittels Eye-Tracking lĂ€sst sich der Blickverlauf einer Person auf einer OberflĂ€che wie einem Bildschirm (beispielsweise PC oder Mobiltelefon) nachvollziehen. Diese sogenannte Blickverlaufsmessung erfolgt mithilfe einer vor dem Probanden platzierten Kamera oder einem mobilen Eyetracker, der auf dem Kopf fixiert wird. Beide Varianten sind in der Lage, die Augenbewegungen des Betrachters prĂ€zise zu erfassen und diese fĂŒr die spĂ€tere Auswertung aufzuzeichnen. Von Bedeutung sind beim Eye-Tracking die  Momente, an denen der Blick des Probanden lĂ€ngere Zeit an einem Punkt verweilt (Fixation) oder an denen sich seine Augen schnell bewegen (Sakkaden). Die gesammelten Daten lassen sich anschließend grafisch aufbereiten.[/tipp]

Darstellung von Eye-Tracking-Daten

Um die gesammelten Daten zu visualisieren, bieten sich verschiedene Methoden an. Neben dem Gazeplot (auch “Scanpath”) ist die Heatmap (auch “Attentionmap”) die hĂ€ufigste Variante.

Sowohl beim Gazeplot als auch bei der Heatmap legt eine Software die Blickverlaufsdaten ĂŒber die zuvor vom Probanden betrachtete OberflĂ€che. Daraus lĂ€sst sich ableiten, welche Bereiche die Aufmerksamkeit des Probanden am stĂ€rksten erregt oder am lĂ€ngsten gefesselt haben. DarĂŒber hinaus ist sichtbar, welche Bereiche die Person nur ĂŒberflogen oder komplett außer Acht gelassen hat.

Im Gazeplot sind die Blickverlaufsdaten mithilfe von Kreisen und Linien dargestellt. Die Kreise zeigen Fixationen an. Je grĂ¶ĂŸer der Durchmesser eines Kreises, umso lĂ€nger die Fixation. Die Linien zwischen den Kreisen stehen fĂŒr Sakkaden. Eine Heatmap stellt die Dauer der Fixation durch unterschiedliche Farben dar. Lange Fixationen sind meist rot, kurze blau oder grĂŒn gekennzeichnet.

Einsatzgebiete von Eye-Tracking

Ein typisches Anwendungsgebiet fĂŒr Eye Tacking ist das Marketing. Sowohl online als auch offline lĂ€sst sich mittels einer Blickverlaufsmessung die EffektivitĂ€t von Marketingmaßnahmen messen. Ziel ist es jeweils, die Conversion, also die Umwandlung von Interessent zu KĂ€ufer, zu optimieren.

Im Online-Marketing kommt das Eye-Tracking hĂ€ufig zur Usability-Optimierung von Landingpages zum Einsatz. Diese auf den Verkauf einer Dienstleistung oder eines Produkts optimierten Seiten enthalten Elemente, die den Interessenten zum Kauf anregen sollen. Mittels einer Blickverlaufsmessung in Kombination mit einer Heatmap lĂ€sst sich ĂŒberprĂŒfen, ob die Probanden die fĂŒr den Verkauf entscheidenden Elemente wahrnehmen. Auf diese Weise lassen sich auch Elemente identifizieren, die den Nutzer möglicherweise ablenken. Ziel ist es, die Landingpage oder das Werbemittel anhand der gesammelten Daten so zu optimieren, dass der Interessent mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Conversion auslöst.

Weiteres Einsatzgebiet von Eye Tracking

Ein weiteres Einsatzgebiet ist das Optimieren der Usability (Nutzerfreundlichkeit) von Apps und Websites. Hat ein Online-Shop oder eine News-Website eine hohe Absprungrate (Bounce-Rate), lassen sich mittels Eye-Tracking die Ursachen dafĂŒr ermitteln. Sind wichtige Informationen oder Navigationselemente falsch positioniert und werden ĂŒbersehen? Antworten auf diese Fragen kann eine Blickverlaufsmessung liefern. HĂ€ufig kommt Eye-Tracking schon in der Entwicklungsphase von mobilen Anwendungen und Websites zum Einsatz. Dabei werden den Probanden mehrere ausgearbeitete Designvarianten (sogenannte “High-fidelity Screens”) gezeigt. Anhand der BlickverlĂ€ufe lassen sich RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung ziehen. Ziel ist es, die optimale Designvariante zu identifizieren.


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